{"id":1495,"date":"2016-08-22T18:56:08","date_gmt":"2016-08-22T16:56:08","guid":{"rendered":"http:\/\/sz.musikverein-wesel.de\/?page_id=1495"},"modified":"2020-03-11T17:47:12","modified_gmt":"2020-03-11T16:47:12","slug":"presse-chorkonzerte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/?page_id=1495","title":{"rendered":"Presse-Chorkonzerte"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.48&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Chor-gelb-schwarz.png&#8220; admin_label=&#8220;Bild&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; animation_style=&#8220;slide&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_duration=&#8220;500ms&#8220; animation_intensity_slide=&#8220;10%&#8220; animation=&#8220;left&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<h3>Unsere Chorkonzerte seit 2005 im R\u00fcckblick der Kritiken in Neue Rhein-Zeitung und Rheinische Post<\/h3>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row admin_label=&#8220;Zeile&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.48&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;3.18.7&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C20\"><\/a>Masterabschluss mit Bestnote f\u00fcr Giesen<br \/> von David Jochim<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bl\u00e4serquintett, Orgel und Chor er\u00f6ffneten das Masterabschlusskonzert des Weseler Kirchenmusikers und Chorleiters Dominik Giesen mit den T\u00f6nen und Worten &#8222;I was glad&#8220;. Das Arrangement f\u00fcr diese Besetzung des Werkes des englischen Komponisten Charles Hubert Hastings Parry hatte der Chorleiter als Teil seines interdisziplin\u00e4ren Projekts selbst geschrieben.<br \/> Das Konzert mit Chormusik aus englischen Kathedralen war gleichzeitig das Abschlusskonzert seines Kirchenmusikstudiums an der K\u00f6lner Musikhochschule. F\u00fcr diesen Abend hatte Giesen den Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel mit dem Kammerchor Cantus Coloniensis, bestehend aus Studenten der K\u00f6lner Musikhochschule, vereint. Das Blechbl\u00e4serquintett \u201eBrass5\u201c, die Sopranistin Farah Otten, der Tenor Maximilian Fieth und der Organist Robbie Carroll komplettierten die Besetzung des Abends.<br \/> Nach Parrys Werk folgten nun Werke aus \u00fcber 500 Jahren angels\u00e4chsischer Musiktradition.<br \/> Mit filigraner Polyphonie aus dem 16. Jahrhundert bestachen zum einen das &#8222;Dum transisset Sabbatum&#8220; von John Taverner, bei dem der junge Tenor Maximilian Fieth den Psalm bedeutungsvoll rezitierte, und zum anderen &#8222;If ye love me&#8220; vom bekannteren Komponisten dieser Epoche, Thomas Tallis. Auch mit diesen a-capella Werken konnte der Chor, den man vorrangig als orchestergest\u00fctzten Oratorienchor kannte, \u00fcberzeugen, lediglich an zwei Stellen entstanden kurze Intonationsschwankungen.<br \/> Besonders abwechslungsreich war das Werk &#8222;Blessed be the God and Father&#8220; von Samuel Wesley. Hier wechselten sich unbegleiteter Chorgesang, Chor mit Orgel, ein chorisches Solo der M\u00e4nnerstimmen und Sopranistin Farah Otten als Solistin ab. Der Chor bestach hier durch sichere Intonation und eine spannende musikalische Gestaltung.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Gute Solisten und exzellenter Organist<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Felix Mendelssohns &#8222;Hear my prayer&#8220; f\u00fcgte sich die junge Sopranistin Farah Otten mit ihrer sch\u00f6nen Klangfarbe musikalisch sehr gut in die dezente und detailliert ausgearbeitete Orgelbegleitung ein. Leider konnte sie sich aufgrund der schwierigen Akustik nicht bis zu den hintersten Reihen durchsetzen. Der irische Kathedralorganist der St. Fin Barre&#8217;s Cathedral (Cork), Robbie Carroll, war extra f\u00fcr diese Konzert angereist.<br \/> Besonders bei der Evening hymn von Henry Balfour-Gardiner wusste der Organist, die Weseler Domorgel zu &#8222;seiner&#8220; Kathedralorgel zu machen. Ein stetiges Crescendo, welches nahezu aus dem Nichts erwuchs und in den sich der Choreinsatz fast unmerklich einschmiegte, entlockte er der Orgel m\u00fchelos. Hervorzuheben ist, dass der Chor dem Dirigenten pr\u00e4zise folgte, denn das Werk &#8222;Greater love hath no man&#8220; von John Ireland wies doch viele Tempo\u00fcberg\u00e4nge und -wechsel auf, welche gute Koordination und Aufmerksamkeit aller Beteiligten erforderte. Hier \u00fcberzeugte auch der junge Tenor Maximilian Fieth.<br \/> &#8222;Mother of God&#8220; von John Tavener sang der Chor auswendig. Zum Schluss wurde auch das Publikum zum Mitsingen eingeladen. Bei dem Lied &#8222;Jerusalem&#8220; von Hubert Parry stimmte auch das Blechbl\u00e4serquintett wieder ein, welches aus befreundeten Musikern aus Blasorchestern der Umgebung zusammengestellt worden war.<br \/> Es ist sch\u00f6n, dass man sich nun zum zweiten Mal in Wesel ein Bild vom Klang des Weseler Chores machen konnte, dessen Leistung die intensive Arbeit w\u00e4hrend der letzten Probenzeit erahnen l\u00e4sst.<br \/> Am Schluss des Konzertes gab es Standing Ovations und langanhaltenden Applaus f\u00fcr Chor, Chorleiter, Bl\u00e4ser und Solisten. Belohnt wurden die Zuh\u00f6rer mit einer Zugabe, die aus dem ersten Werk des Abends bestand. Insgesamt war das Konzert mit der guten Akustik des Willibrordi-Doms und seiner tollen Orgel ein voller Genuss!<br \/> Von den Pr\u00fcfern stand am Schluss das einstimmige Pr\u00e4dikat: Bestnote 1,0 f\u00fcr Chorleiter Dominik Giesen. Dazu darf man ganz herzlich gratulieren!<br \/> Herzliche Einladung zu den n\u00e4chsten Terminen\u2028Donnerstag, 12. M\u00e4rz 2020, 19:30 Uhr: Offene Chorprobe f\u00fcr das neue Projekt &#8222;Requiem op. 63&#8220; von C.V. Stanford. Probenort: Aula der Ida-Noddack-Gesamtschule, Martinistra\u00dfe 12<br \/> Sonntag, 27. September 2020, 18:00 Uhr: Chor- und Orchesterkonzert &#8222;Requiem op. 63&#8220; von C.V. Stanford im Willibrordi-Dom zu Wesel<\/p>\n<h3><a name=\"C19\"><\/a>Chor- und Orchesterkonzert begeistert im Dom<\/h3>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">6.3.2018\/ NRZ und RP-Lokalausgabe Wesel<\/h3>\n<h4>Stehende Ovationen f\u00fcr Ch\u00f6re, Solisten und Rheinisches Oratorienorchester<br \/> Von Dominik Giesen<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schallender Applaus rann durch den Dom und mit stehenden Ovationen honorierten die zahlreichen Zuh\u00f6rer die Leistungen des Chors des St\u00e4dtischen Musikvereins, des Grafschafter Konzertchors, des Rheinischen Oratorienorchesters, der vier Solisten und des Leiters, Hans G\u00fcnter Bothe.<br \/> Das Stabat Mater, ein Oratorium f\u00fcr Orchester, Chor und Solisten, z\u00e4hlt wohl zu den bekanntesten geistlichen Werken Dvoraks. Der Text, eine Sequenz aus dem 13. Jahrhundert, betrachtet die am Kreuz trauernde Gottesmutter Maria.<br \/> Schon nach wenigen Takten offenbarte sich die enorme dynamische Bandbreite, die das Rheinische Oratorienorchester zu bieten hatte. Eindringlich klang das chromatische Anfangsmotiv in Streichern und Bl\u00e4sern. Hans G\u00fcnter Bothe leitete den gro\u00dfen Orchesterapparat mit Chor und Solisten routiniert. Trotz der anspruchsvollen Domakustik gelang die Balance zwischen Chor, Orchester und Solisten \u2013 ausgewogen und angenehm, was zu einem durchh\u00f6rbaren Klanggeflecht f\u00fchrte.<br \/> Das hochkar\u00e4tige Solistenquartett konnte im zweiten Satz durch farbenreiche Textausdeutung und liebevolle Melodiegestaltung bestechen. Im vierten Satz entfaltete sich \u00fcber Bl\u00e4serakkorden die sonore Bassstimme von Bruno Vargas. Besonders bestach die Homogenit\u00e4t des sp\u00e4ter hinzutretenden Holzbl\u00e4serensembles. Beschwingt in Chor und Orchester begann der f\u00fcnfte Satz. Er erinnert mit seiner eing\u00e4ngigen Melodie an eine einfache Volksweise. Der Chor konnte hier stimmlich und atmosph\u00e4risch \u00fcberzeugen.<br \/> Der ausdrucksstarke Tenor Stefan Onaga erzeugte gemeinsam mit dem f\u00fcr die Besetzung bemerkenswert guten M\u00e4nnerchor eine innige, ber\u00fchrende Stimmung. Virgo virginum praeclara, eindeutig das Glanzlicht des Abends, k\u00f6nnte man als den emotionalen H\u00f6hepunkt des gesamten Konzertes bezeichnen. Mit gro\u00dfem Bogen und ausdrucksstark schmiegte sich das die Stimmung hervorragend aufgreifende Orchester an den Chor, der hier sowohl durch Phrasierung als auch durch den homogenen Chorklang \u00fcberzeugen konnte.<br \/> Das Solistenduett mit der strahlenden Sopranistin Agnes Lipka und Tenor Stefan Onaga wurde von einer schwelgenden Melodie der Holzbl\u00e4ser er\u00f6ffnet. Beide S\u00e4nger lieferten eine glaubw\u00fcrdige Textinterpretation. Die Altistin Rena Kleinfeld gl\u00e4nzte bei ihrem Solo mit ihrer sehr ausgeglichenen, ber\u00fchrenden Stimme und ihrer klaren Aussprache.<br \/> Im letzten Satz klang das Anfangsmotiv wieder an, welches dann mit einer aufsteigend figurierten Linie und einem gro\u00df angelegten Crescendo im Chor- und Orchestertutti die Konzertbesucher bewegte. Das zuversichtliche Amen lie\u00df die Auferstehungshoffnung durchschimmern.<br \/> Die choralartigen A-capella-Einw\u00fcrfe des Chores waren pr\u00e4zise und intonationssicher und mit Girlanden in den Violinen jubilierten Orchester und Chor, bevor das Werk mit einem gro\u00dfen Decrescendo verhalten verklang.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C19\"><\/a><br \/> Die Zuh\u00f6rer im Dom zu inneren Antworten herausgefordert<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">11.4.2017\/ RP-Lokalausgabe Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Hanne Buschmann<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Klage und Hoffnung&#8220;, dieses menschlich tief bewegende Passionsthema, wurde vom St\u00e4dtischen Musikverein zus\u00e4tzlich quasi quer aufgeladen mit der eher theoretisch leichthin zugespitzten Formel &#8222;Barock trifft Gegenwart&#8220;. Die gro\u00dfe Zuh\u00f6rergemeinde am Sonntagabend im Willibrordi-Dom, l\u00e4ngst ge\u00fcbt im H\u00f6ren zeitgen\u00f6ssischer Kompositionen, konnte sehr gut mit jenem Konzept umgehen. Zum Schluss langer Applaus, von vielen H\u00f6rern stehend gespendet.<br \/> Der Bu\u00dfpsalm 51, &#8222;Miserere mei, Deus&#8220;, vertont vom b\u00f6hmischen Barock-Komponisten Jan Dismas Zelenka, verzeichnet unter ZWV 57 in c-Moll, schritt zu Beginn bereits weitgehend den Raum menschlicher Reue angesichts des Todes aus. Dem flehenden &#8222;Miserere&#8220; folgte der lange Chorsatz eines S\u00fcndenbekenntnisses mit der Hoffnung auf Vergebung. Der sehr helle Solosopran der Dorothee Wohlgemuth schwang sich im &#8222;Gloria&#8220; auf. Das Rheinische Oratorienorchester, angef\u00fchrt von seiner Konzertmeisterin Gabi Ziebell, begleitete unter dem Dirigat von Hans-G\u00fcnther Bothe das gesamte musikalische Geschehen. Nach Zelenka schwebten aus der Urzeit des Alls leise, sich allm\u00e4hlich verdichtende hymnische Orchester-Kl\u00e4nge des estnischen Komponisten Arvo P\u00e4rt &#8211; die Bitte um Vergebung und Lob der Dreieinigkeit &#8222;Trisagion&#8220; &#8211; in den Raum, bis sie Hoffnung verhei\u00dfend sanft in die Ewigkeit flogen. Diese Musik forderte zu inneren Antworten heraus, wie viele H\u00f6rer bekundeten.<br \/> Bachs Kantate &#8222;Du wahrer Gott und Davids Sohn&#8220;, seine Bewerbung f\u00fcr das Kantorat der Leipziger Thomaskirche, zeigte schon den selbstbewussten architektonischen Bau des Meisters. Der gut vorbereitete Chor des Musikvereins und die Solisten &#8211; Sopranistin Wohlgemuth, Altistin Esther Borghorst, der besonders deutlich artikulierende Tenor Christian Dietz und der Bassist Harald Martini &#8211; wirkten gemeinsam an der feinen Textur.<br \/> Noch deutlicher wurde das in der Interpretation des von Thomas Blomenkamp vertonten Psalms 22, der Jesu Klage &#8222;mein Gott, warum hast du mich verlassen&#8220; vorwegnimmt. Diese vom Musikverein in Auftrag gegebene Komposition wurde uraufgef\u00fchrt. Die oft spr\u00f6de, sich dramatisch steigernde Musik der Jetztzeit griff die H\u00f6rer gleichsam von au\u00dfen an, bevor sie in die gro\u00dfe Lobpreisung m\u00fcndete, in der sich die gut gef\u00fchrten Chor-Soprane leuchtend vom Orchester und dem Quartett der Solisten heraushoben.<br \/> Fazit: Der Chor hat flei\u00dfig an sich gearbeitet und damit an Profil gewonnen. Gro\u00dfe Anerkennung wurde dem anwesenden Komponisten Blomenkamp und allen Mitwirkenden zuteil. Im Innersten vieler H\u00f6rer blieb Arvo P\u00e4rts kosmische Musik.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C18\"><\/a><br \/> Ein Oratorium von gewaltiger Strahlkraft<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">22.11.2016\/ RP- und NRZ-Lokalausgabe Wesel<\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Der St\u00e4dtische Musikverein bot das Oratorium Josua von Georg Friedrich H\u00e4ndel im Willibrordi-Dom.<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein gewaltiges Oratorium gab es im Willibrordi-Dom am Ewigkeitssonntag zu h\u00f6ren. Zum ersten Mal wurde das Oratorium &#8222;Josua&#8220; (HWV 64) des gro\u00dfen Barock-Komponisten Georg Friedrich H\u00e4ndel in Wesel aufgef\u00fchrt. Dieses bedeutsame Werk geh\u00f6rt wohl zu den erfolgreichsten und spektakul\u00e4rsten. Der geb\u00fcrtige Hallenser Komponist hatte es in nur vier Wochen komponiert, es wurde am 9. M\u00e4rz 1748 im Theatre Royal in Covent Garden uraufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel und der Grafschafter Konzertchor hatten sich an dieses grandiose Oratorium herangewagt und es unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe aufgef\u00fchrt. Mit gro\u00dfem Erfolg, wie man feststellen konnte. Bei einer \u00f6ffentlichen Probe in der Woche zuvor konnte man sich schon auf diese gro\u00dfartige Komposition vorbereiten und sich \u00fcber den Inhalt und die Musik informieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Mitwirkenden z\u00e4hlten die Sopranistinnen Charlotte Sch\u00e4fer und Rebecca Schl\u00fcnkes, der Tenor Ulrich Cordes und Sebastian Seitz als Bassist sowie der Bariton Frederik Baldus und das Rheinische Oratorienorchester.<br \/> Die biblische Geschichte Josuas ist die eines gro\u00dfen milit\u00e4rischen Eroberers, der durch die Einnahme der Stadt Jericho ber\u00fchmt wurde. In drei Akten wurde unter anderem die Einnahme des gelobten Landes durch das Volk Israel geschildert. Die Mauern Jerichos wurden zum Einsturz gebracht, Triumphch\u00f6re, Jubelkl\u00e4nge, Klagelieder, K\u00e4mpfe, Siegesschreie sowie die Durchquerung des Jordans und des Roten Meeres kamen musikalisch zur Geltung. Zudem ging es um ein Liebespaar, das sein Gl\u00fcck gefunden hatte.<br \/> Die Handelnden: Josua, ein gebieterischer Held und Nachfolger von Moses, Kaleb, eine angemessen patriarchische F\u00fchrerfigur kurz vor dem Ruhestand und dem R\u00fcckzug vom Schlachtfeld, seine Tochter Achsa, mit Othniel verlobt, dem es schwerf\u00e4llt, das richtige Gleichgewicht zwischen den ihm auferlegten Rollen des jungen Kriegers und des hingebungsvollen Liebhabers herzustellen. Der opernerfahrene H\u00e4ndel wusste genau, wie er die biblische Geschichte in gewaltige, aber auch in wunderbare Kl\u00e4nge vertonte. Hervorzuheben sind die vielen Arien, die gut erkennbar, manchmal unheimlich, manchmal dramatisch oder auch beschaulich ausfielen. Die Solisten mit ihren gro\u00dfartigen Stimmen gefielen. Lediglich die Stimme des Engels, gesungen von Rebecca Schl\u00fcnkes von der Kanzel, kam ein wenig zu kurz, was der Komponist auch so wollte. Herrliche Duette und Solo-Parts machten das Oratorium zu einem musikalischen Spektakel.<br \/> Wie oft bei H\u00e4ndel, ist es der Chor, den er in den Mittelpunkt des Geschehens setzt. Die beiden Ch\u00f6re stellten das israelische Volk dar und machten ihre Sache gut. Das konnte man auch vom Orchester behaupten. Dies spielte unter anderem sehr festlich auch den Marsch w\u00e4hrend des Umzugs der Bundeslade und die Kriegssinfonie.<br \/> Das Sch\u00f6ne am Oratorium war, dass die gesamte Auff\u00fchrung nicht wie gewohnt in lateinischer, sondern in deutscher Sprache gesungen wurde. Eines der herausragendsten Momente waren der Chor der J\u00fcnglinge &#8222;Seht, er kommt mit Preis gekr\u00f6nt&#8220;, bekannt nach der Weise &#8222;Tochter Zion&#8220; sowie der Schlusssatz &#8222;Dem Gott Jehova schalle Dankgesang&#8220;. Nach knapp zweieinhalb Stunden war ein spektakul\u00e4res Oratorium beendet &#8211; ein H\u00f6hepunkt in der Geschichte der Dom-Musik. F\u00fcr alle Mitwirkenden gab es langen Beifall.<br \/> Das n\u00e4chste Konzert des St\u00e4dtischen Musikvereins hat am 9. April 2017 das Motto &#8222;Klage und Hoffnung &#8211; Barock trifft Gegenwart&#8220;.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row admin_label=&#8220;Zeile&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.48&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><\/h3>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C17\"><\/a>Ergreifender Klang im Lutherhaus<br \/>\n14.03.2016\/ NRZ-Lokalausgabe Wesel<br \/>\nErnst und Heiter lautete der Titel des Benefizkonzertes im Lutherhaus.<br \/>\nMusikalischer Abschluss der Woche der Br\u00fcderlichkeit mit St\u00fccken aus j\u00fcdischer und christlicher Tradition<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solch einen besonderen musikalischen Abend hat Wesel in seiner bisher 775 j\u00e4hrigen Geschichte wohl nur sehr selten erlebt. Drei gesellschaftliche Institutionen der Hansestadt hatten ins Lutherhaus eingeladen, um am Abschlusstag der Woche der Br\u00fcderlichkeit verschiedenen musikalischen Werken aus j\u00fcdischer und christlicher Feder zu lauschen. Der weit \u00fcber 40 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger umfassende Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe pr\u00e4gte zusammen mit den Solisten Katharina Borsch (Sopran) und Kenneth Duryea (Klavier) den ersten und ernsten Konzertteil. \u201eDer zweite Teil des Abend ist der heitere, leichtere\u201c, beschrieb Wolfgang Jung vom Lions-Club die Werkfolge. Chor und Solistin sangen bei \u201eMirjams Siegesgesang\u201c (Franz Schubert 1797 &#8211; 1828) voller Inbrunst. Verschiedene hebr\u00e4ische Weisen (Louis Lewandowski 1821 &#8211; 1894) spielte Kenneth Duryea auf dem Fl\u00fcgel und mit f\u00fcnf Liedern f\u00fcr Sopran und Klavier von Alexander von Zemlinsky (1871 \u2013 1942), deren Texte man dank eines Programmheftchens mitlesen konnte, neigte sich der erste Konzertteil der Pause.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Publikum begr\u00fc\u00dfte Jung Superintendent Thomas Br\u00f6denfeld, Gemeindeleiter Stefan S\u00fchling und Dirk Meyer von der Telefonseelsorge. \u201eAlle Eintrittsgelder und auch die Einnahmen aus der Pausen-Gastro gehen komplett an die Telefonseelsorge\u201c, erkl\u00e4rte Jung und bat das Publikum, die aufgestellten Spendendosen zu nutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erinnerung an j\u00fcdische Kultur in Deutschland und in Wesel war wichtiger Leitgedanke der drei Konzertveranstalter, zu denen auch der J\u00fcdisch-Christliche Freundeskreis z\u00e4hlte. Man erfuhr, dass neben B\u00fcchern und Bildern auch Komponisten und deren Musik von den Nationalsozialisten mit dem Stigma der Entartung belegt worden waren. Tonk\u00fcnstler wie Kurt Weil, Friedrich Holl\u00e4nder und viele andere Komponisten waren betroffen. Violine und Klavier standen im eher heiteren zweiten Teil des Benefizabends, nahegehend und emotional gespielt vom \u201eDuo Topas\u201c \u2013 Boris Gurevich (Klavier) und Tonio Schibel \u2013 im Mittelpunkt. Sie gaben weltbekannten Melodie<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C16\"><\/a>31. Mai 2015: &#8222;Zion&#8220; von Niels W. Gade und &#8222;Lobgesang&#8220; von Felix Mendelssohn-Bartholdy<\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Musikalische Bibelgeschichte begeistert<br \/>\n2.6.2015\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der St\u00e4dtische Musikverein und der Grafschafter Konzertchor gaben ein bemerkenswertes Konzert im Willibrordi-Dom.<br \/>\nDer Mut, Neues zu wagen, in diesem Fall eine Sinfonie mit einer Kantate als Schluss-Satz einzustudieren, wurde von den H\u00f6rern mit stehendem Applaus belohnt. Sonntagabend im Willibrordi-Dom das Chor- und Orchesterkonzert des St\u00e4dtischen Musikvereins gemeinsam mit dem Grafschafter Konzertchor, begleitet vom Rheinischen Oratorienorchester unter der Gesamtleitung von Hans-G\u00fcnther Bothe. Das Programm: &#8222;Zion&#8220;, op. 49 von Niels W. Gade, ein 1874 komponiertes Werk f\u00fcr ein Musikfest, und &#8222;Lobgesang&#8220;, op. 52 , die Sinfonie Nr. 2 von Felix Mendelssohn. Gespannt waren die vielen H\u00f6rer in der gro\u00dfen Stadtkirche.<br \/>\nGades Werk, obgleich relativ kurz, basierte wie Mendelssohns &#8222;Lobgesang&#8220; auf biblischen Erz\u00e4hlungen, die in beiden F\u00e4llen in in poetische Prosa gegossen war. &#8222;H\u00f6re&#8220; rief es geradezu plastisch greifbar vom Orchester, bevor der Chor in Gades &#8222;Zion&#8220; mit seinem gesungenen Aufruf einsetzte: &#8222;H\u00f6re, mein Volk Israel, h\u00f6re des Herrn Wort!&#8220; Von Wundern aus uralten Tagen, von der Wanderung aus \u00c4gypten und der Gefangenschaft in Babylon berichtete der Chor. Ein wenig schwammen die ersten Zeilen &#8211; das Orchester, besonders die Bl\u00e4ser, etwas zu laut, der lange Nachhall unter den Kirchengew\u00f6lben noch nicht g\u00e4nzlich ins eigene Tun integriert. Aber dann lief alles. Dumpfe Instrumentalkl\u00e4nge illustrierten die Qual des gefangenen Volkes in Babylon. Heimkehr und Prophezeiung des neuen Jerusalem sang zum gro\u00dfen Teil die Sopran-Solistin Ilona Markarova. Spontan regten sich nach Gade applaudierende H\u00e4nde.<br \/>\n\u00c4u\u00dferlich mag Mendelssohns &#8222;Lobgesang&#8220; an Beethovens einsame Neunte erinnern &#8211; eine Sinfonia mit einer Kantate im vierten Satz. Nun, hier nach forderndem Bl\u00e4ser-Auftakt feine Streichermelodien, die sich bald zum Preisgesang steigern. Nach dem Adagio religioso strahlen Sopran und Frauenchor auf: &#8222;Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!&#8220; Deutlich und sinnvoll artikulierend r\u00fchmte der Tenor Patrick Henckens in Rezitativ und Arie &#8211; die Erl\u00f6sung aus der Gefangenschaft &#8211; bevor der Chor Gott daf\u00fcr dankte. Zwei Solo-Soprane (Agnes Lipka, sehr helle Stimme, und wieder Ilona Markarova, nach Mezzo tendierend), dann der Chor priesen ihrerseits des Herrn Walten. Aufr\u00fcttelnd des Tenors Frage : Ist die Nacht hin?&#8220; und die Bejahung des hellen Soprans und des Chors. Dieser erhebt nun sein ergreifendes A-cappella -Lied &#8222;Nun danket alle Gott&#8220;, klar und mit nuancierter Steigerung. Sopran und Tenor besingen Gottes Treue. In den hymnischen Schlusschor f\u00e4llt zuletzt auch die gro\u00dfe Orgel ein: &#8222;Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!&#8220; Besinnungspause der H\u00f6rer, dann springen schon die ersten zum stehenden Beifall auf. Bothe gibt den Dank an alle Mitwirkenden weiter, besonders an die unverzichtbare wachsame Konzertmeisterin.<br \/>\nHANNE BUSCHMANN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Beeindruckende Harmonie im Dom<br \/>\n2.6.2015\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach nur einer Probe \u00fcberzeugten drei Ch\u00f6re mit einer Deutschlandpremiere Der st\u00e4dtische Musikverein Wesel pr\u00e4sentierte am vergangenen Sonntag im Willibrordi-Dom ein Chor- und Orchesterkonzert, das es so in Deutschland vermutlich noch nie gegeben haben d\u00fcrfte. &#8222;Das Besondere ist die Verbindung zweier Komponisten, die Zeitgenossen waren und von denen der eine in Deutschland nahezu unbekannt ist&#8220; erkl\u00e4rt Renate Br\u00fctzel, Vorsitzende des Musikvereins. Noten neu gedruckt<br \/>\nDabei handelt es sich um den D\u00e4nen Niels W. Gade, von 1848 bis 1848 zweiter Kapellmeister neben Felix Mendelssohn-Bartholdy am Leipziger Gewandhaus. Damit die 160 Musiker vom Grafschafter Konzertchor, dem Chor des st\u00e4dtischen Musikvereins Wesel sowie des rheinischen Oratorienorchesters Gades 1874 entstandene Werk Zion op.49 auff\u00fchren konnten, musste der Verlag Breitkopf und H\u00e4rtel die Noten neu in Druck geben. Dass dieser Aufwand sich gelohnt hatte, wurde den rund 300 Konzertg\u00e4sten im Dom gleich zu Beginn deutlich. Unter dem Dirigat von Hans-G\u00fcnther Bothe, Musiklehrer am Konrad-Duden-Gymnasium, entwickelte sich die Geschichte vom Auszug des Volkes Israel aus \u00c4gypten zu einem Konzert-Erlebnis. Es war absolut beeindruckend, mit welcher Harmonie Streicher, Chor und Solisten nach nur einer gemeinsamen Probe agierten. Unterst\u00fctzt wurden sie von einer tollen Akustik, die selbst in den hintersten Reihen nichts von ihrer Kraft verlor. Das galt auch f\u00fcr das Solo der Mezzo-Sopranistin Ilona Markarova, die der Gade-Komposition mit ihrer kristallklaren Stimme zu einem H\u00f6hepunkt verhalf.<br \/>\nDas Publikum bedachte die Deutschlandpremiere mit einem begeisterten Applaus. Es folgte der thematisch wunderbar ins Bild passende Lobgesang op. 52 von Felix Mendelssohn. Neben Ilona Markarova \u00fcberzeugten die Solisten Agnes Lipka (Sopran) und Patrick Henckens (Tenor). Minutenlange Ovationen des Publikums zeugten am Ende von einem rundum gelungenen Konzert.<br \/>\nERWIN KOHL<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C15\"><\/a>2. November 2014: &#8222;Ein deutsches Requiem&#8220; von Johannes Brahms<br \/>\nTiefer, nachhaltiger Eindruck<br \/>\n4.11.2014\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Stimmen, ein gro\u00dfes Volumen, eine wunderbare Musik: Die Auff\u00fchrung des Deutschen Requiems im Dom beeindruckte nachhaltig. Der St\u00e4dtische Musikverein Wesel f\u00fchrte mit stimmlicher und instrumentaler Begleitung Brahms\u2019 Deutsches Requiem auf. Gro\u00dfer, ber\u00fchrender Klang im Dom.<br \/>\nPassend zu Allerheiligen lud der St\u00e4dtische Musikverein am Sonntag zu &#8222;Ein deutsches Requiem&#8220; von Johannes Brahms (1833 \u2013 1897) in den Willibrordi-Dom. Unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe konzertierten der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel, der Grafschafter Konzertchor und der M\u00e4nnerchor Vox Plena aus D\u00fcsseldorf-Kaiserswerth. Begleitet wurden sie vom Rheinischen Oratorienorchester. Dementsprechend stimmgewaltig f\u00fcllte der Klangk\u00f6rper den Dom. Gleich der erste Beitrag, &#8222;Selig sind, die da Leid tragen&#8220;, entf\u00fchrte in eine andere Welt. Zum tief t\u00f6nenden Orchesterklang setzte verhei\u00dfungsvoll-fl\u00fcsternd der Chor ein. An einen Totenmarsch erinnerte der zweite Satz: &#8222;Denn alles Fleisch, es ist wie Gras&#8220;. Oder aber wiegten sich die Trauernden in stillem Schmerz?<br \/>\nAb dem dritten Satz setzten Bass und Sopran den Konterpart zu Chor und Orchester. Hier r\u00fcckt Brahms den Menschen in den Mittelpunkt. Stefan Adam, kurzfristig eingesprungen f\u00fcr den erkrankten Bariton Patrick Ruyters, bew\u00e4ltigte seine Aufgabe gl\u00e4nzend. Agnes Lipka \u00fcberzeugte mit ihrer reinen Sopranstimme. Mit der Chorfuge &#8222;Herr, Du bist w\u00fcrdig&#8220; schwoll der Chor noch einmal zu machtvoller Gr\u00f6\u00dfe an, bevor er im Schlusssatz zur ruhigen Stimmung des Beginns zur\u00fcckkehrte. So rundete sich das Requiem zu einer lebendigen Einheit. Der Chor meisterte seinen Part mit Bravour. Zart und lieblich klangen die Stimmen, tr\u00f6stend wie ein Windhauch \u00fcber der Sommerwiese.<br \/>\n&#8222;Ein deutsches Requiem&#8220; ist keine klassische Totenmesse. In der Tat wollte Brahms mit seinem Werk Trost spenden, nicht nur dazu beitragen, die Toten zu betrauern, sondern den (\u00dcber-)Lebenden Beistand zu leisten. Sie f\u00fchle sich &#8222;gedrungen zu sagen, dass ich das St\u00fcck wundervoll finde &#8211; sowohl in der Stimmung, als der kunstvollen Ausf\u00fchrung&#8220;, lobte einst die von Brahms verehrte Clara Schumann. Die Besucherinnen und Besucher im ausverkauften Dom nahmen den angebotenen Trost gerne an. So intensiv waren Chor und Instrumentalmusik, so eindr\u00fccklich im Vortrag, dass nach dem letzten Ton sekundenlange Stille herrschte, bevor der verdiente Applaus aufbrandete.<br \/>\nJULIA KONARSKI<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Brahms&#8216; deutsches Requiem im Dom<br \/>\n4.11.2014\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein gewaltiger Emotionsausbruch der 120 S\u00e4nger und 50 Musiker bescherte so manchem Zuh\u00f6rer ein G\u00e4nsehautgef\u00fchl. Geballte Emotionen in sieben S\u00e4tzen bewegten die Zuh\u00f6rer bei der Auff\u00fchrung des Brahmschen Werkes &#8222;Ein deutsches Requiem&#8220; im Willibrordi-Dom. Der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins hatte zu dem gro\u00dfen Chor- und Orchesterkonzert eingeladen.<br \/>\nFast 120 S\u00e4nger und 50 Instrumentalmusiker wirkten an dem Ereignis mit. Der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe wurde dabei stimmgewaltig unterst\u00fctzt von dem Grafschafter Konzertchor aus Moers und dem M\u00e4nnerchor Vox Plena aus Kaiserswerth. Den instrumentalen Teil \u00fcbernahmen die Akteure des Rheinischen Oratorienorchesters. Als Solisten brillierten Stefan Adam (Bariton) und Agnes Lipka (Sopran).<br \/>\nZahlreiche Musikfreunde waren in den Willibrordi-Dom gekommen, um die Auff\u00fchrung mitzuerleben. Das &#8222;deutsche Requiem&#8220; von Johannes Brahms ist kein klassisches Oratorium mit liturgischen Texten, sondern greift auf ausgew\u00e4hlte Texte aus der Bibel zur\u00fcck, die den Trostgedanken in den Vordergrund stellen. Im ersten Satz kam die feierliche Trauerstimmung zur Geltung, die sich im zweiten Satz zu einem d\u00fcsteren Totentanz mit marschartigem Rhythmus wandelte. &#8222;Denn alles Fleisch, es ist wie Gras&#8220;, skandierte der Chor und brachte dabei das Endg\u00fcltige der Verg\u00e4nglichkeit zum Ausdruck. Das Baritonsolo im dritten Satz strahlte die Not und Seelenangst des Trauernden aus, doch dann klangen Hoffnung und Zuversicht an, die in den folgenden S\u00e4tzen an Gewicht gewannen.<br \/>\nDas gef\u00fchlvolle Sopransolo &#8222;Ihr habt nur Traurigkeit&#8220; spendete \u00fcberirdischen Trost. Im leidenschaftlichen sechsten Satz schlie\u00dflich brachte der m\u00e4chtige Chorgesang den Triumph \u00fcber den Tod zum Ausdruck. Der gewaltige Emotionsausbruch der S\u00e4nger und das Anschwellen der Orchestermusik d\u00fcrfte manchem Zuh\u00f6rer ein G\u00e4nsehautgef\u00fchl beschert haben. Im siebten Satz schloss sich der Kreis: In einem Zitat aus der Johannes-Offenbarung verschmolzen der Trost f\u00fcr die Trauernden und die Hoffnung auf Erl\u00f6sung f\u00fcr die Toten zu einer Einheit. Das intensive Stimmtraining der Chormitglieder hatte sich am Ende ausgezahlt. Auch die konditionelle Herausforderung meisterte der Chor scheinbar m\u00fchelos. Sekundenlang verharrte der Chorleiter regungslos auf seinem Podest, als der letzte Ton verklungen war. Dann brach tosender Applaus los. In diesem gl\u00fccklichen Augenblick war f\u00fcr die Akteure die harte Probenarbeit der letzten Wochen und Monate vergessen.<br \/>\nCORNELIA KRSAK<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C14\"><\/a>13.4.2014: &#8222;Stabat mater&#8220; von J. Rheinberger und &#8222;Requiem&#8220; von W.A. Mozart<br \/>\nErfahrene Musikverein-Choristen gestalten Glanzleistung<br \/>\n15.4.2014\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Stabat Mater&#8220; und Mozarts &#8222;Requiem&#8220; mit gro\u00dfem Orchester und hervorragenden Solisten im Willibrordi-Dom. Niemals wohl ist eine Komposition, die auf Bestellung und gegen Bezahlung &#8222;angefertigt&#8220; werden sollte, spontaner und unbewusst pers\u00f6nlicher geraten, als das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart. Das mit vielen Unterbrechungen entstandene und schlie\u00dflich durch den Tod des Komponisten unvollendet gebliebene Werk &#8222;Requiem&#8220; d-Moll KV 626 wurde zu Beginn der Karwoche vom St\u00e4dtischen Musikverein mit gro\u00dfem Orchester und hervorragenden Solisten musterg\u00fcltig aufgef\u00fchrt. Hans G\u00fcnther Bothe, der den renommierten Chor seit 2004 erfolgreich leitet, hatte dem Requiem das &#8222;Stabat Mater&#8220;, Opus 138 des Liechtensteiner Komponisten und Hofkapellmeisters Josef Gabriel Rheinberger vorangestellt. Er vertonte damit jenes Gedicht aus dem 13. Jahrhundert, das die Schmerzen Marias beim Anblick ihres gekreuzigten Sohnes beschreibt. Die Wahl dieses selten zu h\u00f6renden Werkes war sowohl ein Zeugnis von Stilsicherheit des Dirigenten, als gleichzeitig auch vom bewundernswerten Musiziergeist der 50 Konzert erfahrenen Choristen und dem Rheinischen Oratorienorchester, das im Requiem durch Hinzuf\u00fcgung von Bl\u00e4sern verst\u00e4rkt wurde.<br \/>\nAuch das Solistenquartett mit Theresa Nelles, Angela Froemer, Joachim Streckfuss und Sebastian Klein war hervorragend besetzt, die Stimmen bet\u00f6rten durch angenehm weich gerundeten Ton bei sorgf\u00e4ltiger Diktion. Bothe, der souver\u00e4n leitete, konzentrierte sich darauf, den S\u00e4ngern in der problematischen Domakustik mit einem Nachhall von f\u00fcnf Sekunden den Weg durch das in den schnellen Tempi komplizierte Ton- und Harmoniegeflecht zu ebnen. Weihevoller Ernst lag \u00fcber dem Chor &#8222;Requiem aeternam dona eis&#8220; (&#8222;Gib ihnen die ewige Ruhe&#8220;), dessen knapper Orchestereinleitung man Bachs Einfluss anmerkt, ergreifend das kurze Sopran-Solo &#8222;Te decet hymnus&#8220; (&#8222;Dir geb\u00fchrt ein Loblied&#8220;), eine alte Choralmelodie. Im &#8222;Kyrie&#8220; mit seinem unabl\u00e4ssigen W\u00fchlen und Flie\u00dfen so wie auch im &#8222;Dies Irae&#8220; zeigt sich der d\u00e4monische Mozart mit dem erschreckenden Schrillen des Chores, seinem heftigen Tonarten-Wechsel und den wilden Orchesterzwischenspielen. Die riesige Steigerung im &#8222;Rex tremendae majestatis&#8220; (&#8222;K\u00f6nig schrecklicher Gewalten&#8220;) l\u00f6st sich in der schlichten Bitte &#8222;Gnadenquell, lass Gnade walten&#8220;. Diesen Bittgedanken f\u00fchrte das Soloquartett im &#8222;Recordare, Jesu pie&#8220; in traumhaft schwebender Stimmf\u00fchrung weiter aus.<br \/>\nNach dem weihevollen k\u00fcnstlerischen H\u00f6hepunkt des &#8222;Lacrimosa&#8220; wirkten die n\u00e4chsten Abschnitte nicht mehr so \u00fcberzeugend wie das zuvor Geh\u00f6rte. Und so wertvoll die folgenden Teile, vor allem das Agnus dei, sein m\u00f6gen, sie sind Bearbeitungen vom 25 Jahre alten Sch\u00fcler Mozarts, Franz Xaver S\u00fc\u00dfmayr. Er selbst sprach sp\u00e4ter davon, dass seine Arbeit dieses Mannes (Mozart) unw\u00fcrdig sei. Die vielen Zuh\u00f6rer bedanken sich mit langem, stehend gespendetem Beifall f\u00fcr diese Glanzleistung.<br \/>\nWOLFGANG HOPPE<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Mit viel Leidenschaft<br \/>\n15.4.2014\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins und das Rheinische Oratorienorchester begeisterten bei einem gemeinsamen Konzert im Willibrordi-Dom<br \/>\nRund 300 Besucher wurden am Sonntagabend Zeugen eines imposanten Musikereignisses im Willibrordi-Dom. Dort pr\u00e4sentierte der St\u00e4dtische Musikverein Wesel ein Chor- und Orchesterkonzert, das mit viel Leidenschaft, Ausdrucksst\u00e4rke und einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Stimmgewalt dargeboten wurde. Auf dem Programm standen das &#8222;Stabat Mater&#8220;, Opus 138 von Josef Gabriel Rheinberger sowie das Requiem in d-Moll, K\u00f6chelverzeichnis 626 von Wolfgang Amadeus Mozart in der Bearbeitung von Franz Beyer. Pr\u00e4zision und tolle Akustik<br \/>\nKaum war das L\u00e4uten der Kirchenglocke um 18 Uhr verklungen, da gab Dirigent und Gesamtleiter Hans-G\u00fcnther Bothe das Startsignal. Und gleich die 55 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger des Chores Pr\u00e4zision. Die Mitglieder des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel setzten nach und nach ein &#8211; zuerst die M\u00e4nner, kurze Zeit sp\u00e4ter dann auch die Frauen. Getragen von einer tollen Akustik, die \u00fcberall im Dom gleicherma\u00dfen wirkte, entwickelte sich eine beeindruckende Klangf\u00fclle, an der auch das Rheinische Oratorienorchester ma\u00dfgeblich beteiligt war. Die Vertonung des aus dem 13. Jahrhundert stammenden Gedichtes &#8222;Stabat mater dolorosa&#8220; entstand als Erf\u00fcllung eines Gel\u00fcbdes, das der schwer erkrankte Josef Gabriel Rheinberger leistete. Besungen wird voller Mitgef\u00fchl das gro\u00dfe Leid der Mutter Jesu, die unter dem Kreuz ihres Sohnes steht, w\u00e4hrend dieser seinen irdischen Tod erwartet. Ausdrucksstarke Solisten<br \/>\nBei Mozarts Abschiedskomposition wurde die beeindruckende Stimmgewalt schlie\u00dflich noch durch vier Solisten bereichert: Theresa Nelles (Sopran), Angela Froemer (Alt), Joachim Streckfuss (Tenor) und Sebastian Klein (Bass) brillierten mit hervorragendem Ausdruck. Passend zum Orchester sangen sie mal zur\u00fcckhaltend und einf\u00fchlsam, mal kr\u00e4ftig und dramatisch \u2013 aber stets mit unb\u00e4ndiger Leidenschaft. Um das rund 80-min\u00fctige Klangerlebnis nicht zu unterbrechen oder gar zu st\u00f6ren, wartete das Publikum mit seinem Applaus bis ganz zum Schluss. Mit mehrmin\u00fctigen Ovationen bedankte es sich dann f\u00fcr einen rundum beeindruckenden Konzertabend. Und es freut sich bereits auf einen weiteren am 2. November: Der St\u00e4dtische Musikverein Wesel pr\u00e4sentiert dann &#8222;Ein deutsches Requiem&#8220; von Johannes Brahms.<br \/>\nMICHAEL EGER<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C13\"><\/a>10.11.2013: &#8222;K\u00f6nig Salomo&#8220; im Willibrordi-Dom<br \/>\nMusikverein: k\u00f6nigliches Klangvergn\u00fcgen<br \/>\n12.11.2013\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die dreist\u00fcndige des Werks &#8222;K\u00f6nig Salomo\u201c Auff\u00fchrung \u00fcberzeugte mit bis zum Schlusspunkt gehaltener Dramatik.<br \/>\nNoch lie\u00df die dezente Einleitung des Chores, die das f\u00fcnfteilige Werk &#8222;K\u00f6nig Salomo\u201c von L. S. Meinardus anstelle einer gro\u00dfen Orchesterouvert\u00fcre er\u00f6ffnete, nichts ahnen von der nachfolgenden Pracht und Klanggewalt. Das Werk wurde 1865 uraufgef\u00fchrt, bis zur jetzigen Pr\u00e4sentation in Moers und Wesel dann aber nicht mehr. Der mit Spannung erwartete Abend mit St\u00e4dtischem Musikverein, Grafschafter Konzertchor, Rheinischem Oratorienorchester und Solisten bildete einen von allen Aktiven getragenen H\u00f6hepunkt im Konzertgeschehen der Stadt Wesel. Die Einstudierung von Hans-G\u00fcnther Bothe stellt die NRW- Premiere dar. Das Orchester folgte der Orchestrierung der ungew\u00f6hnlichen und mitrei\u00dfenden Meinardus-Melodien von Norbert Klose (2010), in der besonders die Blechabteilung und Schlagwerk eine archaische, tonmalerische Besonderheit darstellt. Aufgrund seiner spannenden, bis zum Schlusspunkt gehaltenen Dramatik sorgte das Werk daf\u00fcr, dass die dreist\u00fcndige Auff\u00fchrung packend und unvergesslich wurde.<br \/>\nAgnes Lipka als Salomons Geliebte Sulamith kr\u00f6nte gewisserma\u00dfen das Geschehen. Die junge S\u00e4ngerin, die erst vor zwei Jahren ihr Deb\u00fct gab, besitzt neben einem perfekten Legato einen in der Tiefe zwar eher leisen, in der H\u00f6he jedoch traumsch\u00f6nen, leuchtenden Sopran, der die Rolle einer orientalischen, verf\u00fchrerischen Sch\u00f6nheit bestens ausf\u00fcllt. Der gottesf\u00fcrchtige Salomon, verzehrt von Leidenschaft und Bewunderung, l\u00e4sst sich von ihr zum Molochglauben verf\u00fchren. Ihrer beider Duett stellt einen Gipfel an hochromantischer Schw\u00e4rmerei dar(&#8222;Blume von Saron, Zeder vom Libanon, Rose im Tale..\u201c). In seiner bombastischen Pracht erinnerte das Werk an den Elias von Mendelssohn Bartholdy. Der bestens angeleitete Chor \u00fcberzeugte in den sehr sch\u00f6n komponierten, dem\u00fctigen Bittgebeten wie auch in den Schilderungen g\u00f6ttlicher Herrlichkeit wie dem abschlie\u00dfenden Loblied. Den Mammutanteil als K\u00f6nig Salomo im Spannungsfeld des Glaubens zwischen Moloch und Gott \u00fcbernahm Matthias Koziorowskis metallisch heller, kraftvoller Tenor. Konzertmeisterin Gabi Ziebell unterstrich mit einem exzellenten, w\u00e4rmenden Violinsolo den vers\u00f6hnlichen Charakter bei der Wandlung des Salomo &#8222;Heiliger und gerechter Gott, ich sch\u00e4me mich!\u201c. Thomas Peter (Bariton) verk\u00f6rperte den ruhigen Charakter des Nathan, dessen Schlussrezitativ den Erl\u00f6sungsgedanken des NTs in sich tr\u00e4gt. Verena Englisch (Mezzo) widmete sich der hasserf\u00fcllten Anklage der Zeruja, deren Neugeborenes dem Moloch geopfert wird. Fast auf den Tag genau vor 100 Jahren hatte der Musikverein sein erstes Konzert gesungen: Judas Makkab\u00e4us, 9. November 1913.<br \/>\nMARTHA AGETHEN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Herausforderung mit Pr\u00e4zision gemeistert<br \/>\n12.11.2013\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lang anhaltender Beifall f\u00fcr die Wiederauff\u00fchrung von &#8222;K\u00f6nig Salomo&#8220; im Willibrordi-Dom. Zufriedene Zuh\u00f6rer beim Chor- und Orchesterkonzert des St\u00e4dtischen Musikvereins Die Wiederauff\u00fchrung von &#8222;K\u00f6nig Salomo&#8220;, komponiert von Siegfried Meinardus vor \u00fcber 130 Jahren, stand am Sonntagabend auf dem Programm des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel. Im Willibrordi-Dom musizierten unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe das Rheinische Oratorienorchester, der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel und der Grafschafter Konzertchor zusammen mit den vier Solistinnen und Solisten. Die gro\u00df angek\u00fcndigte NRW-Erstauff\u00fchrung der Vorlage hatte den Dom fast bis auf den letzten Platz gef\u00fcllt. Anders als gewohnt begann dieses Oratorium nicht mit einer Orchester-Ouvert\u00fcre. Nach kurzen Posaunenfanfaren setzte gleich der Chor ein, dessen Texte den Psalmen entnommen worden war. Der Chor verk\u00f6rperte das Volk, welches sich musikalisch empor schwang, um seinem Herrn zu loben. Im Wechsel dazu die Solopartien: Nathan, gesungen von Bariton Thomas Peter, rezitierte mit weicher, sonorer Stimme die weiteren Psalmentexte als Rezitationsgesang. Diese wiederkehrenden Elemente wirkten in der Komposition eher verhalten, den Schwerpunkt weniger auf die musikalische als auf die textliche Aussage legend. Bei den weiteren Solos\u00e4ngern und \u2013s\u00e4ngerinnen war der Tenor Matthias Koziorowski hervorzuheben. Er modulierte seine kraftvolle Stimme sehr fein und setzte sich auch gegen die Klangf\u00fclle des Orchesters m\u00fchelos durch.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C12\"><\/a>19. April 2013: Konzert im Lutherhaus<br \/>\nErinnerungen an das Lied von der Glocke<br \/>\n23.4.2013\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Musikverein und Oratorienorchester \u00fcberzeugten<br \/>\nErwartungsvolle Gesichter rundherum, stimmungsvolle Atmosph\u00e4re im Luthersaal, in dem sich gut 200 Besucher eingefunden hatten. Auf dem Programm: Die Vertonung von Friedrich Schillers Gedicht &#8222;Das Lied von der Glocke&#8220;. Das Rheinische Oratorienorchester, Gesangssolisten und der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe waren die Ausf\u00fchrenden. Manch einer der \u00fcberwiegend \u00e4lteren Besucher wird sich an die Schulzeit erinnert haben, als &#8222;Das Lied von der Glocke&#8220; noch zum festen Bestandteil des Unterrichts geh\u00f6rte.<br \/>\nDie Zeiten haben sich ge\u00e4ndert, aber Zitate daraus wie &#8222;Wehe, wenn sie losgelassen&#8220;, &#8222;Wo rohe Kr\u00e4fte sinnlos walten&#8220; oder &#8222;Drum pr\u00fcfe, wer sich ewig bindet&#8220; werden heute bei passenden Gelegenheiten gerne verwendet. Andreas Romberg, hat um 1809 die Vorlage von Schiller vertont. Komponiert im klassischen Stil, enth\u00e4lt das Werk bereits deutliche Ankl\u00e4nge an die Romantik. Dem Bass-Solisten f\u00e4llt dabei die Rolle des Meisters zu, der die Hauptperson des Ereignisses ist. Christian Palm schaffte es, diese wichtige Klammer im St\u00fcck sowohl mit notwendiger Kraft in den Tiefen als auch feinf\u00fchliger Attit\u00fcde in den leiseren Passagen zum Vortrag zu bringen. Das stets wiederkehrende Leitmotiv erinnerte in seiner volkst\u00fcmlichen Art angenehm an Mozarts &#8222;Zauberfl\u00f6te&#8220;. Die Vorlage bot auch dem Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Gelegenheit, sein gesamtes Klangspektrum eindrucksvoll zu demonstrieren. Herausragend, von ungeheurer Pr\u00e4senz und Klarheit gerade in den Sopranbereichen getragen, waren die Stellen, an denen Dramatisches berichtet wurde: eine Feuersbrunst etwa, bei der Fenster klirren, Kinder jammern, Tiere wimmern.<br \/>\nEin gro\u00dfes Lob auch an den Dirigenten Hans-G\u00fcnther Bothe und das Rheinische Oratorienorchester. Dieses konnte seine besondere Qualit\u00e4t bereits im ersten Teil unter Beweis stellen, bei der Sinfonie Nr.104 von Joseph Haydn. &#8222;Na, wie hei\u00dft denn nun die Glocke?&#8220;, fragte die nette, \u00e4ltere Dame an der Garderobe nach dem Konzert. Zufrieden vernahm sie die richtige Antwort: &#8222;Concordia&#8220;. Und weiter: &#8222;Haben wir damals in der Schule gelernt, wenigstens ein paar Strophen.&#8220;<br \/>\nJ. RADOJEWSKI<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">&#8222;Die Glocke&#8220;: Konzert im Lutherhaus<br \/>\n22.4.2013\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon 2005 nahm der St\u00e4dtische Musikverein die Vertonung von Schillers &#8222;Lied von der Glocke&#8220; ins Programm. Diesmal gab es mit dem Rheinischen Oratorienorchester eine Neuauflage im Lutherhaus auf besonderen Wunsch der S\u00e4nger &#8211; quasi das Dessert zum gro\u00dfen Programm des Jubil\u00e4umsjahres 2012. Vorweg erklang Haydns Sinfonie Nr. 104 &#8211; eine seiner Londoner Sinfonien und gleichzeitig die letzte. Ein echter Leckerbissen f\u00fcr Haydn-Fans.<br \/>\nMit vielen ungew\u00f6hnlichen Akzenten und Abweichungen zur g\u00e4ngigen Betonung wirkte das Orchesterwerk reizvoll gegen den Strich geb\u00fcrstet. Nach pomp\u00f6sem Auftakt w\u00e4hlte Dirigent Hans- G\u00fcnter Bothe f\u00fcr den ersten Adagio-Satz ein sehr langsames, zwingendes, mit aller Konzentration von den Musikern gehaltenes Tempo. Fast im Beethovenschen Sinne schicksalhaft! Bald ging das St\u00fcck ins Allegro \u00fcber mit frischer Sanglichkeit, Schwung und Brillanz, die f\u00fcr den hohen Beliebtheitsgrad der Sinfonie stehen. Sehr gef\u00e4llig wirkte das weiche Streichertrio zu Beginn des nachfolgenden Andante, wunderbar wuchsen auf diesem Polster die Fl\u00f6ten- und Oboenstimmen ineinander, sanft meldete sich die Stimme des Horns, bevor der Satz pianissimo verklang.<br \/>\nMit volkst\u00fcmlichem Schwung begann das Menuett mit seinen h\u00fcbschen Echowirkungen, das trotz der vielen &#8222;Luftl\u00f6cher&#8220; doch niemals an Linie verlor und von der Grundstimmung eher ein stimmungsvolles Scherzo war. Nach dem neckischen Einstieg ins Spirituoso zogen im Orchesterwald vor der B\u00fchne auch einmal die Fagotte mit ihren flotten L\u00e4ufen die Aufmerksamkeit auf sich. Im temperamentvollen, fr\u00f6hlich purzelnden Finale entfaltete sich Haydns ganzer kompositorischer Humor.<br \/>\nDerart vorbereitet schritten die Choristen nach der Pause dicht gedr\u00e4ngt auf der B\u00fchne mit Rombergs &#8222;Das Lied von der Glocke&#8220; zur Tat. Durchaus passend! Romberg sagt man eine gewisse N\u00e4he zu Haydn nach. Mit sichtbar bejahender Lebensfreude, klarer Artikulation und Notensicherheit f\u00fchrten sie das Publikum durch die volkst\u00fcmlichen Verse, die in der Bl\u00fctezeit des B\u00fcrgertums entstanden. &#8222;Fest gemauert in der Erden&#8230;&#8220; intonierte Christian Palm, ein Bass mit sch\u00f6nem Timbre, den bekannten ersten Vers. Schiller versieht den handwerklichen Ablauf parallel mit Vergleichen zum menschlichen Leben und der Liebe. Gelegentliche, gewaltige Energiesch\u00fcbe in Chor und Orchester verliehen dem Werk die rechte, rustikale Ausstrahlung. Das Publikum entdeckte f\u00fcr sich die gefl\u00fcgelten Worte neu wie &#8222;zarte Sehnsucht, s\u00fc\u00dfes Hoffen&#8220;, &#8222;Da werden Weiber zu Hy\u00e4nen&#8220; oder &#8222;Wehe, wenn sie losgelassen&#8220;. Tenor Markus Heinrich erwies sich als spritziger Tenor. Der helle, gel\u00f6ste Sopran von Anna Maria Kaftan malte in buntesten Farben, besonders die sch\u00f6ne Feierabendszene in der Natur. Der Luthersaal erwies sich erneut als gro\u00dfartiges Klangforum.<br \/>\nMARTHA AGETHEN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">31. Dezember 2012: Silvesterkonzert im Xantener Dom<br \/>\nSilvesterkonzert im Dom begeistert<br \/>\n2.1.2013\/ RP-Lokalausgabe\/ Xanten<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Musikalisches Gro\u00dfereignis unter der Leitung von Hans-G\u00fcnter Bothe mit eing\u00e4ngiger Wirkung.<br \/>\nEin grandioses musikalisches Feuerwerk entfachte Kirchenmusiker Hans- G\u00fcnther Bothe als musikalischer Leiter des Grafschafter Konzertchores und des Chors des St\u00e4dtischen Musikervereins Wesel sowie des Rheinischen Oratorienorchesters beim Silvesterkonzert im St.-Viktor-Dom. F\u00fcr die Ch\u00f6re bedeutete dieser Auftritt eine Premiere, denn sie sangen erstmals im Dom und konnten damit der traditionell gro\u00dfen Zuh\u00f6rerschaft ein Programm pr\u00e4sentieren, dessen Vorbereitung im Sommer in der Toscana begann.<br \/>\nDort, in der N\u00e4he von Lucca, der Heimat Giacomo Puccinis, bereiteten sich fast 100 S\u00e4nger auf dieses Gro\u00dfereignis vor, das nun einen bejubelten Abschluss fand. Das Konzert begann mit der Ouvert\u00fcre A-Dur, geschrieben vom 17-j\u00e4hrigen Georges Bizet, mit dem das aus ehemaligen Mitgliedern des Robert-Schumann-Ochesters D\u00fcssseldorf erwachsene Ensemble sogleich seine Qualit\u00e4t unter Beweis stellte. Anschlie\u00dfend erklang die &#8222;Messa di Gloria&#8220; von Puccini. Es ist ein Jugendwerk des 20- J\u00e4hrigen, das das Ende seiner Lehrzeit markiert und dabei doch schon den sp\u00e4teren Opernkomponisten verr\u00e4t. Das wirkungsvolle Werk ist gepr\u00e4gt von monumentalen Kl\u00e4ngen, die sehr an Vorbilder des jungen Komponisten wie Rossini, Verdi und sogar Berlioz erinnern. Gelegentlich erschallen &#8222;Aida-Fanfaren&#8220;, &#8222;Wilhelm-Tell&#8220;-Rhythmen, oder auch &#8222;Te Deum&#8220;-Gewalten &#8211; so wie sie bis heute im Pariser Invaliden-Dom oder in &#8222;Notre Dame&#8220;, den St\u00e4tten franz\u00f6sisch-musikalischer Gro\u00dftaten, zu erleben sind. Die weltliche Messe ist weit entfernt von Bach oder H\u00e4ndel, die eing\u00e4ngige Wirkung jedoch wird ihr niemand absprechen, zumal wenn sie derart ausgewogen und ausgefeilt musiziert wird wie bei diesem Festkonzert.<br \/>\n\u00fcbrigens wurde das von Puccini &#8222;Messa a quattro voci con orchestra&#8220; \u00fcberschriebene Werk nach einer hoch gelobten Urauff\u00fchrung im Juli 1880 bis in die heutige Zeit hinein nie wieder gespielt. Ob der Komponist sein Jugendwerk &#8222;verstecken&#8220; wollte oder ob es wegen der Ablehnung seitens der Kirche zur\u00fcckgezogen wurde, ist nicht bekannt. Erst 1950 kam es wieder ans Licht und wurde unter der heutigen Bezeichnung ver\u00f6ffentlicht und inzwischen vielfach aufgef\u00fchrt.<br \/>\nAuch bei dem zweiten St\u00fcck des Abends handelt es sich um ein Fr\u00fchwerk &#8211; des vor allem durch seine Oper &#8222;Carmen&#8220; ber\u00fchmten Georges Bizet. Er komponierte sein &#8222;Te Deum&#8220;, eine Vertonung des Ambrosianischen Lobgesangs f\u00fcr Soli, Chor und Orchester, im Jahre 1858 im Alter von knapp 20 Jahren w\u00e4hrend eines Rom-Aufenthaltes als Stipendiat. Das &#8222;Te Deum&#8220; ist neben seinem &#8222;Ave Maria&#8220; das einzige geistliche Werk Bizets. Es ist von ebenso pomp\u00f6ser Wucht und Leidenschaft beherrscht, wie auch die &#8222;Gloria-Messe&#8220; Puccinis. Auch aus dieser Sicht heraus erschien die Verbindung der beiden Werke innerhalb eines Konzertes ideal.<br \/>\nMit Ewa Stoschek (Sopran), Thomas Peter (Bass) und Wolfram Wittekind (Tenor) hatte sich Dirigent Hans-G\u00fcnther Bothe dreier erfahrener Gesangssolisten versichert, die mit ihren hervorragenden Stimmen ein weiteres Plus des Gesamteindrucks waren. Minutenlanger Beifall am Schluss. \u00fcber 100 S\u00e4nger und Instrumentalisten bescherten den G\u00e4sten im Xantener Dom ein wundersch\u00f6nes Klangerlebnis.<br \/>\nWOLFGANG HOPPE<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Sch\u00f6n und mitrei\u00dfend<br \/>\n2.1.2013\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Xanten<br \/>\nSilvester-Konzert &#8222;Messa di Gloria&#8220; im Dom begeisterte die Zuh\u00f6rer<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Musikalische Meisterleistung im Xantener Dom.<br \/>\nDie Messe &#8222;Messa di Gloria&#8220; galt als zu weltlich, abgelehnt schlummerte sie Jahrhunderten im Verborgenen. Erst in der 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlangte sie Ruhm und Ehre durch einen amerikanischen Priester. In diesem Jahr durften die Besucher des Silvester-Konzertes im Hohen Dom St. Viktor in Xanten die &#8222;Messa di Gloria&#8220; genie\u00dfen. 150 Akteure pr\u00e4sentierten das Werk von Giacomo Puccini, das einen stimmungsvollen Vorklang auf das bevorstehende Silvester-Feuerwerk geben sollte. Die Kapazit\u00e4ten der Basilika waren bis auf den letzten Platz ausgesch\u00f6pft. Mit einer logistischen Meisterleistung wurde das Konzert erneut in Gemeinschaftsarbeit der Stadt Xanten, und der Tourist-Information-Xanten organisiert. &#8222;Hausherr&#8220; Propst Klaus Wittke begr\u00fc\u00dfte die Besucher die spannungsgeladen auf den besonderen &#8222;Puccini&#8220; warteten.<br \/>\nEingeleitet wurde das Konzert mit der Ouvert\u00fcre A-Dur von Georges Bizet. Stimmungsvoll setzte sich das Orchester unter der Leitung von Konzertleiter Hans-G\u00fcnther Bothe in Szene. Mit Schwerpunkten auf die Streicher gelegt, die der Ouvert\u00fcre einen besonders schmelzigen Charakter geben, ergab sich f\u00fcr das Publikum eine besonders attraktive Einstimmung. Nach einem gro\u00dfen Applaus mussten die klatschenden H\u00e4nde jedoch verstummen. Denn w\u00e4hrend der &#8222;Messa di Gloria&#8220; sollte das Publikum aus gegebenem Anlass und nach Ansage, keinen Zwischenapplaus geben. Wenngleich dies auch sehr schwer werden sollte und die Begeisterung der Besucher sich kaum zur\u00fcck halten lie\u00df. Zu sch\u00f6n und mitrei\u00dfend waren die Passagen der Messe, die in klassische Messteilen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Benedictus sowie Agnus Dei aufgeteilt, einen hinrei\u00dfenden Charakter aufwies. Brillante Stimme<br \/>\nDer Chor leitete mit dem Kyrie den Messauftakt ein &#8222;Kyrie eleison \u2013 Herr, erbarme dich.&#8220; Beim Gloria Unterstrich der Tenor einige Passagen mit seiner brillanten Stimmaussage und der Chor gab als Hintergrundfarbe einen wunderbaren Klangrahmen, die Aussage noch einmal zu best\u00e4tigen: &#8222;Gloria in excelsis deo &#8211; Ehre sei Gott in der H\u00f6he und auf Erden Friede den Menschen&#8220;. F\u00fcr einen Silvesterabend h\u00e4tte es keinen besseren Wunsch geben k\u00f6nnen. Im Glaubensbekenntnis, dem Credo, setzten die Solisten besondere Zeichen. Strahlkraft erreichte das durch den Tenor ausgef\u00fchrte &#8222;Et incarnatus est&#8220; \u2013 die Fleischwerdung Christi durch die Jungfrau Maria. Den Tod durch Kreuzigung unter Pontius Pilatus &#8211; &#8222;Cruzifixus etiam pro nobis&#8220; unterstrich die Stimmgewalt des Bass. F\u00fcr das Lob Gottes und den Wunsch nach Frieden setzten Chor und Orchester, das punktgenau durchs Konzert begleitete, in den weiteren Messteilen Zeichen. Abschluss fand des Konzert mit dem f\u00fcnfteiligen Lobgesang &#8222;Te Deum&#8220;, ebenfalls von Bizet. In dem die Sopranistin mit Klarheit ihrer Stimme brillierte. &#8222;Voll sind Himmel und Erde&#8220;<br \/>\nDer Schlusssatz &#8222;Voll sind Himmel und Erde von deiner hohen Herrlichkeit&#8220; erhielt durch den Einsatz der Orgel einen pr\u00e4chtigen Akzent. Ein sichtlich begeistertes Publikum konnte nach nicht enden wollendem Applaus in die Silvesternacht entlassen werden. Mitwirkende: Ewa Stoschek (Sopran), Thomas Peter (Bass), Wolfram Wittekind (Tenor), Rheinische Oratorienorchester, Moerser Blechbl\u00e4ser, Grafschafter-Konzertchor, Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel.<br \/>\nHeike Tobies<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C11\"><\/a>21. Oktober 2012: Jubil\u00e4umskonzert zu unserem 100j\u00e4hrigen Bestehen<br \/>\nOuverture A-Dur von G. Bizet, Messa di Gloria von G. Puccini und Te Deum von G. Bizet<br \/>\nBravo-Rufe im Dom<br \/>\n23.10.2012\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Als die Sonne durch das Domfenster schien, kam ein Gef\u00fchl von Italien auf,&#8220; empfand Maria Westerheider vom Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins bei der Generalprobe am sp\u00e4ten Sonntagnachmittag. Das nahm sie mit in die abendliche Auff\u00fchrung, ins Jubil\u00e4umskonzert zum 100. Geburtstag des St\u00e4dtischen Musikvereins im voll besetzten Willibrordi-Dom. Minutenlanger Applaus, Bravo-Rufe und Blumenstr\u00e4u\u00dfe f\u00fcr die Solisten waren verdienter Dank f\u00fcr ein besonderes Musikerlebnis.<br \/>\nDie Erinnerung an Italien hatte ihren Grund: Im Sommer hatten sich die \u00fcber 100 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger der beiden mitwirkenden Ch\u00f6re &#8211; au\u00dfer dem des Musikvereins der Grafschafter Konzertchor &#8211; auf eine Zeitreise in das Italien Puccinis begeben, um dessen &#8222;Messa di Gloria&#8220; einzustudieren. Diese verbindende, gemeinsame Aktion merkte man den beiden Ch\u00f6ren durchgehend an. S\u00e4mtliche koloristischen Feinheiten der romantischen Kompositionen, sei es bei den vollmundigen oder bei den leiseren und technisch schwierigeren Passagen, bew\u00e4ltigten sie \u00e4u\u00dferst pr\u00e4gnant. Au\u00dferdem auf dem Programm: die Ouvert\u00fcre A-Dur und das Te Deum von Bizet. Unter dem Dirigat von Hans-G\u00fcnther Bothe wirkte der gemeinsame Chor auch in den bisweilen etwas langatmigen Passagen der Vorlagen stets hellwach. Begleitet wurde er von gut 50 Mitgliedern des Rheinischen Oratorienorchesters. Dessen Konzertmeisterin Gabi Ziebell wies auf die wiederholte gute Kooperation mit dem Weseler Musikverein hin. &#8222;Leider konnten wir aus finanziellen N\u00f6ten heraus nur eine gemeinsame Probe arrangieren&#8220;, sagte sie. Aber auch das Orchester f\u00fcgte sich nahtlos in die musikalische Klammer ein.<br \/>\nDie in der Romantik so beliebten gef\u00fchlvollen Ausbr\u00fcche, in denen alle zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel ausgesch\u00f6pft werden, vermittelten, akzentuiert vorgetragen, einen \u00fcberw\u00e4ltigenden Eindruck. Die Solisten wurden dem hohen Standard gerecht. Bass Thomas Peter modellierte weiche Melodienl\u00e4ufe und vermochte T\u00f6ne zu erzeugen, die an tiefste Seen erinnerten. Sopranistin Ewa Stoscheck setzte dem ganz klare, in den H\u00f6hen wundersch\u00f6n zarte, einf\u00fchlsame Momente entgegen. Das Duett der beiden beim Agnus Deum z\u00e4hlte zu den musikalischen H\u00f6hepunkten. Tenor Raphael Pau\u00df, der kurzfristig eingesprungen war, artikulierte klangvoll und plastisch gekonnt.<br \/>\n&#8222;Ein fantastisches Konzert. Die Ch\u00f6re haben wunderbar harmoniert&#8220;, fand der Hamminkelner Chorleiter Gerd Heinz Stevens als Zuh\u00f6rer. &#8222;Wer 100 Jahre das kulturelle Leben der Stadt Wesel mittr\u00e4gt und mitpr\u00e4gt, der hat Dank und Anerkennung verdient&#8220;, sagte B\u00fcrgermeisterin Ulrike Westkamp. Und Elmar Bergmann, Landesvorsitzender des Verbandes Deutscher Konzertch\u00f6re meinte: &#8222;Wenn man zu einem Hundertj\u00e4hrigen zum Geburtstag kommt, erwartet man in der Regel etwas, was langsam zu Ende geht. Bei Ihnen ist das Gegenteil der Fall. Sie stehen mitten im bl\u00fchenden Leben.&#8220;<br \/>\nJ\u00dcRGEN RADOJEWSKI<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Musikverein feiert sich im Dom<br \/>\n23.10.2012\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Chor- und Orchesterkonzert zum 100-j\u00e4hrigen Bestehen des St\u00e4dtischen Musikvereins im Willibrordi-Dom war ein Erfolg. Dirigent Hans-G\u00fcnther Bothe zeigte sich der Verantwortung bewusst. Seine S\u00e4nger und Solisten \u00fcberragten.<br \/>\nEin festliches Ereignis f\u00fcr Wesel und gleichzeitig ein mit gro\u00dfer Akzeptanz bedachtes Novum war das Chor- und Orchesterkonzert, das die diesj\u00e4hrigen Jubil\u00e4umsfeierlichkeiten des St\u00e4dtischen Musikvereins beschloss. Dirigent Hans-G\u00fcnther Bothe zeigte sich jeden Moment der gro\u00dfen Verantwortung bewusst, die mit einem Konzert zum 100-j\u00e4hrigen Bestehen einhergeht. Man darf ihm gratulieren, f\u00fcr dieses musikalische Geburtstagsfest mitrei\u00dfende franz\u00f6sische und italienische Musik der Romantik, deren Marschrichtung trotz geistlichen Gehalts an die gro\u00dfen Opern erinnert, gew\u00e4hlt zu haben.<br \/>\nSolche Prachtentfaltung wurde erst m\u00f6glich durch das gute Fundament, das in langen Jahren gelegt wurde, zuletzt bei zehn Tagen intensiven \u00fcbens in der Toskana. Sichere Intervalle, ausgezeichnete Chromatik, gr\u00fcndlich einstudierte Synkopen waren \u00fcberdies zu bemerken. Ber\u00fchrende introvertierte Szenen und gro\u00dfe aufrauschende Emotionen ohne allzu viel Pomp bewirkten, dass Chor und Rheinisches Oratorienorchester in den weit ausgreifenden Partien des &#8222;Gloria&#8220; von Puccini, besonders aber im erst 1970 wiederentdeckten &#8222;Te Deum&#8220; von Bizet, die eigene Begeisterung an der Musik aufs Publikum im voll besetzten Dom zu \u00fcbertragen vermochten. Jubelnde, stehende Ovationen lie\u00dfen nicht lange auf sich warten.<br \/>\nMit einem Jugendwerk Bizets, der Ouvert\u00fcre A-Dur von 1855, lie\u00df Bothe dem befreundeten Orchester den Vortritt. Die zahlreichen Modulationen dieser wunderbaren, ergreifenden Musik wurden mit der gebotenen franz\u00f6sischen Leichtigkeit variiert, wirkten trotzdem nicht wie eine kunstvolle Larve: Bewegend warm und weich begann das St\u00fcck und trumpfte sp\u00e4ter durch dynamische Brillanz. Nach einem etwas zu verhaltenen Choreinstieg lief dann die &#8222;Messa di gloria&#8220; (1880) von Puccini zur Hochform auf. Besonders die M\u00e4nnerstimmen sorgten im &#8222;Christe eleison&#8220; f\u00fcr Drive, so dass alsbald ein frischer Sturm durch die Stimmen fegte und sich im &#8222;Gloria&#8220; wogend und brausend zu einem einzigen Ruf der Freude steigerte. Sch\u00f6nsten Belcanto bot das &#8222;Qui tollis&#8220;. Das Credo geriet auf dem Grund der klangvollen Tiefe zum machtvollen Glaubensbekenntnis. Unisono zollten die S\u00e4nger im &#8222;Sanctus&#8220; einm\u00fctig Ehrerbietung.<br \/>\nAls Solist spielte neben dem bew\u00e4hrten Bassisten Thomas Peter der Tenor Raphael Pau\u00df eine bemerkenswerte Rolle. Er sprang buchst\u00e4blich in letzter Minute ein und wusste in den rein solistischen Beitr\u00e4gen quasi &#8222;vom Blatt&#8220; mit seiner angenehmen, resonanzreichen Stimme und klaren Diktion des lateinischen Textes zu beeindrucken. Die gute Portion Empathie geh\u00f6rte unbedingt dazu, ebenso das ausgezeichnete romantische Timbre. Im &#8222;Te Deum&#8220; von Bizet gelang ihm ein wahrer Kraftakt. Beim Bizet zeichnete sich auch die Polin Ewa Stoschek durch ihre delikate Stimmfarbe und ihre innige Interpretation des &#8222;Te ergo&#8220; aus. Der Grafschafter Konzertchor unterst\u00fctzte wie so oft den Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins erfolgreich.<br \/>\nMARTHA AGETHEN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Konzertchor und das Flair Italiens<br \/>\n30.10.2012\/ RP-Lokalausgabe\/ Moers<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach seinem Deb\u00fct mit Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium im vergangenen Jahr meldete der Grafschafter Konzertchor sich mit einem Konzert in ganz anderem Stil zur\u00fcck. Auf dem Programm standen Chorwerke von Puccini und Bizet, die das Publikum begeisterten.<br \/>\n&#8222;Das Moerser Publikum darf sich auf ein besonderes Konzert freuen&#8220;, hatte der Vorsitzende des Grafschafter Konzertchors Rainer van L\u00fcck versprochen, und allein die Kombination der Komponisten hatte viele Besucher gelockt. &#8222;Ich liebe Puccini und bin so gespannt auf die Messa di Gloria, die ich noch nie live h\u00f6ren konnte&#8220;, freute sich die 62- j\u00e4hrige Else Br\u00fcnnig, die mit zwei chorbegeisterten Freundinnnen aus Baerl nach Meerbeck gekommen war. Vor dem Abend in Moers hatte das gemeinsame Konzert des Grafschafter Konzertchors und des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel bereits eine erfolgreiche und vom Publikum umjubelte Premiere im ausverkauften Willibrordi-Dom zu Wesel erlebt.<br \/>\nDie Zusammenarbeit der beiden Ch\u00f6re, die sich stimmlich gut erg\u00e4nzen, ist bereits das vierte Projekt, das beide Ch\u00f6re zusammen erarbeitet haben. &#8222;Das Konzert ist ein H\u00f6hepunkt intensiver Auseinandersetzung mit den beiden Chorwerken&#8220;, erkl\u00e4rt Chorleiter Hans-G\u00fcnther Bode. &#8222;Beide Ch\u00f6re haben seit Januar an den St\u00fccken geprobt und im Sommer eine Woche in der Europ\u00e4ischen Akademie in Montepulciano damit verbracht.&#8220; Die toskanische Sonne wirkte noch nach und lie\u00df italienisches Flair \u00fcber dem Auftritt in Meerbeck schweben. Mit Georges Bizets Ouvert\u00fcre A-Dur sorgte das Rheinische Oratorienorchester f\u00fcr stimmungsvolle Atmosph\u00e4re. Als dann der imposante Gro\u00dfchor unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bode schwungvoll und klangstark das &#8222;Kyrie eleison&#8220; anstimmte, war der Zauber vollkommen. In konzentrierter Andacht verfolgte das Publikum die Musik, genoss die dynamischen und sorgsam eingesetzten Leidenschaftsausbr\u00fcche der S\u00e4ngerschar ebenso wie das engagierte und erfrischend unpr\u00e4tenti\u00f6se Mitwirken des Tenors Raphael Pau\u00df, der kurzfristig f\u00fcr den erkrankten Wolfram Wittekind eingesprungen war, und des Bassisten Thomas Peter. Zum Gesamtklang trugen entscheidend auch die Moerser Blechbl\u00e4ser unter Leitung von Dirk Wittfeld bei, die es unverkennbar genossen, in so gro\u00dfer Besetzung spielen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nMit Bizets Te Deum, in dem das Duett von Sopranistin Ewa Stoschek und Tenor Raphael Pau\u00df beeindruckte, wurde die Programmklammer effektvoll geschlossen. Minutenlanger Applaus und einstimmiges Lob der Zuh\u00f6rer: &#8222;Einfach phantastisch.&#8220; Wer das Konzert verpasst hat, hat dazu bei der dritten Auff\u00fchrung an Silvester im Xantener Dom Gelegenheit. Der Grafschafter Konzertchor plant derweil schon f\u00fcr 2013: Nach Grauns &#8222;Der Tod Jesu&#8220; an Karfreitag in der Kirche zu Orsoy will er am 17. November 2013 in der renovierten Stadtkirche Moers wieder mit dem Musikverein Wesel Ludwig Meinardus Oratorium &#8222;K\u00f6nig Salomon&#8220; auff\u00fchren.<br \/>\nPETRA RIEDERER-SITTE<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C10\"><\/a>4.12.2011: Weihnachtsoratorium (Teil 1-3) von J. S. Bach im Willibrordi-Dom<br \/>\nOratorium bezaubert im Dom<br \/>\n6.12.2011\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konzert des St\u00e4dtischen Musikvereins: Mehr als 500 Zuh\u00f6rer waren begeistert von Bachs Weihnachtsoratorium. Das Rheinische Oratorienorchester und die 60 S\u00e4nger des Musikvereins agierten auf bekannt hohem Niveau.<br \/>\nNicht wenige Musikliebhaber sch\u00e4tzen Johann Sebastian Bachs 1734 entstandenes &#8222;Weihnachtsoratorium&#8220; als unverzichtbaren H\u00f6hepunkt der Adventszeit. So wurde es dieses Jahr vom St\u00e4dtischen Musikverein zur Freude von rund 500 begeisterten Zuh\u00f6rern im Dom vorgetragen. Es erklang die erste H\u00e4lfte des bekannten Kantaten-Zyklus&#8216;, die die Weihnachtsgeschichte im engeren Sinne beschreibt und dabei auf zahlreiche Parodien weltlicher Werke zur\u00fcckgreift. Das Weihnachtsoratorium ist ein Stoff, den der erfahrene Chor nahezu auswendig vortr\u00e4gt. Diese Sicherheit schafft weiten Raum f\u00fcr Interpretation und Singfreude. So stand man nicht starr in Ergriffenheit, sondern zeigte auf sympathische Weise gelebte Musik, was die Pr\u00e4zision nicht im mindesten beeintr\u00e4chtigte.<br \/>\nMitrei\u00dfendes Tempo<br \/>\nF\u00fcr die gro\u00dfen Ch\u00f6re w\u00e4hlte Bothe ein z\u00fcgiges, mitrei\u00dfendes Tempo, etwa beim prachtvoll instrumentierten Eingangschor &#8222;Jauchzet, frohlocket&#8220; oder dem majest\u00e4tischen Schlusschor &#8222;Herrscher des Himmels&#8220;. Der expressiven Unmittelbarkeit der Heilsaussagen im Choral entsprach der Chor je nachdem mit frischer, syllabisch einwandfreier Deklamation oder andachtsvoller Ruhe.<br \/>\nDas Rheinische Oratorienorchester agierte auf bekannt hohem Niveau. Mit Paukenschlag und rauschenden Streichern schuf es den prachtvollen Background f\u00fcr die umrahmenden Ch\u00f6re. Im grazi\u00f6sen Siciliano-Motiv der Sinfonia fanden Engels-stimmen (Streicher) und Hirten (Bl\u00e4ser) im Echo zueinander. Ulrike Kamps-Paulsen (Alt) zelebrierte die Zauberarie &#8222;Bereite dich Zion&#8220; als eine einzige Verhei\u00dfung der Liebe und verlieh Marias Gesang an der Krippe &#8222;Schlafe mein Liebster&#8220; die w\u00e4rmende Aura. Die Entwicklung aus feinstem Piano zu strahlender Leuchtkraft gelang hervorragend. In \u00bbSchlie\u00dfe, mein Herze&#8220; \u00fcberdehnte allerdings die grunds\u00e4tzlich versierte Solo-Violine von Gabi Ziebell den kontemplativen Spannungsbogen und drosselte somit den Schwung der Altistin.<br \/>\nTenor Markus Francke interpretierte Rezitative hervorragend mit schlankem, klarem Klang, viel Sentiment und Suggestionskraft. Der 29-j\u00e4hrige Keno Brandt hatte in den Arien seine st\u00e4rksten Momente und erfreute die Zuh\u00f6rer mit einem volumin\u00f6sen, dennoch milden und in gro\u00dfer Selbstverst\u00e4ndlichkeit agierenden Bass &#8211; als sei ihm dies in die Wiege gelegt. Tina Scherer sprang als Sopran kurzfristig ein und verk\u00fcndete froh den Aufruf &#8222;F\u00fcrchtet euch nicht&#8220; des Engels an die Hirten.<br \/>\nMARTHA AGETHEN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Festlich und beeindruckend<br \/>\n6.12.2011\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weihnachtsoratorium des St\u00e4dtischen Musikvereins begeisterte.<br \/>\n&#8222;Jauchzet, frohlocket!&#8220; Feierlich erschallt der Eingangschoral des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach im Weseler Willibrordi-Dom. Gebannt lauscht das Publikum den festlichen Kl\u00e4ngen und h\u00f6rt and\u00e4chtig zu, wie die allen bekannte Weihnachtsgeschichte musikalisch erz\u00e4hlt wird. Der St\u00e4dtische Musikverein unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe brachte die ersten drei Teile am zweiten Adventsonntag zur Auff\u00fchrung. Sie beschreiben Christi Geburt und die Verk\u00fcndung der frohen Botschaft an die Hirten. Das eigentlich sechsteilige Oratorium geh\u00f6rt zu den ber\u00fchmtesten geistlichen Werken des Barock. Bach schrieb es urspr\u00fcnglich f\u00fcr den Gottesdienst an den Weihnachtsfeiertagen und den nachfolgenden wichtigen Festtagen. Chor\u00e4le und solistische Arien<br \/>\nNeben eindrucksvollen Chor\u00e4len, die der Weseler Chor harmonisch erklingen lie\u00df, wird das Oratorium von Rezitativen der Bibelstellen des Neuen Testamentes und solistischen Arien gepr\u00e4gt. Zum Konzert hatte der Musikverein die Altistin Ulrike Kamps-Paulsen, den Tenor Markus Francke und den Bassbariton Keno Brandt eingeladen. Anstelle der erkrankten Anja Maria Kaftan trat die Sopranistin Tina Scherer auf. Das Rheinische Oratorienorchester, welches schon oft bei Weseler Chorkonzerten mitgewirkt hat, ist f\u00fcr die authentische Wiedergabe klassischer Werke bekannt. Dies gelang ihm wieder hervorragend. Das Wechselspiel von Instrumentalisten, Gesangssolisten und Chor war beeindruckend. Nur wenige versp\u00fcrten kein &#8222;Kribbeln&#8220;, kein Gef\u00fchl von Seligkeit. Der Gro\u00dfteil der Zuh\u00f6rer war von den Harmonien verzaubert und von der Darbietung des Chores beeindruckt.<br \/>\nSeine Begeisterung zeigte das Publikum mit lang anhaltendem Applaus. Zum Dank wiederholten Chor und Orchester noch einmal den Eingangschoral, in den dann auch die Solisten mit einstimmten.<br \/>\nHanna Kolkmann<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C9\"><\/a>29.5.2011: J. Haydn: &#8222;Die Sch\u00f6pfung&#8220;<br \/>\nOvationen im Dom<br \/>\n31.5.2011 \/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haydns \u201dDie Sch\u00f6pfung&#8220;: St\u00e4dtischer Musikverein gab ein gro\u00dfes Konzert im Willibrordi-Dom. 80 Chorstimmen, Orchester und Solisten agierten nicht nur souver\u00e4n, sondern erzeugten engagiert eine heitere Stimmung.<br \/>\nEin strahlendes Werk mit paradiesischem Thema hatte der St\u00e4dtische Musikverein, der in langer Verbundenheit mit dem Grafschafter Konzertchor (fr\u00fcher Hornberger) wirkt, f\u00fcr sein Sommerkonzert am Sonntag gew\u00e4hlt &#8222;Die Sch\u00f6pfung&#8220; von Joseph Haydn (H XXI:2). Gott selbst singen zu lassen \u2014 das w\u00e4re Haydn denn doch zu blasphemisch erschienen und so tun es die Erzengel: Gabriel, Uriel, Raphael, verst\u00e4rkt von den himmlischen Heerscharen.<br \/>\nIm reizvollen Wechsel von Solo-und Chorstimmen schildert das beliebte Oratorium die Sch\u00f6pfung der Welt nach plastisch ausgeschm\u00fcckten alttestamentarischen Szenen \u2014 zeitgeschichtlich betrachtet ein Bindeglied zwischen H\u00e4ndelschem Barock und der Gef\u00fchlsfreiheit der Aufkl\u00e4rung. 80 Chorstimmen, Orchester und Solisten agierten nicht nur souver\u00e4n und sicher, sondern lebten engagiert und freudig in ihren Rollen und erzeugten eine heitere Stimmung voller Lobpreis und Freude. Eben jene Gl\u00fcck verhei\u00dfende Liebeserkl\u00e4rung an die Natur, in der nur andeutungsweise Schemen von H\u00f6lle und Tod vor\u00fcberziehen. Mit sicherer Hand f\u00fchrte Hans-G\u00fcnther Bothe beide Singgemeinschaften zum homogenen Klangk\u00f6rper zusammen und konnte so eine schl\u00fcssige, sicher einstudierte Auff\u00fchrung mit \u00e4sthetischen Gesamteindruck pr\u00e4sentieren. Die Besetzung mit dem Rheinischen Oratorienorchester und den ausgezeichneten Solisten Dorothee Wohlgemuth, Wolfram Wittekind und Thomas Peter, deren Stimmen souver\u00e4n den Dom zu f\u00fcllen vermochten, lie\u00df keine W\u00fcnsche offen. Leises Unisono des Orchesters zu Beginn entsprachen dem Nichts im vorherrschenden Chaos. Soeben gab der Bass (Thomas Peter) noch Zeugnis von der vorherrschenden Finsternis. Dann, nach einem Moment des Innehaltens, dieser Moment des Triumphes, als das Licht mit lautem Chorjubel aufbricht, bevor die Himmelsk\u00f6rper erschaffen werden und die Erde sich mit Tier und Mensch langsam belebt. Rauschende B\u00e4che, springende Hirsche, br\u00fcllende L\u00f6wen malten ein buntes Bild dieses Idylls.<br \/>\nIn den zarten Streichern spiegelte sich schimmerndes Mundlicht, in den lieblichen Fl\u00f6ten s\u00fc\u00dfer Klang &#8222;aus Rosenwolken&#8220;. Der erfrischende Sopran von Dorothee Wohlgemuth als Gabriel war ideal. Sie sang das entz\u00fcckende Loblied der V\u00f6gel \u00fcber der gr\u00fcnen Natur. Strahlend und energisch strebte ihr Sopran makellos dem hohen C zu.<br \/>\nBeide M\u00e4nnerstimmen beindruckten durch Kraft und Ausdruck. Tenor Wolfram Wittekind als Uriel kostete dazu Augenblicke voll Romantik in schmelzendem Piano, nicht ohne ein Augenzwinkern, aus. Der Bass besang die Naturgewalten und die Tiere und widmete sich quasi \u00bbtief gelegt&#8220; dem kriechenden Gew\u00fcrm. Er erg\u00e4nzte sich wundervoll im Liebesduett mit Eva. Pracht und Strahlen dr\u00fcckten sich in den Ch\u00f6ren wie &#8222;Die Himmel erz\u00e4hlen die Ehre Gottes&#8220; oder &#8222;Alles lobe seinen Namen&#8220; aus.<br \/>\nMARTHA AGETHEN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">14.11.2010: Die Auff\u00fchrung von Louis Spohrs Oratorium &#8222;Die letzten DInge&#8220; im Willibrordi-Dom und am 21.11. in St.-Johannes (Duisburg-Homberg) Vergessenes Werk fasziniert<br \/>\n16.11.2010\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Die letzten Dinge&#8220;: Musikverein pr\u00e4sentierte das Oratorium von Louis Spohr im Dom. Viele der 300 Zuh\u00f6rer begr\u00fc\u00dften das neue H\u00f6rerlebnis. Lang anhaltender Beifall belohnte die Akteure.<br \/>\nMahnende Bl\u00e4serrufe \u00fcber -emporschwingenden Violinen- die Stimmung der Ouvert\u00fcre ist dramatisch-feierlich und bereitet den Boden f\u00fcr ein fast vergessenes oratorisches Werk \u00fcber das J\u00fcngste Gericht:, Louis Spohrs &#8211; &#8222;Die letzten Dinge&#8220;. Mit dem Rheinischen Oratorienorchester haben die Ch\u00f6re des St\u00e4dtischen Musikvereins und des Musikvereins Homberg einen kompetenten; zuverl\u00e4ssigen Partner gewonnen, der seit Jahren zum Gelingen der Konzerte im Dom betr\u00e4gt. Anja Kaftan (Sopran), Andrea Keden (Alt), Eckhardt Habicht (Tenor) und Michael Adair (Bass) identifizieren sich- als Solisten f\u00fchlbar mit den Inhalten, sind als Quartett, wie eine einzige Stimme flehend, ganz zur\u00fcckgenommen. Viele der 300 Zuh\u00f6rer begr\u00fc\u00dften das neue H\u00f6rerlebnis. Lang anhaltender Beifall belohnte gestern die Akteure.<br \/>\nWettstreit mit dem Orchester<br \/>\nDie Schilderung der Apokalypse wird in dem zweiteiligen Werk umrahmt von Lobpreis und Ehrfurcht vor dem Herrn. Das Oratorium ist heutzutage unverbraucht, man begegnet ihm vorurteilsfrei. HansG\u00fcnther Bothe, der das St\u00fcck sorgf\u00e4ltig einstudiert hat, hat da einen guten Griff getan. Es liegt dem Chor, alles sitzt. Die Stimmen mischen sich gut. Es entsteht ein Wettstreit mit dem Orchester, das zahlenm\u00e4\u00dfig den S\u00e4ngern kaum nachsteht. Auf weiten Strecken bildet der Chor das verhaltene Echo der Solisten. Mit \u00dcberzeugungskraft verk\u00fcndet er das Lob des Herrn: &#8222;Gro\u00df und wunderbarlich sind deine Werke&#8220;.. In fesselnden, dramatischen Passagen kehrt er Furcht und Entsetzen vor dem Inferno des letzten Gerichts heraus, &#8222;Gefallen ist Babylon&#8220;, Der ausgezeichnete Solotenor zelebriert mit gut dosiertem Pathos &#8218;:das &#8222;Heilig&#8220;, singt hingebungsvolle Rezitative, die klar den Weg weisen auf ein Leben nach dem Tode, und wird sp\u00e4ter Kraft und St\u00e4rke verk\u00f6rpern in seiner Mahnung: &#8222;Die Stunde des Gerichts ist gekommen.&#8220; Die Sopranistin, ebenfalls eine exzellente Wahl, widmet sich mit Strahlkraft und klarer stimmlicher Sch\u00f6nheit. in &#8222;Siehe, er kommt in den Wolken&#8220;&#8218; der Hoffnung auf ein ewiges Leben.<br \/>\nDie sensiblen, leuchtenden H\u00f6hen bringen beim H\u00f6rer l\u00e4ngst vergessene Saiten zum Klingen. Ihre Verk\u00fcndigung &#8222;Sieh, einen neuen Himmel&#8220; belegt in idealer Weise die Suggestivkraft von Musik gegen\u00fcber dem Wort. Zu Beginn der Sinfonia bringt das Orchester Verve und Dynamik ins Spiel, begegnet der meisterhaften Instrumentationstechnik des Komponisten mit Eleganz und Festlichkeit. Vor\u00fcbergehend ist alles apokalyptische Entsetzen vergessen. Dann beginnen die dunklen Endzeitvisionen des Basses, das Orchester steuert ein G\u00e4nsehautgewitter bei. &#8222;Selig sind die Toten&#8220; kleidet das Quartett in w\u00fcrdevolle Elegie.<br \/>\nMARTHA AGETHEN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C8\"><\/a>Dem Ende der Welt entgegen<br \/>\n16.11.2010\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein eindrucksvolles Bild und ein imposantes Programm im Willibrordi-Dom. Lauter Applaus zum Schluss Das eindrucksvolle Bild der vielen Musiker des Rheinischen Oratorienorchesters und der rund 100 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger der beiden Ch\u00f6re der St\u00e4dtischen Musikvereine Wesel und Homberg lie\u00df im Dom schon bevor der erste Ton gespielt war auf eint imposantes Programm unter dem Titel &#8222;Die letzten Dinge&#8220; hoffen.<br \/>\nNach der Unruhe beim Stimmen der Instrumente, breitete sich eine erwartungsvolle. Stille im Kirchenraum aus, bis dann die aufw\u00fchlende Musik begann.Pathetisch schien schon die Ouvert\u00fcre alles zu vereinen, was im Laufe des Konzertes passieren sollte. Das Oratorium von Louis Spohr. beschreibt verschiedene Endzeitvisionen, die das Orchester in eine gespannte Stimmung umsetzte, eine Art Ungewissheit vor einem Ende der Welt: Nach dramatischem- Ansatz wandelte sich die Musik: Sie wurde flie\u00dfender, verbreitete fast Hoffnungsvolles.<br \/>\nVor dem j\u00fcngsten Gericht<br \/>\nAls die Ch\u00f6re mit dem kraftvollen vollen &#8222;Preis und Ehre ihm&#8220; einsetzten, ging dies den vielen Zuh\u00f6rern &#8222;untere die Haut&#8220;. Gemeinsam mit den vier Solisten Anja Maria Kaftan (Sopran), Andrea Keden (Alt), Eckhardt Habicht (Tenor) und Michael Adair (Bass) zeichneten die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe st\u00e4rke Bilder, gingen mit dem Publikum dem Ende der Welt entgegen. So sah man sich vor dein bedrohlichen j\u00fcngsten Gericht, fand zu Gott. Immer positiver wurde die Stimmung, immer warmer die Kl\u00e4nge: Die Entstehung einer neuen Welt war zu ersp\u00fcren. Nach den Worten. &#8222;Sein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit&#8220; breitete sich zun\u00e4chst wieder eine gespannte Stille im Dom aus. Nicht sofort vermochten sich die Zuh\u00f6rer von dem beeindruckenden Konzert zu l\u00f6sen. Dann zeigten sie ihre Begeisterung mit lautem Applaus.<br \/>\nAnna Blaswich<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Kraftvolles H\u00f6rerlebnis<br \/>\n23.11.2010\/ RP-Lokalausgabe\/ Duisburg<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Musikverein Homberg und der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel haben das Oratorium &#8222;Die letzten Dinge&#8220; von Louis Spohr aufgef\u00fchrt. Am Ende gab es langen Beifall f\u00fcr alle Musiker.<br \/>\nHOMBERG Feierlich und gleichzeitig dramatisch erklang die Ouvert\u00fcre eines gro\u00dfartigen Werkes, das schon fast in Vergessenheit geraten ist. Die Bl\u00e4serrufe mahnten \u00fcber den Streichern, der rund 80-k\u00f6pfige Chor leistete gute Arbeit. Der Musikverein Homberg und der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel haben am Totensonntag das Oratorium &#8222;Die letzten Dinge&#8220; von Louis Spohr aufgef\u00fchrt.<br \/>\nDer Text dieses zweiteiligen Oratoriums wurde von Hofrat Friedrich Rochlitz nach Worten der Heiligen Schrift zusammengestellt. Mit dem Rheinischen Oratorienorchester haben die beiden Ch\u00f6re einen kompetenten, zuverl\u00e4ssigen Partner gewonnen. Mit der St. Johannes-Kirche hatte man auch f\u00fcr einen guten Konzert-Ort gesorgt. Das Mittelschiff war bei diesem Konzert gut gef\u00fcllt. Und die, die gekommen waren, begr\u00fc\u00dfte ein neues H\u00f6rererlebnis: Wann gibt es schon einmal ein gro\u00dfartiges Werk zu h\u00f6ren, das schon fast in Vergessenheit geraten ist?<br \/>\nLobpreis Gottes<br \/>\nHans G\u00fcnther Bothe, musikalischer Leiter, der den Homberger Chor im Sommer 2007 \u00fcbernommen hatte, -bewies ein gutes H\u00e4ndchen. Er hatte alles gut im Griff, und mit den Solisten Anja Kaftan (Sopran), Andrea Keden (Alt), dein Tenor Eckhardt Habicht und dem Bassisten Michael Adair waren auch die richtigen S\u00e4nger eingesetzt worden. Sie machten ihre Sache gut. Viele Rezitative, also eine Art Sprechgesang, enthielt das Oratorium. In seinem ersten Teil standen der Lobpreis Gottes als Dank f\u00fcr die Errettung nach dem Ende der Welt und Gottes Allmacht im Zentrum. Da intonierte der Chor beispielsweise: &#8222;Preis und Ehre ihm, der da ist, der da war und der da kommt.&#8220;. Ruhig und and\u00e4chtig waren die T\u00f6ne dagegen beim &#8222;Heilig, heilig&#8220; in Verbindung mit dem Tenor.<br \/>\nDas Ende der Welt Im zweiten Teil ging es um das Ende der Welt. Viele Passagen wurden dramatisch gesungen. Bei einer Schilderung \u00fcber das J\u00fcngste Gericht waren Furcht und Entsetzen vor dem Inferno eindeutig erkennbar. Bemerkenswert war auch die Schlussfuge mit kr\u00e4ftigem Ausdruck Sein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen, Halleluja, Amen!&#8220; Eine sorgf\u00e4ltige Vorbereitung und eine professionelle Zusammenarbeit mit dem Orchester sorgten f\u00fcr ein geschlossenes Klangbild.<br \/>\nDIETER KR\u00dcSSMANN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Eine vertonte Apokalypse<br \/>\n23.11.2010\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Duisburg<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Spohr-Oratorium &#8222;Die letzten Dinge&#8220; mit einem Konzert in der Homberger-Johannes-Kirche aus der Vergessenheit geholt. Der Komponist Louis Spohr ist heute einer der gro\u00dfen Unbekannten der Musikgeschichte, doch gelegentlich werden einzelne Werke der Vergessenheit entrissen. So hat Stargeigerin Hillary Hahn sein 8. Violinen-Konzert auf CD eingespielt. Der Musikverein Homberg nahm sich jetzt gemeinsam mit dem Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel des Spohr-Oratoriums &#8222;Die letzten Dinge&#8220; an. In der Homberger St.-Johannes-Kirche war unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe eine h\u00f6renswerte Auff\u00fchrung zu erleben. Das 1829 uraufgef\u00fchrte Oratorium &#8222;Die letzten Dinge&#8220; beruht auf der Johannes-Offenbarung, ist also eine vertonte Apokalypse. Diese h\u00f6rt sich bei Louis Spohr aber weitgehend vers\u00f6hnlich an, ist sie doch mit der Hoffnung auf einen milden und vergebenden Gott verbunden.<br \/>\nKomponist der Fr\u00fchromantik<br \/>\nIn seiner Instrumentierung kann man unschwer erkennen, dass Spohr ein Komponist der Fr\u00fchromantik ist, immer wieder fallen klangliche \u00e4hnlichkeiten zu Robert Schumann oder Felix Mendelssohn-Bartholdy auf. Deren Qualit\u00e4t erreichen Spohrs Melodien aber nicht. Trotzdem ist &#8222;Die letzten Dinge&#8220; ein Oratorium, das den H\u00f6rer anspricht und gefangen nimmt. Hans-G\u00fcnther Bothe als musikalischer Leiter betonte besonders den feierlichen und nachdenklichen Tonfall des Werkes, spornte seine Ch\u00f6re und das Rheinische Oratorien-Orchester an den notwendigen Stellen zu dramatischen H\u00f6hepunkten an. Seine beiden Gesangsvereine, den Musikverein Homberg und den Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel, hatte Bothe sehr gut vorbereitet. Die beiden, hier vereinigten Ch\u00f6re sangen sehr textverst\u00e4ndlich. In den mehrstimmigen S\u00e4tzen, lie\u00df Bothe meist einzelne Hauptstimmen hervortreten, die so als melodisches Zentrum herausragten.<br \/>\nEine lohnende Entdeckung<br \/>\nGut ausgew\u00e4hlt waren die vier Solisten. Sopranistin Anja Maria Kaftan gestaltete ihrer Rezitative mit lyrischer Zur\u00fcckhaltung, w\u00e4hrend sie den Arien mit ihrer sicheren und strahlenden H\u00f6he Glanz verlieh. Vokalen Wohlklang bot Altistin Andrea Keden. Schlank und sehr beweglich zeigte sich der Tenor von Eckhardt Habicht, der auch \u00fcber die n\u00f6tige Kraft f\u00fcr die dramatischen Ausbr\u00fcche dieses Werkes verf\u00fcgt. Bassist Michael Aldair gefiel mit seiner sehr ausgewogen und sonor klingenden Stimme. In den Quartetten des Oratoriums, besonders in &#8222;Selig sind die Toten&#8220;, verschmolzen die Stimmen der vier Solisten klanglich sehr sch\u00f6n miteinander. Nach dem gro\u00dfen und feierlichen Schlusschor &#8222;Du allein bist heilig&#8220; spendete das Hornberger Publikum viel Beifall f\u00fcr Orchester, Ch\u00f6re, Solisten und den musikalischen Leiter Hans-G\u00fcnther Bothe. &#8222;Die letzten Dinge&#8220; war eine lohnende Entdeckung.<br \/>\nRudolf Hermes<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a href=\"C8\">25. April:<\/a> Gemeinsam mit der Domkantorei: Chor- und Orgelkonzert im Dom<br \/>\nFranz\u00f6sischer Klang begeisterte<br \/>\n27.4.2010\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der St\u00e4dtische Musikverein und die Domkantorei gaben ein beindruckend gelungenes Chor- und Orgelkonzert im Weseler Willibrordi-Dom.<br \/>\nIm gemeinsamen Konzert von Kantorei und Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins im Dom stand als herausragender H\u00f6hepunkt der gemeinsam vorgetragene; pr\u00e4chtige Schlusspsalm von Cesar Franck f\u00fcr Chor und Orgel innerhalb einer&#8216; Reihe an romantischen, Psalmges\u00e4ngen. Nach dem Orgelintro, das unverkennbar die Handschrift von Domorganist Ansgar Schief trug, er\u00f6ffnetem die Chorb\u00e4sse unter Leitung von Hans-G\u00dcnther Bothe- verhalten das Alleluja; das, von Stimme zu Stimme weitergereicht, alsbald aufbl\u00fchte. Die gro\u00dfe Strahlkraft des Werkes war hervorragend umgesetzt, die schwelgend romantische Note mit entsprechender &#8222;, F\u00dclle in st\u00e4ndigem flie\u00dfenden Wachsen und Schmelzen der Stimmen gro\u00dfformatig vorgetragen doch nie dick aufgetragen.<br \/>\nWunsch nach Mehr geweckt<br \/>\nAlles blieb transparent, gl\u00e4nzend bewegte sich der Chor auf dem Parkett ungewohnter Harmonien der franz\u00f6sischen Musik, leuchtend schwangen sich Oberstimmen in die H\u00f6he. Es ergab sich ein dynamisch differenzierter, eleganter Gesamteindruck, weit weg von massiv-pomp\u00f6sen, ja soldatischen Aufm\u00e4rschen, Wie andernorts. Der Wunsch nach einem Mehr an franz\u00f6sischer Klangkultur am Niederrhein war geweckt. Franck, geboren im &#8211; Dreil\u00e4ndereck bei Aachen, nahm ja erheblichem Einfluss auf die franz\u00f6sische Schule, Unter weiteren Originalbearbeitungen, begeisterten Werke . des j\u00fcdischen. Komponisten Lewandowski aus dem Psalmenbuch, unterlegt mit deutschem Text zum christlichen oder j\u00fcdischen Gebrauch. Dem lyrisch-stimmungsvollen und dennoch von innerer Kraft getragenen Charakter der Vertonungen, die dem Polen den Beinamen &#8222;Mendelssohn der Synagogalmusik&#8220; eintrugen, folgten die Ch\u00f6re in Psalm 100 &#8222;Jubelt dem Ewigen alle Lande&#8220; oder Psalm 67 &#8222;Gott sei uns gn\u00e4dig&#8220;; dem Sopran geb\u00fchrt Lob f\u00dcr einen leuchtenden Solovortrag. Mit gel\u00f6ster Osterfreude hatten die Ch\u00f6re im Carol &#8222;Jesus is risen today&#8220;&#8218; Geschlossenheit und W\u00dcrde zu Konzertbeginn demonstriert.<br \/>\nHans-G\u00dcnther Bothe erfreute&#8216; mit der jubelnden, rhythmisch betonten Interpretation des Pr\u00e4ludiums C-Dur von J.S. Bach. Ansgar Schlei demonstrierte mit der Sonate III A-Dur von Mendelssohn Bartholdy seine F\u00e4higkeiten als Orgelvirtuose und verband gewaltige Fuge, Hochzeitsmusik und den Passionschoral &#8222;Aus tiefer Not schrei ich zu dir&#8220; zum rauschhaften, orchestralen Ganzen. Einzeln stellten sich die Ch\u00f6re mit romantisch inspirierten Werken des 20. Jahrhunderts vor: die Kantorei mit Stanfords &#8222;Magnificat&#8220; und Kutters &#8222;Look at the world`; der Musikverein mit Kirchench\u00f6ren des Norwegers Arild Sandvold. Etwas st\u00f6rend wirkten zahllose Auf- und Abg\u00e4nge der S\u00e4nger am schwer zu begehenden Podium.<br \/>\nMartha Agethen<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C7\"><\/a>Chor-und Orchesterkonzert am 8. November 2009: &#8222;REQUIEM&#8220; von Ferdinand Schubert und &#8222;C\u00c4CILIENMESSE&#8220; von Joseph Haydn<br \/>\nWellenbewegungen im Dom<br \/>\n10.11.2009\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">C\u00e4cilienmesse: Der st\u00e4dtische Musikverein pr\u00e4sentierte ein Programm, das das Publikum begeisterte.<br \/>\nDie zahlreichen Besucher des Willibrordi-Doms erwartete am Sonntagabend ein beeindruckendes Programm. Der st\u00e4dtische Musikverein pr\u00e4sentierte im Chor- und Orchesterkonzert die C\u00e4cillienmesse von Josef Haydn und das Requiem von Ferdinand Schubert. In der historischen Atmosph\u00e4re des Doms, im warm strahlenden Kronleuchterlicht vor der gro\u00dfen Orgel, wirkten die Musiker des Rheinischen Oratorienorchesters und die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger des Chors des Musikvereins mitsamt den vier Solisten imposant. Und nicht nur der Anblick \u00fcberzeugte die Zuh\u00f6rer. Schon die ersten T\u00f6ne von Schuberts Requiem begeisterten. Sanfte Streicher, erg\u00e4nzt durch die schwebenden Stimmen des Chors, die sich in Wellenbewegungen im Kirchenraum ausbreiteten.<br \/>\nMit dem dramatischen Requiem op. 9 von Ferdinand Schubert wollte der Musikverein nicht nur des 150. Todestages des Komponisten gedenken, sondern vor allem auch an die br\u00fcderliche Zuneigung erinnern. Das starke Band, das zwischen Ferdinand und seinem j\u00fcngeren und musikalisch erfolgreicheren Bruder Franz bestand. Ihm widmete Ferdinand Schubert sein bedeutendstes Kirchenmusikwerk. Dramatisch anschwellend, stark und kraftvoll unterst\u00fctzt vom donnernden Trommelwirbel pr\u00e4sentierten Chor und Orchester das St\u00fcck. Obwohl bereits die Musik ausreichte, die Stimmung und die Botschaft des Requiems zu verstehen, konnte das Publikum sowohl den lateinischen, als auch den \u00fcbersetzten deutschen Text mitverfolgen und so noch besser mitf\u00fchlen und mitleben.<br \/>\nDie Solisten rundeten das erste Musikst\u00fcck ab. Die starke Sopranistin Dorothee Rabsch, der klare Tenor Markus Francke und der wohlig klingende Bass Heiko Schulz setzten Akzente. Nach dem ruhigen Ende dieses beeindruckenden ersten Liedes, lie\u00df sich das Publikum einige Momente Zeit, den Nachklang zu genie\u00dfen, bevor es mit Applaus den Dom erf\u00fcllte. Als zweites St\u00fcck wurde die C\u00e4cilienmesse pr\u00e4sentiert.<br \/>\nFestlich begann ein Dialog zwischen Tenor Francke und dem Chor. Die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger antworteten volumin\u00f6s und umarmend auf die klare Stimme des Solisten. Das &#8222;Kyrie&#8220; belebten die t\u00e4nzelnden Streicher, die sich beim &#8222;Gloria&#8220; bis zu mitrei\u00dfender Uberschw\u00e4nglichkeit steigerten, um dann geradezu mystisch und schwer zu werden. Die Lebendigkeit. und die Abwechslung innerhalb des Liedes, machten das Genie\u00dfen leicht und vor allem das Zuh\u00f6ren spannend. Mit der bestimmend betonten Bitte &#8222;Dons nobis purem&#8220; &#8222;Gib uns den Frieden&#8220; &#8211; endete die mehr als einst\u00fcndige Messevertonung Haydns und hinterlie\u00df ein begeistertes Publikum.<br \/>\nAnna Blaswich<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Chorgesang hat sich gesteigert<br \/>\n10.11.2009\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das regelm\u00e4\u00dfige Training mit einer professionellen Stimmbildnerin zahlt sich aus: Beim Oratorienkonzert des St\u00e4dtischen Musikvereins im Willibrordi-Dom gelang dem Chor eine klangliche Ausgewogenheit.<br \/>\nDie beharrliche Wiederaufbau-Arbeit des Chores des St\u00e4dtischen Musikvereins unter seinem k\u00fcnstlerischen Leiter Hans-G\u00fcnther Bothe tr\u00e4gt Fr\u00fcchte. Das regelm\u00e4\u00dfige Training mit einer professionellen Stimmbildnerin, die auf notwendige Exaktheit zielenden Proben, die Perspektiven einer flexiblen Programmgestaltung , weg von einseitiger Traditionsverhaftung, diese Faktoren trugen wesentlich dazu bei, Lust und Format des Chorgesangs zu steigern. Offenbar und zum Schluss mit Ovationen belohnt wurde das am Sonntag im nahezu voll besetzten Willibrordi-Dom.:<br \/>\nDem 200. Todestag von Joseph Haydn und dem 150. Todestag von Ferdinand Schubert (1794 &#8211; 1859), dem wenig bekannten Bruder Franz Schuberts, war das Programm gewidmet. Ferdinand Schuberts Requiem op. 9 war an den Anfang des Konzerts gesetzt &#8211; eine gute Entscheidung. So wurden die H\u00f6rer mit dessen Musik bekannt gemacht, ohne zuvor vom genialen Haydn gebannt zu sein. Die relativ ungewohnte Artikulation lateinischer Texte in der nachhallenden gro\u00dfen Kirche gelang bemerkenswert zufriedenstellend.<br \/>\nSolisten waren topfit<br \/>\nSehr sch\u00f6n begann das Requiem mit einem leisen Orchester-Vorspiel, das nahtlos zum Chor-Einsatz f\u00fchrte. Bothes ruhiges Dirigat st\u00e4rkte Chors\u00e4nger und Solisten und f\u00fcgte das aufmerksam begleitende Rheinische Oratoriumsorchester behutsam in das engagierte gro\u00dfe Ensemble ein. Schon jetzt zeigten sich die stimmlichen Qualit\u00e4ten aller Mitwirkenden. Trotz der relativ wenigen M\u00e4nnerstimmen gelang dem Chor die klangliche Ausgewogenheit. Und die Solisten &#8211; Dorothee Rabsch (Sopran), Ulrike-Kamps-Paulsen (Alt), Markus Francke-(Tenor), Heiko Schulz (Bass) -waren topfit.<br \/>\nHaydns C\u00e4cilienmesse, diese umfangreich vertonten Liturgie-Texte, begann mit den unvermittelt einsetzenden, eindringlichen Rufen des Chores, dem eine gro\u00dfe gesungene Fuge folgte. Als besonders weit ausgef\u00e4chert erwies sich das Gloria. &#8222;Laudamus te&#8220;, die Lobpreisung Gottes, hob sich mit einer Sopran-Arie wunderbar aus dem Kontext und leitete zur Danksagung des Chores &#8220; Gratias agimus tibi&#8220; \u00fcber. Gl\u00e4ubige, fast heitere Zuversicht charakterisierte den Gesang von Chor und Solisten im sprachlich eher dunkel gestimmten &#8222;Miserere nobis&#8220; In den kompositorisch etwas k\u00fcrzer ausgearbeiteten Texten &#8222;Credo&#8220; und &#8222;Sanctus&#8220; gefielen: ebenso alle Mitwirkenden. Ein kurzes &#8222;Schwimmen&#8220; des Chores wurde rasch und unaufgeregt aufgefangen, ohne den guten Gesamteindruck zu schm\u00e4lern. Der<br \/>\nsteigerte sich noch beim geradezu jubelnd dargebotenen &#8222;Benedictus&#8220; und &#8222;Agnus Dei&#8220;. Dank f\u00fcr die Leistung.<br \/>\nHanne Buschmann<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C6.2\"><\/a>Chor-und Orchesterkonzert am 8. Februar 2009: &#8222;ELIAS&#8220; von Felix Mendelssohn-Bartholdy<br \/>\n&#8222;ELIAS&#8220;: 100 S\u00e4nger im Dom<br \/>\n10.2.2009\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der St\u00e4dtische Musikverein und der Musikverein Homberg erwiesen mit der Auff\u00fchrung des &#8222;Elias&#8220; Felix Mendelssohn-Bartholdy seine Reverenz. Im Willibrordi-Dom behielt der Chor drei Stunden lang seine Spannkraft.<br \/>\n&#8222;Und der Prophet Elias brach hervorwieein Feuer!&#8220; 750 Besucher erlebten im Dom mit Erschauern diese hochdramatische Szene aus dem Oratorium&#8220;Elias&#8220; einer von vielen H\u00f6hepunkten in dem opulenten, farbenpr\u00e4chtigen Musikgem\u00e4lde der Romantik. Der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins. hatte sich f\u00fcr dieses frenetisch bejubelte Konzertereignis mit dem Musikverein Duisburg-Homberg unter gleicher Leitung (Hans-G\u00fcnther&#8217;Bothe) zusammengeschlossen.<br \/>\nAkzent zum Mendelssohn-Jahr<br \/>\nBis zum letzten Ton nach nahezu drei Stunden behielt der Chor die Spannkraft. Ihm gelang, ein lebendiges, kontrastreiches Bild des Geschehens zu zeichnen. In der sorgf\u00e4ltigen Einstudierung herrschte Pr\u00e4zision vor; das bedeutete auch saubere Tonformung in Dissonanzen und Eins\u00e4tze in den verz\u00e4hnten Chor-Solisten-Passagen.. Diesmal verteidigte der klangvolle Sopran innerhalb des rund 100-k\u00f6pfigen S\u00e4ngervolkes die Pole-Position. Auch interpretatorisch &#8211; von mitrei\u00dfend dynamischer, achtstimmiger G\u00f6tzenbeschw\u00f6rung &#8222;Baal, erh\u00f6re uns!\u201d bis zu lyrisch und melodisch breit gef\u00fchrtem Trostgesang &#8222;Wer bis an das Ende beharrt&#8220; &#8211; ragte das Konzert in der Chorgeschichte hervor.<br \/>\nDie. Spitzenposition unter. den Solisten fiel Stefan Adam als charismatischem Titelhelden zu. Ein wunderbarer, volumin\u00f6ser Bass, der Stimmungen auszuloten verstand und enormes Durchhalteverm\u00f6gen bewies. In glaubhafter Weise verk\u00f6rperte er die furchterregende Gottesvorstellung des Alten Testaments, beschw\u00f6rende prophetische Kraft und St\u00e4rke, Zorn und Demut, Todessehnsucht und Vers\u00f6hnlichkeit, war Wundert\u00e4ter und des alleinigen Gott. &#8222;Wie ein Hammer, der Felsen zerschl\u00e4gt.&#8220; Das Rheinische Oratorienorchester war der bew\u00e4hrte, niveauvolle Partner, zeichnete in der Ouvert\u00fcre die Hungersnot als bedr\u00fcckendes Bild in Moll, malte die naturalistischen Momente Volkszorn, Feuer, Sturm und Regen. Ob schwerer Gl\u00e4serakkord, heftiges Tremolo oder flie\u00dfende Streicherfiguren, stets f\u00fcgte sich das Orchester bestens ins Stimmungsbild.<br \/>\nStimmliches Leuchten<br \/>\nTina Scherer (Sopran). spielte eine gl\u00e4nzende Rolle als Witwe, deren Kind durch ein Wunder ins Leben zur\u00fcckfindet, ihre Verzweiflung, ihr Gl\u00fcck. In der vergleichsweise kleinen Rolle des Knaben, der im Duett mit dem Elias nach dem ersehnten Regen Ausschau h\u00e4lt, gefiel mit feinem stimmlichen Leuchten die junge Sopranistin Anna Rosenstock. Der Alt (Barbara Bergner) erschuf eine zarte Engelsfigur. Ein sehr lichtes weibliches Engelsterzett begleitete den Elias in die W\u00fcste. Die Rolle des Tenors \u00fcbernahm Wolfram Wittekind.<br \/>\nMartha Agethen<br \/>\nApplaus f\u00fcr &#8222;Elias&#8220;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">10.2.2009\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel:\u00a0Elias<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Mitglieder des Musikvereins Wesel begeisterten im Willibrordi-Dom etwa 800 Zuh\u00f6rer mit ihrer Darbietung des Oratoriums. Als im Jahr 1846 Felix Mendelssohn-Bartholdys Oratorium \u201eElias\u201d in Birmingham uraufgef\u00fchrt wurde, brachte ein Sonderzug aus London die Auff\u00fchrenden und sicherlich viele Besucher dorthin. Zur Auff\u00fchrung des Werkes am Sonntagabend im Weseler Willibrordi-Dom fuhr kein Sonderzug. Daf\u00fcr schl\u00e4ngelte sich vor und nach dem Konzert ein Auto-Korso mit rund 800 Besuchern durch die Stra\u00dfen um das Gotteshaus.<br \/>\nDer St\u00e4dtische Musikverein Wesel, zusammen mit dem Musikverein Homberg, dem Rheinischen Oratorienorchester und sechs Solisten, spielte das gewaltige Oratorium, eines der umfangreichsten geistlichen Chorwerke des 19. Jahrhunderts. Als Dirigent Hans-G\u00fcnther Bothe nach fast drei Stunden den Taktstock senkte, wurden die Musiker f\u00fcr ihre fantastische Darbietung mit minutenlangen stehenden Ovationen belohnt. Sie hatten die vielf\u00e4ltigen Emotionen des musikalischen Schlachtengem\u00e4ldes und alttestamentarischen Dramas um die Erl\u00f6sungsbed\u00fcrftigkeit des Menschen mit hervorragender Klangkraft und sehr guter Dramaturgie her\u00fcbergebracht. Das biblische Geschehen aus dem 1. Buch der K\u00f6nige nahm Mendelssohn-Bartholdy als Grundlage f\u00fcr seinen \u201eElias\u201d. Es geht um D\u00fcrre, Feuer, Regen und den Kampf der alten G\u00f6tter gegen den \u201eneuen\u201d Gott des Propheten. Das ber\u00fchmte Sp\u00e4twerk des Komponisten, der in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag feiern w\u00fcrde, ist ein strenges barockes Tongeb\u00e4ude, ausgemalt mit gro\u00df angelegten romantischen Klangbildern.<br \/>\nBesonders beeindruckend war das fast opernhafte Zusammenwirken von Chor und Solisten. Dynamisch sehr variabel wandelten sich die S\u00e4nger vom fanatischen Volk, das in der spannungsgeladenen Feuerprobe den Gott Baal anfleht, er m\u00f6ge Feuer schicken, zur ebenso blindw\u00fctigen Menge, die den Tod des Propheten Elias fordert. Dann wieder zeichneten sie das musikalische Bild einer elysischen Engelschar, durch dessen transparenten Klang das wunderbar klar gesungene Terzett der Engel \u201eHebe deine Augen auf\u201d hervorkam.<br \/>\nAuch das einf\u00fchlsame und genaue Spiel des Orchesters sowie die Stimmen der Solisten, nicht nur im ber\u00fchmten Terzett, waren ein Genuss. Barbara Bergner (Alt) und Tina Scherer (Sopran) waren kurzfristig f\u00fcr die erkrankten eigentlichen Besetzungen eingesprungen und beide beeindruckten im Dom mit einem wundersch\u00f6nen Timbre. Anna Rosenstock (Sopran) und Annette Leu (Alt) konnten in k\u00fcrzeren Passagen ebenfalls die Leuchtkraft ihrer Stimmen zeigen. Die Parts des Elias, Obadjah und K\u00f6nig Ahab wurden von Wolfram Wittekind (Tenor) und Stefan Adam (Bass) hervorragend mit Klang gef\u00fcllt.<br \/>\nCarolin Reintjes<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C6.1\"><\/a>Chor-und Orchesterkonzert am 16. M\u00e4rz 2008: &#8222;Stabat mater&#8220; von J. Haydn und &#8222;Les corps glorieux&#8220; von O. Messiaen<br \/>\nStehende Ovationen im Dom<br \/>\n18.3.2008\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chor- und Orchesterkonzert des St\u00e4dtischen Musikvereins war sehr gut besucht.<br \/>\nZu einem Ganzen geformt: Haydns Stabat Mater und Visionen aus Messiaens Orgelwerk &#8222;Les corps glorieux&#8220;.<br \/>\nNachdem Solo-Sopran und Chor den letzten Vers der Bitte &#8222;fac ut animae donetur Paradisi gloria. Amen &#8211; lass meine Seele erben des Paradieses klaren Schein&#8230;&#8220; &#8211; leise, verinnerlicht gesungen hatten, blieb es im Willibrordi-Dom einige Augenblicke still. Dann wurde lange applaudiert, zuletzt stehend. Das Chor- und Orchesterkonzert des St\u00e4dtischen Musikvereins am Sonntagabend in der sehr gut besetzten Stadtkirche war angenommen. Mehr: es wurde belohnt. Sorgf\u00e4ltige Vorarbeit war vorausgegangen (RP berichtete); der musikalische Leiter Hans-G\u00fcnther Bothe forcierte nichts, er dirigierte umsichtig, das Ganze im Blick haltend. Aufmerksam unterst\u00fctzt wurde er von der Konzertmeisterin des Rheinischen Oratorien-Orchesters. Jenes Ganze war Joseph Haydns fr\u00fche Vertonung des Stabat Mater und darein geflochten drei Visionen aus Olivier Messiaens Orgelzyklus &#8222;Les corps glorieux&#8220; &#8211; Das Leben der Auferstandenen.<br \/>\nEine vielleicht k\u00fchne, aber \u00fcberzeugende Entscheidung Bothes, denn sie erwartete von den H\u00f6rern, sich f\u00fcr neue Orgelt\u00f6ne zu \u00f6ffnen. Das schon am Anfang. Sabine Steinmetz, eine hervorragende, in Stuttgart wirkende Organistin, stimmte mit der ersten, auf Transzendenz zielenden Vision von der &#8222;Feinheit der verkl\u00e4rten Leiber&#8220;, auf das Thema ein. Der Solo-Tenor (Markus Francke mit etwas dunklem Timbre) und der Chor, begleitet vom Orchester, sangen die Worte von der tief trauernden Mutter Christi.<br \/>\nDie ergreifende (Mezzo-)Arie &#8222;Welch ein Schmerz&#8220;, gesungen von der Altistin Alexandra Thomas, ber\u00fchrte mit warmem Klang. Begabt mit einem reinen, klangsch\u00f6nen Sopran sang Judith Hoffmann ihre Soli. In der Arie &#8222;F\u00fcr seiner Br\u00fcder Schulden sah sie Jesus Marter dulden&#8220; erhob sich m\u00e4chtig Thilo Dahlmanns Bass. Dem gut ger\u00fcsteten Chor gelangen auch schwierige Stellen. Im Chorsatz &#8222;0 du Mutter, Brunn der Liebe&#8220; flossen die verschiedenen Linien der Stimmen bruchlos ineinander. Danach schnitt Messiaens &#8222;Kampf zwischen dem Tod und dem Leben&#8220; mit klirrenden Orgelt\u00f6nen naturgem\u00e4\u00df ins Trommelfell &#8211; bis zur Pause der Ersch\u00f6pfung, nach der anmutige Melodien befreiten. Mit Haydns hoffnungsfroher Musik, Messiaens &#8222;Freude der und Klarheit der verkl\u00e4rten Leiber&#8220; und dem Schlussgebet endete das bewegende Konzert.<br \/>\nINFO<br \/>\nWichtige Stellung<br \/>\nDer traditionsreiche St\u00e4dtische Musikverein arbeitet weiter an seiner wichtigen Stellung im Kulturleben. Am 8. Februar 2009 f\u00fchrt er im Willibrordi-Dom das Oratorium &#8222;Elias&#8220; von Mendelssohn-Bartholdy auf. Der Chor des Musikvereins l\u00e4dt Interessenten zum Mitsingen ein. Proben donnerstags ab 20 Uhr in der Aula der Realschule Mitte. Infos gibt&#8217;s beim Chorleiter, Telefon 02151483725.<br \/>\nHANNE BUSCHMANN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">M\u00fchelos und sch\u00f6n<br \/>\n18.3.2008\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins hat am Sonntagabend mit Joseph Haydns &#8222;Stabat mater&#8220; seinen Platz im Weseler Konzertleben nachdr\u00fccklich behauptet. Seit dreieinhalb Jahren leitet Hans-G\u00fcnther Bothe die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger, und die Qualit\u00e4t und Homogenit\u00e4t der Stimmen hat sich in dieser Zeit von Mal zu Mal gesteigert. Lediglich die Stimmenbesetzung kann noch nicht ganz zufrieden stellen: Wie bei vielen Ch\u00f6ren k\u00f6nnten auch beim Musikverein die M\u00e4nnerstimmen Zuwachs vertragen.<br \/>\nHaydn hat im &#8222;Stabat mater dolorosa&#8220; Marias Schmerz angesichts ihres am Kreuz sterbenden Sohnes dargestellt. Der Chor war bei der H\u00e4lfte von insgesamt zwanzig Strophen gefragt. Er erf\u00fcllte diese Aufgabe m\u00fchelos und sch\u00f6n. Dazwischen waren wunderbare Arien der vier Solisten (Judith Hoffmann\/Sopran, Alexandra Thomas\/Mezzosopran\/Alt, Markus Francke\/Tenor, Thilo Dahlmann\/Bass) zu h\u00f6ren. Die Sopranistin und der Bass f\u00fcllten den gut besuchten Dom mit ihren sch\u00f6nen, volumin\u00f6sen Stimmen. Die Altistin und der Tenor hatten manchmal M\u00fche, sich gegen den Chor und das sehr klangvoll spielende Rheinische Oratorien-Orchester zu behaupten.<br \/>\nMessiaen als totaler Gegensatz<br \/>\nZu Beginn, in der Mitte und am Schluss des Konzertes interpretierte Sabine Steinmetz (Stuttgart) drei S\u00e4tze aus Olivier Messiaens Orgelzyklus &#8222;Les corps glorieux&#8220;. Das 1939 &#8211; kurz bevor der Komponist zum franz\u00f6sischen Milit\u00e4r eingezogen wurde und sp\u00e4ter in deutsche Kriegsgefangenschaft geriet &#8211; entstandene Werk tr\u00e4gt den Untertitel: &#8222;Sept Visions de la vie des ressuscit\u00e9s&#8220; (Sieben Visionen \u00fcber das Leben der Auferstandenen). Messiaens Musik stand in totalem Kontrast zu Haydns eing\u00e4ngigen Melodien und Harmonien. Disharmonien und Cluster bestimmten die S\u00e4tze, und besonders &#8222;Der Kampf zwischen dem Tod und dem Leben&#8220;, der das Stabat mater in zwei H\u00e4lften teilte, erforderte &#8211; auch wegen seiner L\u00e4nge &#8211; einiges an Geduld und Leidensf\u00e4higkeit vom Publikum. Das bedankte sich f\u00fcr das fast zweist\u00fcndige Konzert, indem es sich erhob und lang anhaltend applaudierte.<br \/>\nFRIEDRICH BORNEMANN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C5\"><\/a>Chor-und Orchesterkonzert am 4. November 2007: &#8222;Schicksalslied&#8220; von J. Brahms und &#8222;C-Dur Messe&#8220; von L. v. Beethoven<br \/>\nFusion der Ch\u00f6re gelungen<br \/>\n6.11.2007\/ RP-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Projektbezogene Zusammenarbeit: St\u00e4dtischer Musikverein und Niederrheinischer Singkreis sorgten mit dem Rheinischen Oratorienorchester f\u00fcr eine ergreifende Auff\u00fchrung im Willibrordi-Dom.<br \/>\nUm den gewaltigen Klangdimensionen in Beethovens Kirchenmusik sowie der sensiblen H\u00f6rsamkeit im gro\u00dfen Willibrordi-Dom Rechnung zu tragen, bedarf es eines breiten s\u00e4ngerischen Fundaments. So gebot die Vernunft, f\u00fcr die Auff\u00fchrung der Messe C-Dur Ch\u00f6re projektbezogen zu fusionieren: den St\u00e4dtischen Musikverein und den Niederrheinischen Singkreis. kreis. Am Sonntag gelang gemeinsam mit dem Rheinischen Oratorienorchester eine ergreifende Auff\u00fchrung mit aufpoliertem Klangglanz, \u00dcberzeugungskraft und fesselnden dramatischen Akzenten.<br \/>\nDie g\u00fcnstige Konstellation pr\u00e4gte auch die (weltliche) Kantate &#8222;Schicksalslied&#8220; von Brahms nach H\u00f6lderlins Gedicht \u00fcber menschliches Leid und die Heiterkeit der G\u00f6tter. Der Chor interpretierte mit weicher Tongebung und plastischer Textgestaltung die poetische Eingangsstimmung &#8222;Ihr wandelt droben im Licht, selige Genien&#8220;- vom Orchester zuvor in dunklen Harmonien, unter die sich Pauken wie dumpf pulsierender Herzschlag mischten, vorbereitet.. Nach dem bewegt flie\u00dfenden Gesang folgte im zweiten Teil apokalyptische Gruselstimmung mit Staccato-Attacken, ein Abstieg zur H\u00f6lle, der in Verzweiflung m\u00fcndet: &#8222;Wie Wasser von Klippe zu Klippe geworfen&#8220;. Die unvers\u00f6hnlichen Pole worden durch den seligen Orchesterepilog mit sch\u00f6nem Fl\u00f6tenpart gemildert.<br \/>\nSchmerz, Dramatik, Frieden<br \/>\nGesch\u00e4rfte Dualit\u00e4t des Ausdrucks befl\u00fcgelte gleicherma\u00dfen die Interpretation der C-Dur-Messe. Die von Beethoven am Wort komponierten Gegens\u00e4tze von Irdischem und G\u00f6ttlichem wurden. atemlos vom Publikum mit vollzogen: Schmerz, wenn Barmherzigkeit im &#8222;Miserere&#8220; (Gloria) erfleht wird, Dramatik, wenn der Chor im Credo, reglementiert von den m\u00e4chtigen Pauken, das J\u00fcngste Gericht androht. Todesgrauen, wenn gruftig d\u00fcster von &#8222;sepultus est&#8220; die Rede ist, Agonie, w9in in gehetzten Sch\u00fcben Panik ert\u00f6nt im &#8222;Miserere&#8220; (&#8222;Agnus Dei&#8220;), das wiederum durchsetzt ist vom ruhigen Frieden im &#8222;Dona nobis&#8220; der Solisten. Souver\u00e4ne Lockerheit zeichneten das fugierte &#8222;Cum sancto spiritu&#8220;.und &#8222;Et vitam venturi saeculi&#8220; aus.<br \/>\nAnr\u00fchrender Strahlglanz<br \/>\nDas hervorragend aufeinander bezogene Solisten-Ensemble bestach im Benedictus und im Adagio &#8222;Et incarnatus est&#8220;. Gute Diktion und \u00fcberzeugungskraft beim Tenor (Gerhard Br\u00fcckel), warmes. Timbre beim Alt (Ulrike Kamps-Paulsen), anr\u00fchrender Strahlglanz beim Sopran (Cecilia Mutsaerts), gut erg\u00e4nzt von Matthias Zangerle (Bass). Mit langem Applaus entlohnte das Publikum, das die abschlie\u00dfende Stimmung von Freude und Hoffnung mit heim nahm, die Mitwirkenden.<br \/>\nMARTHA AGETHEN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Die viele Arbeit hat sich gelohnt<br \/>\n06.11.2007\/ NRZ-Lokalausgabe\/ Wesel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brahms und Beethoven haben im vollen Willibrordi-Dom begeistert. 80 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger sowie das Rheinische Oratorienorchester und Solisten f\u00fcllten den Altarraum komplett aus. Klassikfreunde des Niederrheins lie\u00dfen sich das Gemeinschaftskonzert des St\u00e4dtischen Musikvereins mit dem Niederrheinischen Singkreis nicht entgehen. Wieder einmal hatte sich die intensive Probenarbeit gelohnt: stehende Ovationen und minutenlanger Applaus verabschiedeten die Akteure am Ende des \u00fcber einst\u00fcndigen Konzerts.<br \/>\nAls &#8222;eine gro\u00dfe Freude&#8220; empfand der stellvertretende Vorsitzende des Musikvereins, Klaus-Ulrich Schmidt, die Zusammenarbeit mit den vielen hochkar\u00e4tigen Musikern. Die Werke selbst machten das Gro\u00dfaufgebot n\u00f6tig. Der Orchestrierung von zw\u00f6lf Bl\u00e4sern, Pauken und gro\u00dfem Streichersatz stand mit den beiden Ch\u00f6ren ein ad\u00e4quates Klangvolumen gegen\u00fcber. Hans-G\u00fcnther Bothe leitete das Konzert, welches mit Johannes Brahms &#8222;Schicksalslied&#8220; begann. Den Text schrieb Friedrich H\u00f6lderlin, dessen Gedicht Brahms 1868 so sehr ber\u00fchrte, dass er die Musik dazu komponierte.<br \/>\nZwischen Himmlischem und Menschlichem<br \/>\nBrahms unterstreicht in seinem Werk den im Text auffallenden Kontrast zwischen dem Himmlischen und dem Menschlichen. Mal lieblich, mal bedrohlich intonierten deswegen Instrumentalisten und S\u00e4nger, Tuttieins\u00e4tze wechselten mit solistischen Einlagen. Eine Zuh\u00f6rerin bescheinigte dem Ensemble &#8222;gute Artikulation&#8220;.<br \/>\nSeit Mai diesen Jahres hatte der st\u00e4dtische Musikverein die Noten studiert, mehrere gemeinsame Proben mit dem Niederrheinischen Singkreis und zwei Samstagsproben f\u00fchrten zum Erfolg am Sonntagabend. Das zweite, weitaus l\u00e4ngere St\u00fcck war die &#8222;Messe in C-Dur&#8220; Ludwig van Beethovens. Eine Auftragskomposition des F\u00fcrsten Esterhazy, der sich damals kritisch \u00e4u\u00dferte: &#8222;Die Messe ist unertr\u00e4glich l\u00e4cherlich und scheu\u00dflich, ich bin zornig und besch\u00e4mt.&#8220; Das sah das Publikum im Dom anders, selbst zwischen den S\u00e4tzen wurde applaudiert.<br \/>\nViel Arbeit war das &#8222;Sanctus&#8220; erinnerte sich Dirigent Bothe: &#8222;Es h\u00e4lt musikalisch \u00fcberraschende Wendungen parat, und der Chor tritt deutlich hervor.&#8220; Auch das fast gestammelte &#8222;misere&#8220; im &#8222;Agnus Dei&#8220; ert\u00f6nte in der gew\u00fcnschten Synchronit\u00e4t. Das Sahneh\u00e4ubchen setzten die Solisten der Messe auf: Cecilia Mutsaerts (Sopran), Ulrike Kamps-Paulsen(Alt), Gerhard Br\u00fcckel (Tenor) und Matthias Zangerle (Bass). (sts)<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C4\"><\/a>&#8222;TE DEUM&#8220; oder &#8222;Mich freundlich tust anblicken!&#8220;<br \/>\nFormenreicher Lobgesang<br \/>\n8.05.2007\/ RP-LOKALAUSGABE\/ WESEL<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">350 Zuh\u00f6rer im Willibrordi-Dom spendeten viel Applaus: Chor- und Orchesterkonzert des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel gefiel mit einer publikumswirksamen Auswahl von Fassungen des Te Deums.<br \/>\nHoffnungsfrohe, festliche Kl\u00e4nge aus der Zeit des Barock erfreuten 350 Zuh\u00f6rer im Willibrordi-Dom. Auf dem Programm stand eine publikumswirksame Auswahl, von konzertanten &#8222;Te Deum\u201c-Fassungen, einer Kantate und eines Instrumentalwerks. Gut in Form und voller Singfreude pr\u00e4sentierte sich der St\u00e4dtische Musikverein, geleitet von Hans-G\u00fcnther Bothe. Solisten waren Dorothee Wohlgemuth (Sopran), Cornelia Maria Orendi (Alt), Markus Francke (Tenor), Thomas Peter (Bass). Es spielte das Rheinische Oratorienorchester. Der Tenor zeigte im englisch gesungenen &#8222;Chandos&#8220;- Te Deum (H\u00e4ndel, 1737) nach der pr\u00e4chtigen Einstimmung durch den Chor besondere St\u00e4rken durch geschickte, locker gef\u00fchrte Auszierungen, die vom Lobpreis der Apostel und Propheten k\u00fcndeten. Der Alt sang im Gegenzug mit einer gewissen stimmlichen Verhaltenheit von Trauer und Barmherzigkeit.<br \/>\nSakrales und. Weltliches<br \/>\nDann Bach&#8217;scher Formenreichtum: die Pfingstkantate &#8222;Erschallet ihr Lieder&#8220; &#8211; Glanzst\u00fcck f\u00fcr die triumphale Trompetenstimme. Mit sch\u00f6nem Messa di voce schwoll voll \u00fcberzeugter Freude der umrahmende Chorgesang. In den Soloparts gab es das erste Wiederh\u00f6ren mit Dorothee Wohlgemuth, die mit glockenhellem Timbre die Rolle der Seele im Zwiegespr\u00e4ch mit dem Heiligen Geist (Alt) bestritt. Vom Sakralen zum Profanen: Durchschlagenden Erfolg hatte die Idee, mit der &#8222;Simple Symphony&#8220; ein entz\u00fcckendes Bravourst\u00fcck moderner weltlicher Kompositionskunst in die Kirche zu holen. Eine dankbare Aufgabe f\u00fcrs Orchester, das virtuos, fein verspielt und hoch konzentriert alles aus diesem charmanten, luftigen Werk von Benjamin Britten herausholte. Gro\u00dfer Zwischenapplaus! Charpentiers einteilige polyphone Te Deum-Motette aus der Zeit des Sonnenk\u00f6nigs f\u00fchrte zur\u00fcck zum Barock. Dem m\u00e4chtigen Paukenwirbel folgten die 16 Takte der Eurovisions-Hymne, eine Rolle mit Glanz und Gloria f\u00fcr die Trompeten. Unbekannter dann die 29 Versetten in vielfachem Wechsel von Solisten und Chor. Neben dem wundersch\u00f6n str\u00f6menden Sopransolo &#8222;Te ergo quaesumus&#8220; bestach hier der Bass mit guter Diktion beim &#8222;Te deum laudamus&#8220; und der mahnenden Prophezeiung des J\u00fcngsten Gerichts. Locker akzentuiert schwangen die Frauenstimmen des Chors. Choristin Christina Kallfelz mischte sich als zweiter Sopran harmonisch unter die Solisten. Feierlich leitete das Orchester zur Schlussfuge &#8222;In te domine speravi&#8220; &#8211; vom Chor gemessen in Szene gesetzt.<br \/>\nGro\u00dfer Schlussapplaus!<br \/>\nMARTHA AGETHEN<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Zugabe f\u00fcr das Te Deum<br \/>\n7.5.2007\/ NRZ-LOKALAUSGABE\/ WESEL<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Festlich, strahlend und mit einer Leichtigkeit: Chor und Solisten begeisterten ihr Publikum beim j\u00fcngsten Dom-Konzert. Nach Mozarts &#8222;Requiem&#8220; hat der Chor des st\u00e4dtischen Musikvereins das Dom-Publikum erneut begeistert. Sein Chor- und Orchesterkonzert am Sonntag gen\u00fcgte wiederum hohen musikalischen Anspr\u00fcchen. Unterst\u00fctzt wurden die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger von den Streichern des Rheinischen Oratorienorchesters und mehreren Solisten.<br \/>\nDie thematische Schwere der vergangenen Konzerte wich am Sonntagabend einer strahlenden Leichtigkeit. Hans-G\u00fcnther Bothe dirigierte das abwechslungsreiche Konzert, das er mit dem Chor ein halbes Jahr lang vorbereitet hatte. Das Programm enthielt neben den &#8222;Te Deum&#8220;-Vertonungen H\u00e4ndels und Charpentiers auch Johann Sebastian Bachs Kantate &#8222;Erschallet ihr Lieder&#8220;. Trotz kurzer und l\u00e4ngerer Pausen zwischen den Eins\u00e4tzen konnte der Chor die n\u00f6tige Konzentration und Spannung halten. Erster Applaus brandete im Dom nach Brittens &#8222;simple symphony&#8220; auf. Die im Werk enthaltenen Themen schrieb Britten bereits w\u00e4hrend seiner Schulzeit nieder, die Urauff\u00fchrung 1934 gestaltete er mit einem Laienorchester. Das hielt das Oratorien-Orchester nicht davon ab, seine Version der programmatischen Themen (ungest\u00fcm, spielerisch, sentimental und ausgelassen) gekonnt umzusetzen. Den festlichen Charakter der anderen St\u00fccke unterstrichen drei Solotrompeten in der Normal-B- oder Hoch-B-Variante nebst Pauken. Die Ouvert\u00fcre zu Marc Antoine Charpentiers &#8222;Te Deum&#8220;, vielen besser bekannt als Eurovisionsfanfare, erklang in voller L\u00e4nge. Nach langem Applaus wurde eine Zugabe f\u00e4llig.<br \/>\nDie Solisten am Sonntagabend waren nicht zum ersten Mal im Dom, sie wirkten bereits w\u00e4hrend der Konzerte des Chores im vergangenen Jahr mit. Sopranistin Dorothee Wohlgemuth \u00fcberzeugte durch den glockenhellen Klang ihrer Stimme. Auch Christina Kallfelz (Sopran), Cornelia Maria Orendi (Alt), Markus Francke (Tenor) und Thomas Peter (Bass) beeindruckten in wechselnder Aufstellung mit dem Potenzial ihrer Stimmen. Nun bereitet sich der Chor auf Beethovens &#8222;Messe in C-Dur&#8220; und Brahms &#8222;Schicksalslied&#8220; vor, die am 4. November an gleicher Stelle zusammen mit dem Niederrheinischen Singkreis zur Auff\u00fchrung gelangen. (sts)<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C3\"><\/a>Chor-und Orchesterkonzert am 19. November 2006: &#8222;Requiem&#8220; von W.A. Mozart in Verbindung mit der sehr selten aufgef\u00fchrten Kantate von Johann Ernst Bach &#8222;Mein Odem ist schwach&#8220;<br \/>\nIntensive Arbeit belohnt<br \/>\n21.11.06\/ RP-LOKALAUSGABE\/ WESEL<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der St\u00e4dtische Musikverein Wesel feierte mit Mozarts Requiem im Willibrordi-Dom einen gro\u00dfen Erfolg und erhielt rauschenden Beifall f\u00fcr eine reife Leistung.<br \/>\nVON MARTHA AGETHEN<br \/>\nEin Magnet im Mozartjahr ist das Requiem in d-Moll. So herrschte im Domkonzert zum Volkstrauertag, mit dem der St\u00e4dtische Musikverein zu einer breit gef\u00e4cherten Musikszene in Wesel beitrug, enormer Andrang. Ein gro\u00dfer Erfolg, belohnt mit rauschendem Beifall und stehenden Ovationen. Das Rheinische Oratorienorchester und (beim Requiem) die Bl\u00e4ser des Philharmonischen Orchesters K\u00f6ln zeigten tadelloses K\u00f6nnen. Das Solistenquartett mit Ewa Stoschek (Sopran), Cornelia Orendi (Alt), Gerhard Br\u00fcckel (Tenor) und Thomas Peter (Bass) gefiel durch auffallende Homogenit\u00e4t. Der Chor unter Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe \u00fcberzeugte mit reifer Leistung auch durch emotionales Engagement. Deutlich zu sp\u00fcren, wie intensiv hier gearbeitet worden war.<br \/>\nSchmerz und Sehnsucht<br \/>\nEine empfindsame Komposition sensibel interpretiert: die kaum bekannte Cantata &#8222;Mein Odem ist schwach&#8220; von Johann Ernst Bach (1722-1777) zu Beginn. Zur\u00fcckhaltend agierte der Chor aus dem Hintergrund zur Alt-Arie, die mit sch\u00f6ner F\u00e4rbung Schmerz und Sehnsucht der letzten Stunde auszudr\u00fccken vermochte. Er verk\u00fcndete als Aspekt der Hoffnung mit &#8222;Unser Wandel ist im Himmel&#8220; Befreiung durch den Tod und entsprach auch inhaltlich mit weichem stimmlichem Nachgeben dem Choral &#8222;Wie du mir, Herr, befohlen hast&#8220;.<br \/>\nKontrastreich dazu das Mozartwerk. Eine Totenmesse voller Abgr\u00fcnde, Qualen, sanfter Bitten und leidenschaftlichem Flehen. Nach \u00fcberaus ber\u00fchrendem, feierlichem Einstieg des Orchesters nahm der Chor in fugierten Eins\u00e4tzen das Thema auf; zun\u00e4chst von tiefer Ruhe erf\u00fcllt, sp\u00e4ter mit an- und abschwellender Dynamik, k\u00fcndete er gemessen von &#8222;Requiem aeternam&#8220;. Er umrahmte ein feinf\u00fchliges Sopransolo. Kraft- und klangvoll gestalteten die M\u00e4nnerstimmen den Einstieg zur lebhaften Kyrie-Fuge; im Zusammenklang mit den Orchesterstimmen entwickelten sich m\u00fchelos eilende Koloraturen, vom Sopran bis zum hohen b gef\u00fchrt. Die Mahnung des j\u00fcngsten Gerichts, Dies irae, lie\u00df nichts an Dramatik vermissen. Darin das machtvolle Confutatis, die H\u00f6llenvision, zu dem Choralt und -sopran den Gegenpol, leise flehend, gestalteten. Ein ergreifendes Lacrimosa begleitete im Chor die Traurigkeit der Seufzermotive im Orchester: zun\u00e4chst skandierend, schwoll der Gesang an und endete im innigen Amen. Die Quartetts\u00e4tze stellten besondere H\u00f6hepunkte dar: dramatisch das Tuba Mirum, das Recordare nach Call and Response-Prinzip oder das Benedictus mit aufbl\u00fchendem Sopran. Nach dem Agnus Dei zitierte die Musik die Anfangstakte und setzte mit majest\u00e4tischem Schluss vertrauensvoll auf die G\u00fcte Gottes.<br \/>\nINFO<br \/>\nKurz vor seinem Tod am 5.Dezember 1791 hatte Mozart zwei Drittel des Requiems in Teilen fertiggestellt. Sanctus, Benedictus und Agnus Dei wurden sp\u00e4ter erg\u00e4nzt. Hans-G\u00fcnther Bothe w\u00e4hlte die zeitgen\u00f6ssische, instrumental etwas entschlackte Bearbeitung von Franz Beyer, gr\u00fcndend auf der allgemein verbreiteten S\u00fc\u00dfmayr-Fassung.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Viel Applaus f\u00fcr das Requiem<br \/>\n20.11.2006\/ NRZ-LOKALAUSGABE \/WESEL<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">P\u00fcnktlich zum Ende des Mozart-Jahres besch\u00e4ftigte sich der St\u00e4dtische Musikverein Wesel mit dem letzten, unvollendeten Werk Wolfgang Amadeus Mozarts, dem Requiem. Der Dom konnte den Besucherstrom kaum fassen. &#8222;So voll war es selbst bei uns noch nicht&#8220;, freute sich Hans-G\u00fcnther Bothe, Leiter des Weseler Musikvereins nach dem Konzert. Der Chor hatte sich hochklassige Verst\u00e4rkung eingeladen: An dem Konzert im Willibrordi-Dom wirkten auch das Rheinische Oratorienorchester, Bl\u00e4ser des Philharmonischen Orchesters K\u00f6ln sowie vier Solisten mit (Ewa Stoschek, Sopran; Cornelia Orendi, Alt; Gerhard Br\u00fcckel, Tenor; Thomas Peter, Bass). Bothe ist in Wesel mittlerweile f\u00fcr seine Auswahl selten gespielter St\u00fccke bekannt.<br \/>\nSo erklang zu Anfang die Cantata &#8222;Mein Odem ist schwach&#8220; des Komponisten Johann Ernst Bach. Diese hat ebenso wie das Requiem den Tod als Thema, fasst ihn jedoch eher positiv auf: &#8222;Wir aber sind getrost und haben vielmehr Lust &#8230; daheim zu sein bei dem Herrn&#8220;. Diese Lust spiegelt sich im freundlichen D-Dur zum Schluss des St\u00fccks. Mozarts Requiem in d-moll ist zwar sehr bekannt, jedoch nicht in der endg\u00fcltigen Version Franz Beyers. Mozart starb, bevor er das letzte Drittel seiner Komposition beenden konnte. Das Requiem war eine Auftragskomposition f\u00fcr den Grafen Walsegg, der Mozart daf\u00fcr 100 Gulden versprach. Die nach der &#8222;Cantata&#8220; hinzu gekommenen Blech- und Holzbl\u00e4ser \u00fcberraschten mit selten zu sehenden Instrumenten. So waren hinter den Streichern ein Bassetthorn, eine Alt-Trompete sowie Alt-, Tenor- und Bassposaune platziert. Durch die engere Mensur der historischen Blasinstrumente f\u00fcgten sich diese gut in den Chorklang ein, ohne alles zu \u00fcbert\u00f6nen. F\u00fcr das Requiem gab \u00b4s am Sonntag vom Publikum Minuten lang Applaus und stehenden Ovationen. Und auch die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger hatten ihren Spa\u00df bei der Veranstaltung: &#8222;Unser Dirigent fordert die Sangesfreude heraus&#8220;, meinte Elfriede Seemann, seit \u00fcber 30 Jahren im Sopran des st\u00e4dtischen Musikvereins aktiv. &#8222;Auch f\u00fcr uns ist das ein Highlight. Vor dem Konzert bibbert und freut man sich zugleich&#8220;, erg\u00e4nzte ihre Sangesnachbarin.<br \/>\nStefan Schmelting<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C2\"><\/a>Chor-und Orchesterkonzert am 12. M\u00e4rz 2006: Der Tod Jesu &#8211; Passionsoratorium von Carl Heinrich Graun<br \/>\nDie Arbeit hat sich gelohnt<br \/>\n13.03.2006\/ NRZ-LOKALAUSGABE\/ WESEL<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">PREMIERE \/ Gelungener Start f\u00fcr den Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins mit &#8222;Der Tod Jesu&#8220;.<br \/>\nEndlich war es soweit: Seit vergangenem Herbst hatten die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger des St\u00e4dtischen Musikvereins Wesel am Oratorium Carl Heinrich Grauns ge\u00fcbt. Das St\u00fcck &#8222;Der Tod Jesu&#8220; feierte am Sonntagabend im vollbesetzten Willibrordi-Dom einen gelungenen Start. Es war die Premiere eines St\u00fcckes, welches ebenso alt wie die viel ber\u00fchmtere Matth\u00e4us-Passion ist, jedoch mit der Zeit in Vergessenheit geriet.<br \/>\nHans-G\u00fcnther Bothe hatte seinen Chor perfekt eingestellt und war nach dem Konzert dementsprechend gut gelaunt: &#8222;Ich bin wirklich hoch zufrieden mit der Leistung meines Chores&#8220;, so der Dirigent. Begleitet wurde der St\u00e4dtische Musikverein von der &#8222;VielHarmonie D\u00fcsseldorf&#8220; sowie ausgesuchten Solisten.<br \/>\nDie Zuh\u00f6rer des Oratoriums im Willibrordi-Dom kamen in den Genuss, historische Instrumente wie etwa Barockfl\u00f6ten und Barockfagott zu h\u00f6ren und zu sehen. Dem originalen Klangbild der Urauff\u00fchrung des Werkes 1755 nachempfunden waren die Geigen der &#8222;VielHarmonie&#8220; mit Darmsaiten und nicht mit gebr\u00e4uchlichen Stahlsaiten bespannt. Das gab den Musikern die M\u00f6glichkeit, entgegen der romantischen Tradition einen transparenten und trotzdem weichen, empfindsamen Ton zu erzeugen. Auch die Stimmtonh\u00f6he der Instrumente war dem Vorbild nach einen halben Ton tiefer angesetzt.<br \/>\nHochkonzentriert folgten Chor, Solisten sowie die Musiker der Duisburger und D\u00fcsseldorfer Sinfoniker dem Dirigat von Hans-G\u00fcnther Bothe. Silbenenden kamen synchron von den Lippen der Weseler S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger, wenn Daumen und Zeigefinger des Dirigenten sich ber\u00fchrten. Einstimmigkeit, die nur durch monatelanges \u00dcben erreicht werden kann. &#8222;Es hat sich auf jeden Fall gelohnt&#8220;, meinte Hans-G\u00fcnther Bothe nach dem Konzert. Auch Anke Vogels\u00e4nger, Leiterin der &#8222;VielHarmonie D\u00fcsseldorf&#8220;, lobte nachher die Qualit\u00e4t des Weseler Chores. &#8222;Der Dom in Wesel hat zudem eine tolle Akustik&#8220;, meinte die erste Geigerin des Streicherensembles.<br \/>\nEin langer Applaus am Ende des Konzertes belohnte auch die tollen Vortr\u00e4ge der Solisten. Dorothee Wohlgemuth (Sopran), Markus Francke (Tenor) und Joachim Herrmann (Bass) brachten die Leiden des sterbenden Jesus virtuos zu Geh\u00f6r. Ab Pfingsten beginnen f\u00fcr den Chor des St\u00e4dtischen Musikvereins die Proben zu Mozarts Requiem, welches im November diesen Jahres aufgef\u00fchrt wird. (sts)<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Oratorium: Reizvolle Wiederentdeckung<br \/>\n13.03.2006\/ RP-LOKALAUSGABE\/ WESEL<br \/>\nVon MARTHA AGETHEN<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Opern- und Kirchenmusik &#8211; die Fusion beider ist aus heutiger Sicht vielleicht ein wenig gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, doch sehr reizvoll. Vergessenes nach Wesel zu bringen, war das diesj\u00e4hrige Ziel des St\u00e4dtischen Musikvereins. Unter Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe packte er das Passionsoratorium ,.Der Tod Jesu&#8220; von Carl Heinrich Graun (170314 &#8211; 1759), Kapellmeister Friedrichs des Gro\u00dfen, an.<br \/>\nDer ungew\u00f6hnliche Stil des 1755 in Berlin uraufgef\u00fchrten Werks mit fr\u00fchklassischen Z\u00fcgen lockte am Sonntag 520 Besucher in den Willibrordi-Dom. Zu seiner Zeit hatte es geradezu Kultcharakter: ein 100 Jahre w\u00e4hrendes Muss&#8220; in der Karwoche. Nun erlebte das Publikum eine ausgewogene Auff\u00fchrung mit einigen Spezialit\u00e4ten, die f\u00fcr Diskussionsstoff gesorgt haben m\u00f6gen. Zu Pfeilern des Ganzen z\u00e4hlte die &#8222;VielHarmonie&#8220; D\u00fcsseldorf, die auf historischen Instrumenten mit Dezenz und Virtuosit\u00e4t Glanz in die Auff\u00fchrung brachte. Weiten Raum nahmen die ausf\u00fchrlichst komponierten expressiven Rezitative, die dazugeh\u00f6rigen opernhaften Arien und Duette der Solisten ein. Dorothee Wohlgemuth (Sopran), Markus Francke (Tenor) und Joachim Herrmann (Bass) erz\u00e4hlten die Leidensgeschichte Jesu. Sie verankerten einen schlichten lyrischen Stil auf angemessenem interpretatorischem Boden. Schwelgendem Pathos war kein Platz einger\u00e4umt, wohl aber dem expressiven Gef\u00fchl. Besonders Dorothee Wohlgemuth formte die opernhafte Anlage zu beeindruckend inniger Kirchenmusik. Keinerlei Langstreckenprobleme zeigte die wundersch\u00f6ne Sopranstimme, die allein 45 von insgesamt 100 Minuten Auff\u00fchrungszeit bestritt.<br \/>\nDie strahlenden H\u00f6hen, makellos ausgef\u00fchrten, an Mozart erinnernden Koloraturen, in einer sehr nat\u00fcrlichen sch\u00f6nen Art dargeboten, erreichten den ersten Gipfel bereits in der Arie &#8222;Du Held&#8220;: mit weiten Strecken voll mitf\u00fchlender Trauer ber\u00fchrte der Gesang bis zur letzten bewegenden Arie..Singt dem g\u00f6ttlichen Propheten&#8220;.<br \/>\nDie ungew\u00f6hnlichen Chorkompositionen verzichteten v\u00f6llig auf Turba-Ch\u00f6re. Dem intimen, kantablen Charakter, der abgerundeten homogenen Klang, dicht gef\u00fchrte Stimmen erfordert, wurde der Chor in den Tutti-Teilen zu Anfang und Ende gerecht: In der sch\u00f6n phrasierten Klage &#8222;Sein Odem ist schwach&#8220; war die \u00fcberirdische Sch\u00f6nheit des St\u00fccks nachempfunden. Der Schlusschor .\u201cHier liegen wir ger\u00fchrte S\u00fcnder\u201c wies gute Dynamik auf: ein strahlendes Dankgebet. Die \u00dcberzeugungsf\u00e4higkeit des Chores lag jedoch in der leuchtenden Interpretation der sechs kr\u00f6nenden Chor\u00e4le.<br \/>\nDer Bass Joachim Herrmann \u00fcberzeugte durch Spontaneit\u00e4t in den affektiven Prophezeiungen, T\u00f6ne geradezu ausspuckend. Emphatisch formte er die zentrale Arie &#8222;So stehet ein Berg Gottes&#8220; und die Totenklage &#8222;Er ist nicht mehr&#8220; zum plastischen Erlebnis.<br \/>\nIm Schillerjahr: &#8222;Schillers Glocke&#8220; musikalisch verpackt!<br \/>\n15.10.05, 4. Weseler Kulturnacht: In der Aula der Musik- und Kunstschule stand unser Konzert im Zeichen des Schiller-Jahres: Mit der Unterst\u00fctzung von vier Solisten und einer Pianistin sangen wir die Vertonung von Schilllers &#8222;Glocke&#8220;, Komponist: Andreas Romberg. Das sehr gut besuchte Konzert erntete viel Applaus und lobende Kommentare der Zuh\u00f6rer.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><a name=\"C1\"><\/a>Eindrucksvolles Konzert im Willibrordi-Dom<br \/>\nStreichkonzert von Schostakowitsch und Missa in angustiis (Nelson-Messe) von Joseph Haydn<br \/>\nMinutenlanger Applaus<br \/>\n19.04.2005 \/ NRZ-LOKALAUSGABE \/ WESEL<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chor des Musikvereins meldete sich mit der Nelson-Messe eindrucksvoll zur\u00fcck.<br \/>\nJoseph Haydns Nelson-Messe und die Kammersinfonie op. 110 a von Dimitri Schostakowisch waren dem Gedenken an die Zerst\u00f6rung der Stadt Wesel und den Tod vieler ihrer B\u00fcrger vor 60 Jahre gewidmet. Veranstalter des Konzertes am Sonntagabend im Dom war der St\u00e4dtische Musikverein. Dessen Chor meldete sich bei dieser Gelegenheit als anspruchsvoller Kammer- und Oratorienchor zur\u00fcck. Die Gesamtleitung lag bei Hans-G\u00fcnter Bothe, der den Chor seit gut sieben Monaten leitet.<br \/>\nBei der allerersten Probe mit dem neuen Dirigenten im September klang das &#8222;Abend will werden und Nacht auf Erden&#8220; nicht besonders optimistisch, aber es herrschten Elan und Zuversicht. Am Sonntag konnte der Chor nun beweisen, was in ihm steckt und was Bothe mit den etwa 60 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern in der Zwischenzeit erarbeitet hat. Das Ergebnis war \u00fcberzeugend: Gemeinsam mit der Viel-Harmonie D\u00fcsseldorf, Hans-Alfons Siegel am Portativ sowie den ausgezeichneten Solisten Cecilia Mutsaerts (Sopran), Ulrike Kamps-Paulsen (Alt), Gerhard Br\u00fcckel (Tenor) und Thomas Peter (Bass) wurde die Missa in angustiis (Messe in Zeiten der Bedr\u00e4ngnis), wie das Werk von Haydn selbst bezeichnet wurde, so eindrucksvoll interpretiert, dass die Zuh\u00f6rer im gut besuchten Dom anschlie\u00dfend minutenlang begeistert applaudierten.<br \/>\nZu Beginn erklang das Streichquartett Nr. 8 c-Moll von Schostakowitsch (1906 &#8211; 1975) in der Kammersinfonie-Bearbeitung von Rudolf Barschei. Schostakowitsch schrieb dieses Werk 1960 w\u00e4hrend eines Aufenthalts im damals immer noch zerbombten Dresden. Unter diesem Eindruck versah er die Noten mit dem Vermerk &#8222;Im Gedenken an die Opfer des Faschismus und des Krieges&#8220;.<br \/>\nDie Streicherbesetzung der Viel-Harmoniker &#8211; an ihrer Spitze Konzertmeisterin Anke Vogels\u00e4nger &#8211; interpretierte die f\u00fcnf zusammenh\u00e4ngenden S\u00e4tze elegisch-lieblich bis w\u00fctend-brutal. Ein jiddisches Thema war herauszuh\u00f6ren, Zitate aus fr\u00fcheren Werken von Schostakowitsch und immer wieder sein Namensk\u00fcrzel &#8222;D-Es-C-H&#8220;.<br \/>\nDem Wunsch des Veranstalters und dem Gedenk-Anlass entsprechend, wurde nach dieser Sinfonie nicht geklatscht.<br \/>\nFriedrich Bornemann<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Messe in Zeiten der Bedr\u00e4ngnis<br \/>\n19.04.2005 \/ RP-LOKALAUSGABE \/ WESEL<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schostakowitsch und Haydn zum Gedenken der Zerst\u00f6rung Wesels vor 60 Jahren im Dom.<br \/>\nWESEL Wie selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcllte sich am Sonntagabend der Willibrordi-Dom in Wesel. Vor 60 Jahren bot sich an diesem Ort ein anderes Bild. Nicht nur die komplette Weseler Innenstadt lag in Schutt und Asche. Auch der Dom als Wesels Wahrzeichen war schwer besch\u00e4digt. Die Mauern sind heute wieder.aufgerichtet, der Dom wiederhergestellt, doch die Erinnerung bleibt. In einem Chor- und Instrumentalkonzert r\u00fcckte der St\u00e4dtische Musikverein Wesel das grauenvolle Geschehen vor 60 Jahren musikalisch in den Mittelpunkt.<br \/>\nIm Gedenken an die Zerst\u00f6rung der Stadt und den Tod vieler ihrer B\u00fcrger kamen Ausf\u00fchrende und Zuh\u00f6rende im Weseler Dom zusammen. Auf dem Programm standen die Kammersinfonie op. 110a von Dimitri Schostakowitsch sowie die Nelson-Messe Joseph Haydns. Neben dem Chor des Musikvereins, erstmals unter der Leitung von Hans-G\u00fcnther Bothe, z\u00e4hlten Gesangssolisten und die \u201eVielharmonie D\u00fcsseldorf&#8220; &#8211; Mitglieder der Duisburger und D\u00fcsseldorfer Sinfoniker &#8211; zu den Akteuren.<br \/>\nEine Grundstimmung der Bedr\u00e4ngnis verbreitete sich gleich zu Beginn in Schostakowitschs Kammersinfonie, hier in Bearbeitung f\u00fcr Streichorchester von Rudolf Barschai. Seine Kammersinfonie schrieb Schostakowitsch 1960 unter dem Eindruck der Auseinandersetzung mit der Zerst\u00f6rung und Wiedererstehung Dresdens. So pr\u00e4gen bedrohliche, seufzende Kl\u00e4nge in h\u00e4ufig chromatischen Schritten das Werk. Melodiefragmente entfalteten sich in allen vier S\u00e4tzen, wurden jedoch immer wieder von kraftvollen Akkordeinw\u00fcrfen aller Streicher durchbrochen. Die Musiker gingen dem Dr\u00e4ngen unaufhaltsam nach, ehe beinahe resigniert die letzten T\u00f6ne verhallten.<br \/>\nPublikum begeistert<br \/>\nEin Zeitsprung von \u00fcber 200 Jahre f\u00fchrte zu Haydns Nelson-Messe. Die weniger popul\u00e4re Bezeichnung der Messe mit \u201eMissa in angustiis&#8220;, Messe in Zeiten der Bedr\u00e4ngnis, charakterisiert die Komposition treffend. Drohende Trompeten in tiefsten Regionen leiteten die Messe ein, die in der d\u00fcster-tragischen Tonart d-Moll steht. Bereits nach kurzem Instrumentalvorspiel kam die Ausdrucksintensit\u00e4t des Chores zum Einsatz, der energisch und akzentuiert sein Kyrie einwarf.<br \/>\nIn einem \u00fcberaus dichten Wechsel von Chor und Solisten, Cecilia Mutsaerts (Sopran), Ulrike Kamps-Paulsen (Alt), Gerhard Br\u00fcckel (Tenor), Thomas Peter (Bass), vermittelte die Umsetzung ein gro\u00dfes Engagement, das sich bis zum freudig jubilierenden Schlussakkord durch den Vortrag zog. Das Publikum \u00e4u\u00dferte seine Begeisterung in einem langen Schlussbeifall.<br \/>\nEVA-MARIA PETERS<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.48&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Chor-gelb-schwarz.png&#8220; admin_label=&#8220;Bild&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; animation_style=&#8220;slide&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_duration=&#8220;500ms&#8220; animation_intensity_slide=&#8220;10%&#8220; animation=&#8220;left&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;] Unsere Chorkonzerte seit 2005 im R\u00fcckblick der Kritiken in Neue Rhein-Zeitung und Rheinische Post [\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row admin_label=&#8220;Zeile&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.48&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","footnotes":""},"class_list":["post-1495","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1495","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1495"}],"version-history":[{"count":27,"href":"https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1495\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3717,"href":"https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1495\/revisions\/3717"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.musikverein-wesel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1495"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}