Kammer- und Orchesterkonzerte der Saison 2017-18

Die Konzerte im Städt. Bühnenhaus der Stadt Wesel, Ritterstraße 12-14 beginnen jeweils um 20.00 Uhr.

Mittwoch, 20. September 2017 Konzert für Kinder (Aula der Musik- und Kunstschule): Der Geigenbauer von Cremona, mehr
Samstag, 21. Oktober 2017: Neue Philharmonie Westfalen, Solist: Thomas Laske (Bariton), Ltg.: Patrik Ringborg: Reformationskonzert, mehr
Freitag, 10. November 2017: Azahar-Ensemble, mehr
Freitag, 8. Dezember 2017: Auryn-Quartett, mehr
Samstag, 20. Januar 2018: Vision String Quartet, mehr
Freitag, 16. Februar 2018: Das Neue Rheinische Streichquartett, Solistin: Stefanie Wüst (Sopran): Widerhall, mehr
Sonntag, 18. März 2018: Daniel Ottensamer, Klarinette, Neue Philharmonie Westfalen, Ltg.: Nicholas Milton, mehr
Freitag, 27. April 2018: Louise Pollock, Posaune, Duisburger Philharmoniker, Ltg.: Axel Kober, mehr

Die Eintrittspreise sind auch in diesem Jahr sehr günstig.
40 % sparen sie beim Kauf eines Abonnements. Mitglieder des Städtischen Musikvereins erhalten auf diese Preise zusätzlich einen Rabatt von ca. 20 %.
Mit einem Beitrag von nur 3,33,- € im Monat fördern Sie die ehrenamtliche Arbeit des Vereins. Informationen zum Beitritt erhalten Sie in jedem Konzert und unter Tel. 0281-50670
An der Kasse des Bühnenhauses Tel. 0281-203344 erhalten Sie Abonnements, Geschenkgutscheine und alle anderen Eintrittskarten.

KINDERKONZERT 

Mittwoch, 20. September 2017, 15 Uhr in der Aula der Musik- und Kunstschule mit Uli Bär

DER GEIGENBAUER VON CREMONA
Der Geigenbauer von Cremona ist ein lebensfrohes Musiktheater für Kinder. In der geheimnisvollen Stadt Cremona lebt ein Geigenbauer. Sein Sohn Antonio, der gerade 10 Jahre alt geworden ist, beschließt, aus altem Holz ein makelloses Violoncello zu bauen. Im Garten trifft er eine Schnecke, eine Biene, ein Pferd und einen Frosch. Alle helfen dem jungen Geigenbauer, das verwunschene Instrument zum Klingen zu bringen – aber das ist nicht so einfach, wie er dachte.
Wie die Geschichte weitergeht, erfährt man am besten, wenn man zu den Streichinstrumenten auf die Bühne geht. Die kleinen und großen Zuschauer erwartet eine muntere Mixtur aus farbenprächtigen, szenischen Elementen, ausdrucksstarker Musik und vielen Aktionen zum Mitmachen. Das Stück zeigt, wie Instrumente gebaut werden und wie man sie spielt. Und es lässt die Kinder mitsingen und selbst in die Saiten greifen.

Uli Bär studierte an den Musikhochschulen Dortmund, Münster und Hamburg. Gleichzeitig studierte er Kulturmanagement an der Fernuniversität Hagen. Unterrichtstätigkeit im Elementarbereich, Fortbildung für Multiplikatoren, Entwicklung und Durchführung von Kinderkonzerten in Kindergärten und Grundschulen, sowie für Je-Ki, Projektentwicklung für kulturpädagogische Projekte im elementarmusischen Bereich sowie für den offenen Ganztag und für musische Ferienprojekte für Kinder. Rege Konzerttätigkeit als Kontrabassist u.a. im Klangorchester und der ABC Big Band an der JKS, Mitarbeit bei unzähligen CD Produktionen.

Mit dem Musical „Die Emscher“ im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 erfüllte er sich einen weiteren künstlerischen Traum. Als Intendant des „Celloherbst am Hellweg“ organisiert er eine sehr erfolgreiche Konzer- treihe, ein Cellofestival, mit 35 Konzerten in 20 Städten an 60 Tagen.

1. KONZERT
Vorverkauf ab August 2017
Samstag, 21. Oktober 2017

NEUE PHILHARMONIE WESTFALEN

Patrik Ringborg – Dirigent, Thomas Laske – Bariton

Programm: Bach – Kantate „Ich habe genug“, Hindemith – „Mathis der Maler“, Mendelssohn – Sinfonie Nr. 5 „Reformations-Sinfonie“

Musik war für Martin Luther „ein herrlich und göttlich Geschenck und Gabe“. Zum Lutherjahr 2017 erinnert die Neue Philharmonie Westfalen an die überragende Bedeutung des Reformators – auch für die Kunst. Luther war selbst ein begeisterter Sänger, Komponist und Lautenspieler, und seine Melodien sind längst zum Allgemeingut geworden. Mendelssohn setzte den Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ als krönenden Abschluss seiner „Reformationssinfonie“, die er ebenfalls für ein Kirchenjubiläum schrieb. Auch Mendelssohns intensive Beschäftigung mit Johann Sebastian Bach bildet sich in dieser Sinfonie ab – und Bach wiederum ist ohne die Prägung durch Luthers Thesen und Luthers Choräle kaum denkbar. Bachs tiefgründige, lebenssatte Solokantate „Ich habe genug“ wird von THOMAS LASKE, Bari- ton, interpretiert, der das Weihnachtsoratorium zusammen mit dem Windsbacher Knabenchor einspielte und mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Mariss Jansons, Ton Koopman und Helmuth Rilling arbeitete. Der Dirigent PATRIK RINGBORG ist nach Anstellungen als Generalmusikdirektor in Freiburg und Kassel sowie Gastauftritten von Berlin bis München nun wieder vermehrt in seiner Heimat Schweden tätig, wo er schon bei allen großen Orchestern am Pult gestanden hat und steht. Er eröffnet das Konzert mit Hindemiths Sinfonie „Mathis der Maler“, eine tönende Annäherung an den Isenheimer Altar, den der Maler Matthias Grünewald kurz vor Luthers Thesenanschlag vollendete.

Um 19.15 Uhr gibt ein Mitglied des Orchesters im Foyer des Bühnenhauses eine Einführung in das Konzert.

Presseberichte

2. KONZERT
Vorverkauf ab August 2017
Freitag, 10. November 2017 20 Uhr, Städt. Bühnenhaus

AZAHAR ENSEMBLE SPANIEN
Frederic Sánchez Muñoz – Flöte María Alba Carmona Tobella – OboeGonzalo Esteban Francisco – Klarinette Antonio Lagares Abeal – Horn María José García Zamora – Fagott

Programm: Anton Reicha – Bläserquintett, op. 43, György Ligeti – 10 Stücke für Bläserquintett, W. A. Mozart – Andante F-Dur für Bläserquintett „für eine kleine Orgelwalze“ KV 616, Carl Nielsen – Bläserquintett

Das Azahar Ensemble gründete sich 2010 aus Musikern des Nationalen Jugendorchesters von Spanien. Die fünf jungen Musiker wurden mit einem Stipendium der „Fundación JONDE-BBVA“ ausgezeichnet, das ihnen ein Kammermusikstudium beim Fagottisten Sergio Azzolini an der Hochschule für Musik Basel ermöglichte. Nach seinem erfolgreichen „Debüt im Deutschlandradio Kultur“ in der Berliner Philharmonie sowie Konzerten im Wiener Musikverein und in Köln wird das spanische Quintett demnächst u.a. in Barcelona, beim Mozartfest Würzburg und in Baden-Baden zu hören sein. Azahar ist der aus dem Arabischen stammende Name der weißen, aromatisch duftenden Blüten von Zitrusbäumen, insbesondere des Orangenbaums. Dass die Komponisten Nielsen, Reicha und Ligeti Bläserquintette komponiert haben ist vielen Zuhörern sicher bekannt, doch ein Bläserquintett im eigentlichen Sinne ist zu Mozarts Zeiten noch nicht geschrieben worden. Im Winter 1790/91 schrieb er für das Wachsfiguren- und Kuriositätenkabinett des Grafen Deym alias Monsieur Müller mehrere Stücke für sogenannte Orgelwalzen, darunter das Andante F-Dur, KV 616. Mithilfe einer Stiftwalze, auf die das Musik- stück aufgeschlagen bzw. aufgepresst wurde, setzte man einen Automatismus in Gang, der ohne Zutun eines Musikers ein Orgelstück erklingen ließ. Mozart schrieb das Andante „für eine Walze in eine kleine Orgel“. Dieses Stück ist ein zauberhaftes Intermezzo im Umkreis der Zauberflöte. Die Zuhörer müssen sich dazu nur in die Kuriositäten eines Wachsfigurenkabinetts der Mozartzeit versetzen.

Presseberichte

3. KONZERT
Vorverkauf ab August 2017
Freitag, 8. Dezember 2017 20 Uhr, Städt. Bühnenhaus

AURYN QUARTET
Stewart Eaton – Viola, Matthias Lingenfelder – Violine, Andreas Arndt – Cello, Jens Oppermann – Violine (Foto von links nach rechts)

Programm: Gabriel Fauré – Streichquartett e-Moll, Felix Mendelssohn-Bartholdy – Streichquartett Nr. 5 f-Moll, Antonin Dvorák – Streichquartett As-Dur,

„Tu, was du willst!“ Dieser Leitspruch ist in Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“ auf der Rückseite eines magischen Amuletts zu lesen, das seinem Träger Inspiration verleiht und ihm hilft, den Weg seiner Wünsche zu gehen. Das Auryn – so der Name des Amuletts – wurde 1981 zum Taufpaten für vier junge Musiker, die sich entschlossen hatten, ihren künstlerischen Weg fortan als Streichquartett gemeinsam zu gehen. Schon im darauf folgenden Jahr war das Auryn Quartett beim renommierten ARD-Wettbewerb in München und beim internationalen Streichquartettwettbewerb in Portsmouth erfolgreich. Die Spielweise des Auryn Quartetts wurde zunächst durch das Studium beim legendären Amadeus Quartett in Köln geprägt. Hier galt das Prinzip eines homogenen, vom leicht dominierenden Oberglanz der ersten Geige gekrönten Ensembleklangs. Während eines Studienaufenthaltes beim Guarneri Quartett dagegen legte man größeres Gewicht auf Transparenz, Trennschärfe und Individualität der Stimmen. Der Ausgleich zwischen diesen höchst gegensätzlichen Musizieridealen wurde zur Feuerprobe für das Auryn Quartett, das nach der Rückehr aus den USA rasch in die Spitzengruppe der internationalen Quartettszene aufrückte. Seit 2003 geben die Mitglieder des Auryn Quartetts ihre Erfahrungen als Professoren der Detmolder Musikhochschule weiter. Der Routine entgegenzusteuern, wach zu bleiben für neue Erfahrungen, künstlerische Positionen immer wieder auf den Prüfstand zu bringen – damit ist das Auryn Quartett in den 35 Jahren seines Bestehens ein bemerkenswert junges Ensemble geblieben. Die Magie des Auryns wirkt fort.

Presseberichte

Wir fördern dieses Konzert!

4. KONZERT
Vorverkauf ab August 2017
Samstag, 20. Januar 2018 20 Uhr, Städt. Bühnenhaus

VISION STRING QUARTET
Jakob Encke – Violine, Daniel Stoll – Violine, Leonard Disselhorst – Cello, Sander Stuart – Viola (v.li.n.re)

Programm: Franz Schubert – Streichquartett d-Moll, Jazz und Pop nach Ansage

„Neues Spielen – Neues Hören“ Das vision string quartet wurde 2012, nach vorherigem gemeinsamem Jazz-Ensemble- spiel von Jakob Encke, Daniel Stoll (Violinen), Kevin Treiber (Viola) und Leonard Disselhorst (Cello), gegründet. Seit Ende 2014 tritt das Quartett in geänderter Besetzung mit Sander Stuart als Bratschisten auf. Das einzigartige Ensemble spielt nicht nur Werke der klassischen Quartett-Literatur. Stilübergreifend hat das Quartett Eigenkompositionen und Arrangements der publikumswirksamen neueren Musikformen wie Jazz, Pop und Rock im Repertoire. Es ist ein wahrer „shooting star“ des aktuellen Konzertlebens. Es bringt den Klassik-Betrieb ordentlich durcheinander – und selbst konservative Musikliebhaber zum Jubeln. Das in Berlin lebende Streichquartett berührt ganz offensichtlich einen Nerv unserer Zeit – und scheint vor einer großen Zukunft zu stehen, vielleicht weil es den „Keim der Zukunft“ unserer Musikwelt in sich trägt. Das vision string quartet inter-pretiert seine Werke auswendig. Das gab es zuletzt vor 60 Jahren beim berühmten Quartetto Italiano. Die beiden Geiger und der Bratscher spielen zudem im Stehen. Das gibt dem Quartett eine Freiheit, die einen ganz individuellen Bühnenstil ermöglicht, wie man ihn bisher von einem klassi- schen Streichquartett nicht kannte. Die Lockerheit und Lebendigkeit des Auftritts erinnern schon eher an eine Rockband.. „Klassisch“ sind die Musiker in ihrem Anspruch aber trotzdem, sie verzichten auf alle überflüssigen „Mätzchen“ und Manierismen. Das vision string quartet präsentiert ein klassisch-romantisches Streichquartett-Programm in neuem Gewand.

Presseberichte

5. KONZERT
Vorverkauf ab August.2017
Freitag, 16. Februar 2018 20 Uhr, Städt. Bühnenhaus

LIEDERABEND „WIDERHALL“
Stefanie Wüst – Sopran, Das Neue Rheinische Streichquartett: Albert Rundel und Gudrun Höbold – Violinen, Valentin Alexandru – Viola, Martin Burkhardt – Cello, Sören Wunderlich/Wolfgang Rüter – Sprecher

Programm: Robert Schumann – 6 Gesänge op. 107 Clara Schumann – 8 Lieder mit Introduktion Johannes Brahms – Streichquartett c-Moll

Stefanie Wüst präsentiert zusammen mit dem Neuen Rheinischen Streichquartett mit „Widerhall“ eine Hommage an das musikalische Werk und die Lebens- und Gedankenwelt von Clara Schumann, Robert Schumann und Johannes Brahms. Zwischen den Liedbeiträgen werden Originaltexte aus dem Briefwechsel und den Haushaltsbüchern der drei großen Komponisten des 19. Jahrhunderts von den Sprechern Sören Wunderlich und Wolfgang Rüter (Schauspiel Bonn) gelesen. Das Konzert besteht aus drei Teilen: Zunächst Lieder von Robert Schumann in einer Bearbeitung für Streichquartett und Sopran von dem Komponisten Aribert Reimann (1994). Es folgen die Lieder von Clara Schumann, arrangiert für Sopran und Streichquartett mit Einleitung und Intermezzi von dem Komponisten David Graham (2011), sowie abschließend das Streichquartett von Johannes Brahms. Die Sängerin Stefanie Wüst hat vor ihrem Gesangsstudium im Bereich Kostümbild an verschiedenen großen deutschen Bühnen gearbeitet (Oper und Ballett Frankfurt, Schauspielhaus Hamburg, Staatsoper München). Außerdem wirkte sie über mehrere Jahre in den Filmen Alexander Kluges mit. Neben ihrem Gesangsstudium an der Musikhochschule Köln bei Claudio Nicolai absolvierte sie Meisterkurse, u. a. bei Edith Mathis und Gisela May. Bereits 1983 wirkte sie im Kölner Schauspielhaus in der „Dreigroschenoper“ (Regie: Jürgen Flimm) mit. Zu Höhepunkten als Konzertsängerin gehört sicher die Zusammenarbeit mit der Deutschen Kammerphilharmonie (u. a. 2000 Life-Übertragung bei Radio Bremen) oder ihr Auftritt mit Liedern von Eisler und E. Nick 2004 im Concertgebouw Amsterdam.

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6. KONZERT
Vorverkauf ab August 2017
Sonntag, 18. März 2018 20 Uhr, Städt. Bühnenhaus

Ausnahmeklarinettist Daniel Ottensamer und Neue Philharmonie Westfalen in Wesel
„Ein Klarinettist der Sonderklasse. Er musizierte seinen Part vollkommen: mit mitreißender Verve, zugleich berührender Innigkeit, technisch brillant.“ So urteilt die Presse über Daniel Ottensamer, der am Sonntag, 18. März 2018 um 20 Uhr mit der Neuen Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Nicholas Milton im Städtischen Bühnenhaus Wesel zu Gast ist.

Programm: Felix Mendelssohn-Bartholdy – „Hebriden“, Carl Maria von Weber – Klarinettenkonzert Nr.1, Franz Schubert – Sinfonie C-Dur „Die Große“

Sowohl als Solist und Kammermusiker, als auch in seiner Funktion als Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker konzertiert Daniel Ottensamer mit namhaften Orchestern und bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten in den wichtigsten Musikzentren der Welt. Zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben begleiteten seinen künstlerischen Werdegang.
Zu den Höhepunkten der letzten Jahre gehören Daniel Ottensamers Auftritte als Solist unter Lorin Maazel, Gustavo Dudamel, Andris Nelsons und Adam Fischer mit den Wiener Philharmonikern, dem NHK Symphony Orchestra und dem Simon Bolivar Symphony Orchestra.

Mit seinem dynamischen Dirigierstil, musikalischer Überzeugungskraft und herausragenden Interpretationen eines breitgefächerten Opern- und Konzertrepertoires eroberte sich Nicholas Milton eine hervorragende Stellung unter den australischen Dirigenten seiner Generation. An vielen Opernhäusern Europas und in Australien war er als Gastdirigent tätig; im Konzertbereich arbeitete er bereits mit vielen Spitzenorchestern in Europa und Asien. Mit der in Wesel seit vielen Jahren geschätzten Neuen Philharmonie Westfalen und Daniel Ottensamer wird er ein attraktives Programm unter dem Titel „Deutsche Frühromantik“ bieten.
Ein neuer Ton zieht im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts in die Konzertsäle ein: Theatralischer, aufwühlender, aber auch poetischer als je zuvor, markiert er den Beginn der Romantik. Die Natur ist die stärkste Inspirationskraft – wie in Mendelssohns Ouvertüre über die sagenumwobenen, sturmumtosten schottischen Hebriden-Inseln, dem ersten Werk des Abends. Zehn Jahre vor der Geisterwelt des „Freischütz“ schreibt Carl Maria von Weber zwei Klarinettenkonzerte als Auftragswerke für den Virtuosen Heinrich Joseph Baermann. Weber zieht alle Register für Baermanns Interpretationskunst. Und im Mittelsatz des ersten Klarinettenkonzerts erfindet er nebenbei „den“ Signaturklang der deutschen Romantik: Drei Hörner singen einen gemütvollen Choral zwischen Sehnsucht und Idylle. Webers ebenso kantables wie brillantes Konzert ist bei Daniel Ottensamer in den besten Händen: Die Presse attestiert ihm „vollendete Technik“ und einen „lupenreinen Ton voll sinnlicher Weichheit“. Ein Schlüsselwerk der frühen Romantik: Schuberts „Große“ C-Dur-Sinfonie, die erst nach seinem Tod durch Schumann entdeckt und von Mendelssohn uraufgeführt wurde, beschließt den Abend.

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7. KONZERT
Vorverkauf ab August 2017
Freitag, 27. April 2018 20 Uhr, Städt. Bühnenhaus

DUISURGER PHILHARMONIKER
GMD Axel Kober – Dirigent, Louise Pollock – Posaune

Programm: Antonin Dvorak – Streicherserenade, Ferdinand David – Posaunenkonzert, Felix Mendelssohn-Bartholdy – Suite „Sommernachtstraum“

LOUISE POLLOCK
Zum ersten Mal in der Geschichte des Internationalen Aeolus Bläserwettbewerbs hat eine Frau den ersten Preis gewonnen. Die 28-jährige Schwedin Louise Pollock überzeugte die achtköpfige Jury beim Preisträgerkonzert in der Tonhalle. Die Posaunistin spielte das Concertino op. 4 von Ferdinand David und begeisterte damit auch die Zuhörer, die ihr auch den Publikumspreis zu- sprachen. Louise Pollock ist seit 2015 erste Soloposaunistin an der Oper Göteborg in Schweden.

AXEL KOBER
ist ein deutscher Dirigent. Er studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg. 1994 folgte er einem ersten Engagement an das Staatstheater Schwerin. 1998 ging er ans Theater Dortmund, wo er 1. Kapellmeister und stellvertretender Genaralmusikdirektor (GMD) wurde. 2003 wechselte er an das Nationaltheater Mannheim. Dort wurde er 2005/06 zum Stellvertreter des GMD und im darauffolgenden Jahr zum kommissarischen GMD berufen. Seit der Spielzeit 2009/2010 ist Axel Kober GMD der Deutschen Oper am Rhein – Düsseldorf/ Duisburg. Gastspiele führten ihn an die Königliche Oper Kopenhagen, an die Volksoper Wien und das Theater Basel. Er wurde unter anderem nach Hamburg zum NDR Sinfonieorchester und an die Staatsoper eingeladen. Im Jahr 2009 gab er sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin. Axel Kober dirigierte bei den Bayreuther Festspielen 2014, zur Eröffnung und anschließend noch weitere fünf Mal, Wagners Oper Tannhäuser und 2015 den Fliegenden Holländer.

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