Die Konzerte der Saison 2020-21!

Weiter unten finden Sie Informationen zu der in dieser Saison geplanten Konzertreihe. Dass sich das Konzertprogramm und die Durchführung bedingt durch die Einschränkungen während der Corona-Pandemie kurzfristig verändern können, ist leider zu erwarten. Konzertabonnements werden deshalb in dieser Saison nicht verkauft. Dennoch sind wir sicher, dass auch in diesem Jahr unser Motto „So nah und so gut“! für jedes Konzert zutreffen wird. 

Die Konzerte im Bühnenhaus werden etwas anders ablaufen als gewohnt. Die Künstler und Agenturen werden ihre Gastspiele den aktuellen Bedingungen anpassen.

Bis zum Einnehmen des Sitzplatzes sind Masken erforderlich. Wir informieren Sie über die Besucherregeln gesondert und aktuell.

Mit der zur Verfügung stehenden Platz-Kapazilät ist es leider ausgeschlossen, die Abonnements wie gewohnt in der Spielzeit 202012021 anzubieten, Wir werden diese für eine Saison ruhen lassen. Ihr gewohnter Sitzplatz bleibt Ihnen für die Saison 2021/2022 sicher erhalten, hoffentlich wieder zu „normalen“ Bedingungen.

In der kommenden Spielzeit sind die Eintrittskarten nur im freien Verkauf erhältlich, aufgrund der stark verringerten Platzkapazität ausschließlich in der 1. Preiskategorie. Sie haben die Möglichkeit, ab sofort Karten zu reservieren. Wir bitten Sie, dies möglichst per mail oder telefonisch zu tun, um Kontakte an der Theaterkasse zu vermeiden

(buehnenhaus@wesel.de, Tel 0281 2032344).

Termine der kommenden Saison: 12.9.(Sa), 9.10.(Fr)12.11. (Do) und 13.11. (Fr), 29.1. (Fr), 26.2.(Fr), 26.3. (Fr), 24.4.(Fr)

An der Kasse des Bühnenhauses Tel. 0281-203344 erhalten Sie die Eintrittskarten oder auch Geschenkgutscheine.

Die Konzertreihe – wie wir hoffen, sie annähernd durchführen zu können!

Eröffnet wird die Konzertsaison durch ein Orchesterkonzert der Neuen Philharmonie Westfalen unter Ihrem GMD Rasmus Baumann einem selten zu hörenden Konzertstück: Beethoven Bühnenmusik zu „Egmont“ – nicht nur deren Ouvertüre, sondern in voller Länge: Sprecher ist Dominik Horwitz und Dorin Rahardja singt das Sopransolo. Mit Robert Schumanns 2. Sinfonie endet dieses Auftaktkonzert.
Es folgen 2 Kammerkonzerte: Im Oktober haben wir noch einmal das weltberühmte Auryn Quartett zu Gast. Im Jahr seiner Abschlusstournee durch die Welt wird das Quartett zusammen mit dem Cellisten Christian Poltera das Streichquintett von Franz Schubert aufführen-ein kammermusikalisches Juwel und sicher auch ein Höhepunkt unserer Konzertsaison.

Innerhalb der Konzertreihe dieser Saison findet zusätzlich das am 24. April ausgefallene Konzert der letzten Saison statt. Konzerttermin: 26. Oktober. Programm s. weiter unter. Abonnenten der letzten Saison erhalten Zutritt mit ihrem Abonnementausweis.

Im November wird der Bariton Konstantin Krimmel, Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2019, zusammen mit seinem Klavierpartner Daniel Heide einen Liederabend mit „Europäischen Liedern“ geben.
Im Januar ist wieder die NPW zu Gast mit Noam Zur als Gastdirigent und der Pianistin Claire Huangci mit Chopins 1. Klavierkonzert, umrahmt von Werken von Karol Szymanowski un Peer Iljitsch Tschaikowski.
Im Februar wird das Duo Jilo mit Julia Puls, Klarinette, und Victor Soos, Piano, beide mehrfache Preisträger u.a. der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler (BAKJK) – einen Duoabend mit Werden von Martinu, Pendercki, Skrjabin, Lutoslawsk, Gershwin und Bernstein geben.
Unter dem Motto „Klangreicher Forellenteich“ werden wir im März Schuberts berühmtes Forellenquintett hören und interessante Kompositionen moderner Komponisten zu diesem Werk.
Das Abschlusskonzert im April 2021ist Komponistinnen gewidmet. Die Dirigentin Anu Tali leitet die NPW, Solistin ist die junge Olga Scheps am Piano. Wir werden an diesem Abend einen weiteren Solisten zu Gast haben, der auf dem selten zu hörenden Instrument Bajan eine Komposition, die ihm von der Komponistin Sofia Gubaidulina gewidmet worden ist, spielen wird. Auch eine intensive Suche in Unterlagen des Städtischen Musikvereins ergab kein Konzert mit einem Bajan, einer Art Knopfakkordeon. Die weiteren Komponistinnen des Abends sind Louise Ferrenc und Clara Schumann.

Samstag, 12.9.2020:

Neue Philharmonie Westfalen (NPW): „Himmelhoch jauchzend“

Konzertbeginn: 20:00 Uhr

Leitung: GMD Rasmus Baumann
Solisten: Dorin Rahardja, Sopran, Dominique Horwitz, Sprecher
Ludwig van Beethoven – Bühnenmusik zu „Egmont“ Johann Wolfgang von Goethe verlangt eine Schauspielmusik zu seinem Drama Egmont. Es gibt verschiedene Versuche, diese Anforderung zu erfüllen, zum Teil vom Dichter selbst in Auftrag gegeben. Die weitaus bekannteste und am meisten verwendete Schauspielmusik zu Egmont stammt von Ludwig van Beethoven und bildet sein op. 84. Der erste Teil dieses Orchesterwerks, die Ouvertüre, wurde besonders bekannt und wird häufig auch losgelöst von Goethes Trau- erspiel und ohne szenische Darbietung im Konzertsaal gegeben. Die Schauspielmusik entstand ab September 1809 im Auftrag des Wiener Burgtheaters und wurde am 15. Juni 1810 in Wien anlässlich einer Inszenierung von Goethes Egmont uraufgeführt.
Goethe hatte von vornherein eine konstitutive Beteiligung der Musik an seinem Trauerspiel vorgesehen. Dies gilt zunächst für die Lieder Klärchens, die ihre Haltung näher charakterisieren; es gilt aber in verstärktem Maß für den fünften und letzten Akt. Der Suizid der weiblichen Hauptfigur durch Gift wird nicht im Drama gezeigt. Vielmehr soll auf der leeren Bühne, zunächst noch erleuchtet durch eine aufflackernde Lampe, eine „Musik, Klärchens Tod bezeichnend“, erklingen. „Musik“ ist auch gefordert für den späteren Monolog Egmonts und vor allem den Traum, in dem ihm Klärchen erscheint. Den Abschluss des Dramas bildet eine „Siegessymphonie“.
Robert Schumann, Sinfonie Nr. 2, C-Dur op. 61
Schumann schrieb die Sinfonie in den Jahren 1845 und 1846. Chronologisch gesehen ist es seine 3. Sinfonie, da er die Sinfonie in d-Moll bereits 1841 geschrieben hatte. Diese blieb jedoch zunächst unveröffentlicht, erst 1851 überarbeitete Schumann diese, so dass sie als seine 4. Sinfonie veröffentlicht wurde. Die Sinfonie in C-Dur entstand in der Zeit, in der Schumanns Gesundheit einen ersten Tiefpunkt erreicht hatte; der Grund hierfür war wohl in seiner seelischen als auch körperlichen Depression zu suchen. So kann man die Sinfonie mithilfe seiner zwei Phantasiebrüder Florestan und Eusebius deuten. Manche Interpretationen gehen dahin, dass jedes Thema, jede Stimmung von einem dieser beiden „komponiert“ wurde. Des Weiteren lässt sich eine große Beeinflussung der Sinfonie durch Werke von Johann Sebastian Bach erkennen. Schumann sagte selbst, er werde sich von seiner Depression heilen, indem er Bach studiere und diese Sinfonie schreibe.

Pressekritik

Freitag, 9.10.2020: 17:00 und 20:00 Uhr(!)

Beachten Sie bitte, dass es wegen der eingeschränkten Zuhörerzahl 2 Aufführungstermine gibt!

Auryn Quartett

Das Amulett „Auryn“ aus Michael Endes unendlicher Geschichte, das seinem Träger Intuition verleiht und in der Lage ist, Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen, begleitet als Symbol das 1981 gegründete Auryn-Quartett. Seit 40 Jahren konzertieren die Musiker in unveränderter Bestzung und haben eine einmalige Geschlossenheit in ihren Interpretationen erreicht. Den Grundstein zu dieser Entwicklung legten die vier Musiker durch Studien beim Amadeus-Quartett in Köln sowie beim Guaneri-Quartett an der University of Maryland, USA. Mit ihrem ausdrucksstarken und dennoch vollkommen durchsichtigen Spiel, ihrer wachen Neugierde und ungewöhnlichen Vielseitigkeit eroberten die vier Musiker rasch die Welt der Kammermusik und sind seit vielen Jahren eines der internatonal führenden Streichquartette. Für den Schweizer Cellisten Christian Poltera nimmt Schuberts Streichquintett in C-Dur eine Sonderstellung ein: „Diese Musik in Worte zu fassen ist kaum möglich.“ Poltera ist neben vielen anderen Virtuosen langjähriger Kammermusikpartner des Auryn-Quartetts und so haben diese Künstler auch das Schubert Streichquintett bereits 2001 eingespielt.
Schuberts einziges Streichquintett in der Besetzung mit zwei Celli, komponiert im September 1828, wenige Monate vor seinem Tod, war sein kammermusikalischer Schwanengesang. In einer selbst für ihn einmaligen Weise sind hier alle Qualitäten seiner reifen Instrumentalmusik gebündelt: sinfonische Form, entrückte Klangschönheit und dramatische Kontraste. Er schrieb es im September 1828, zeitgleich mit den drei letzten Klaviersonaten und seinem Liederzyklus „Schwanengesang“, mit denen es den Nimbus einer Musik im Angesicht des Todes teilt. Sieben Wochen später war Schubert gestorben und die geplante Uraufführung kam nicht mehr zustande. Da Quintett wurde erst posthum im November 1859, 22 Jahre nach seinem Tod, in Wien uraufgeführt. Mit dem Streichquintett krönte Schubert den 1824 eingeschlagenen Weg einer sinfonischen Ausweitung und experimentellen Umdeutung der klassischen Kammermusikgattungen. Formal sprengt es – wie die späten Streichquartette und Klaviertrios – den äußeren Rahmen der klas- sischen Viersätzigkeit, indem er jedem Einzelsatz sinfonische Dimensionen verleiht. Außerdem besteht das musikalische Material nicht mehr aus motivisch-thematischen Keimzellen, sondern aus abstrakten Klanggebilden. Das Streichquintett C-Dur ist das längste und reifste Kammermusikstück des Wiener Komponisten.

Montag, 26.10.2020: 20:00 Uhr

Neue Philharmonie WestfalenNeue Philharmonie Westfalen
GMD Rasmus Baumann – Dirigent
Ana de la Vega, Flöte
Programm:
„Der mit dem Wind tanzt“
Einojuhani Rautavaara – Konzert für Flöte und Orchester     „Dances with the Winds“Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 8 „Pastorale“

 Die australische Flötistin Ana de la Vega mischt zur Zeit die klassische Musikszene auf. Ihre Debutaufnahme mit dem English Chamber Orchestra von Mozart und Myslivecek Flötenkonzerten (PENTATONE) hat weltweit ungezügelte und unvergleichliche Aufmerksamkeit erzeugt. Als Gewinnerin der Classic FM Best Albums of 2018, Amazon Best Seller No.1, NDR CD der Woche, BBC Schottland CD of the week, Classic FM Niederlande CD of the week, SR CD der Woche,
Pizzicato 5 Sterne und so fort, ist Ana heute eine der meist gefeierten und anerkannten Flötistinnen.
Ihr Debut in der Wigmore Hall wurde als „herausragend“ (Classical Source) bezeichnet, Ihr Auftritt in der Cardogan Hall London als „wahre Kunstfertigkeit“, und Ihr Debut in der Berliner Phil-harmonie als „erstklassig“ bewertet.Aktuell tritt Ana als Solistin mit dem DKO Berlin, den Trondheim Soloists, ECO, Odessa Philharmonic, Sinfonia Rotterdam, Prager Royal Philharmonic, Bremer Philharmonie und der Berliner Camerata und der Neuen Philharmonie Westfalen auf.2019 gab Sie Ihr Debut als Solistin an der Hamburger Elbphilharmonie, begleitet vom English Chamber Orchestra.Ana de la Vega hat am Conservatoire Supérieur de Paris bei Catherine Cantin, Philippe Perlot und Raymond Guiot studiert und folgt somit der großen Tradition der französischen Flötenschule.

Donnerstag, 12.11. und Freitag, 13.11.2020

Liederabend

Der deutsch-rumänische Bariton Konstantin Krimmel wurde 1993 in Ulm geboren und studiert in Stuttgart bei Prof. Teru Yoshihara. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er bei den St. Georgs Chorknaben Ulm. Konstantin Krimmel ist Gewinner und Publikumspreisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2019, des 1. Internationalen Helmut-Deutsch Liedwettbewerbs 2019, des 1. Internationalen Haydn Wettbewerbs für klassisches Lied und Arie Rohrau. 2018 und des Rising Stars Grand Prix International Music Competition Berlin 2018. Des weiteren ist er 2. Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs „Das Lied“ in Heidelberg 2019 und des Gian Battista Viotti International Music Competition 2018, sowie dritter Preisträger des Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2018 und des internationalen DEBUT Klassik Gesangswettbewerbs.
In dieser Spielzeit singt Konstantin Krimmel den Christus in einer szenischen Matthäuspassion von J.S. Bach am Staatstheater Wiesbaden unter Leitung von Konrad Junghänel. Außerdem gibt er sein Debüt mit Bachs Matthäuspassion beim RIAS Kammerchor mit Justin Doyle und singt Haydns Jahreszeiten mit dem Hamburger Bachchor in der Elbphilharmonie Hamburg. In der Kölner Philharmonie wird er mit Mozart und dem Kölner Kammerorchester unter Christoph Poppen zu hören sein.
Der aus Weimar stammende Pianist Daniel Heide zählt zu den gefragtesten Liedbegleitern und Kammermusikern seiner Generation. Er konzertiert in Konzertreihen und Festivals in ganz Europa und Asien, u.a. in den Konzerthäusern in Wien, Berlin und Dortmund, der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam (NL) bei der Schubertiaden in Schwarzenberg/Hohenems (A) und Vilabertran (ESP), dem Heidelberger Frühling, dem Oxford-Liedfestival, der Philharmonie Paris oder dem Teatro Zarzuela in Madrid.Zu seinen ständigen Partnern zählen Sänger und Sängerinnen wie Andrè Schuen, Christoph Prégardien oder Simone Kermes.

Programm

Große Geschichten – von tragischen Helden, Göttern und Poeten
Franz Schubert: Der Wanderer, D.489 (Lübeck) An den Mond, D.193 (Hölty) Schäfers Klagelied, D.121 (Goethe) Wanderers Nachtlied I, D.224 (Goethe) Der Wanderer an den Mond, D.870 (Seidl)

Carl Loewe: Die Uhr, op.123/3 (Seidl) Herr Oluf, op.2/2 (Des Knaben Wunderhorn) Erlkönig, op.1/3 (Goethe) Odins Meeresritt, op.118 (Schreiber)

Robert Schumann: Belsazar, op.57 (Heine)

Maurice Ravel: Drei Lieder aus „Don Quichotte à Dulcinée“ 1. Chanson Romanesque 2. Chanson épique 3. Chanson à boire

Hugo Wolf: Selbstgeständnis, Nr.52 (Mörike-Lieder) Abschied, Nr. 53 (Mörike-Lieder)

Freitag, 29.1.2021:

Neue Philharmonie Westfalen (NPW): „Alla polacca“

Konzertbeginn: 20:00 Uhr

Eine Einführung in das Konzert beginnt um 19:15 Uhr.

Leitung: Noam Zur
Solistin: Claire Huangci, Klavier

Noam Zur ist der neue Chefdirigent des Salta State Symphony Orchestra, Argentinien, künstlerischer Leiter und Chefdirigent des „International Tino Pattiera Opera Arias Festival“ in Dubrovnik, Kroatien und Principal Guest Conductor des Dubrovnik Symphony Orchestra. Noam Zur ist gleichermaßen als Opern- und Konzertdirigent gefragt. Maestro Noam Zur ist auch als Komponist und Arrangeur tätig. Seine Bearbeitungen für Orchester wurden schon in Deutschland, Israel, Mexiko und den Niederlanden aufgeführt. Im August 2016 wurde die Aufnahme seiner Orchesterfassung der Klavier-Preludes von Debussy mit dem WDR Funkhausorchester unter seiner Leitung eingespielt.
Im Mai 2015 dirigierte er mit großem Erfolg beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn in Vertretung des erkrankten Chefdirigenten des Orchesters. Zudem konnte er seit 2014 seine Konzert- und Lehrtätigkeiten in Süd- und Mittelamerika ausweiten und war dort u.a. mit den Orchestern von Mendoza, Rosario und der Camerata IUNA Buenos Aires (Argentinien) und Xalapa (Mexiko) zu erleben. Zudem gastierte er bei zahlreichen Orchestern und Opernhäusern in Europa und Israel, so zuletzt an der Baltischen Staatsoper Danzig und der Rumänischen Nationaloper, dem Orchestre de Bretagne, dem Jerusalem Radio Sinfonie Orchester und dem Israel Philharmonic Orchestra.
Sucht man ein übergeordnetes Merkmal von Huangcis Klavierspiel `{`…`}`, findet man es in ihrer Konzentration, ihrer Imaginationskraft, ihrer Phantasie und der daraus resultierenden Poesie der Interpretation. (Thomas Schacher, NZZ) Die junge Pianistin Claire Huangci, Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018, zieht ihr Publikum durch „glitzernde Virtuosität, gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion und feinsinnige Klangdramaturgie“ (Salzburger Nachrichten) in den Bann. Ihre große Wandlungsfähigkeit beweist sie mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire, in das sie auch immer wieder selten aufgeführte Werke aufnimmt.
In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester gastierte sie mit internationalen Spitzenorchestern in den bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzerthaus Berlin, dem Gasteig München, dem Gewandhaus Leipzig, der Salle Cortot, der Suntory Hall Tokyo und der Franz Liszt Akademie Budapest sowie auf Festivals wie dem Kissinger Sommer, Verbier Festival, Menuhin Festival Gstaad, Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musik Festival.

Freitag, 26.2.2021:

DUO JILO: „Ost-West“

Julia Puls, 1995 in Münster geboren, erhielt ihren ersten Klarinettenunterricht im Alter von 8 Jahren an der Westfälischen Schule für Musik, Münster. 2011 begann sie ein Jungstudium im Rahmen der Jugendakademie Münster. Nachdem sie ihren Bachelor bei Reiner Wehle an der Musikhochschule Lübeck absolviert hat, setzt sie nun ihr Studium bei Norbert Kaiser an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart fort. Ein Erasmus-Austausch führte sie an das Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse Lyon zu Nicolas Baldeyrou.
2017 war sie Mitglied der Orchesterakademie des Philharmonischen Orchesters Lübeck. Im Februar 2018 wurde sie Akademistin des Bayerischen Staatsorchesters und seit Dezember 2018 ist sie als Soloklarinettistin im Orchester des Augsburger Staatstheaters tätig.
Mit ihrem Duopartner Viktor Soos gewann sie im Duo Jilo im Frühjahr 2019 ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs und wurde in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen. Im selben Jahr erzielte das Duo den 1. Preis beim Europäischen Kammermusikwettbewerb. Radioaufnahmen entstanden beim BR, Deutschlandfunk und NDR.
Viktor Soos, 1996 in Backnang geboren, begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel und wechselte mit 13 Jahren zum Pianisten und Dozenten Jochen Ferber (Musikhochschule Stuttgart). 2014/15 war er Jungstudent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in der Klasse von Oliver Kern. Seit 2015 studiert er an der Musikhochschule Lübeck Klavier bei Konrad Elser. Seine Konzerttätigkeit führte ihn u. a. nach Chile, Russland, Finnland, Frankreich, Italien, Tschechien und in die USA. Er konzertierte bereits in Konzertsälen wie der Philharmonie Essen, dem Gewandhaus zu Leipzig und der Laeiszhalle Hamburg. Radioaufnahmen entstanden beim Deutschland- funk, NDR, BR, MDR, WDR und SWR.
2015 erzielte er den 1. Preis beim Internationalen Rotary Klavierwettbewerb Jugend in Essen, 2017 den Yamaha Stipendien-Wettbewerb der YMFE in Rostock. Als Finalist des Deutschen Musikwettbewerbs 2017 gewann er ein Stipendium und wurde in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen. Mit seiner Duopartnerin Julia Puls wurde er 2019 ein weiteres Mal aufgenommen und erzielte im September 2019 den 1. Preis beim Europäischen Kammermusikwettbewerb Karlsruhe.

Freitag, 26.3.2021:

„Klangreicher Forellenteich“

Fünf junge europäische Komponisten haben sich dieser Aufgabe gestellt. Das Resultat ist aufregend und überaus modern. Dem Variationensatz, dem Schubert sein Lied „Die Forelle“ als Thema zugrunde legte, werden wiederum fünf kurzweilige und originelle Variationen der Komponisten angefügt. Jeweils eines der fünf Instrumente steht dabei im Fokus der Neukomposition.
Dass die neuen Variationen sich – ohne gegenseitige Absprache – auf das Spannendste ergänzen, ist ein Glücksfall. Vom ironisierten Forellenwalzer über die Vertonung der Initialen Schuberts bis hin zur Cybervariation (bei der unter Hinzunahme einer abzuspielenden Mobil-App an den Klang einer verzogenen Langspielplatte erinnert wird), reicht die stilistische Palette der Neukompositionen.
Danjulo Ishizaka zählt weltweit zu den herausragenden Cellisten seiner Generation. Seine unverkennbare Klangfarbe und wahrhaftige musikalische Tonsprache zeugen von höchster Individualität und persönlichem Ausdrucksvermögen. Danjulo spielt das Stradivari Cello „Feuermann“ (1730) der Nippon Music Foundation.
Die Münchner Geigerin Lena Neudauer setzt auf stetige Entwicklung anstelle schneller Karrieresprünge. „Ich sehe Musik nicht als Ware“, betonte sie 2016 beim Klassik-Treff des Theaterforum Gauting. Dieser Ausspruch ist zwar schon älter, die Meinung aber so aktuell wie eh und je.
Rick Stotijn, Kontrabassist, beim Swedish Radio Symphony Orchestra und beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, zählt heute international zu den führenden Kontrabassisten. Er erhielt seinen ersten Unterricht auf dem Instrument mit acht Jahren und studierte später am Konservatorium in Amsterdam.
Die Pianistin Silke Avenhaus überzeugt seit Jahren Publikum und Kritik mit ihrem Künstlertum, zupackenden Interpretationen, Entdeckungsfreude. Für die jüngste Aufnahme hat sie Klavierwerke Wagners, Liszts und Rossinis in einem „Salon Chromatique et Harmonique“ vereint und so in überraschende Zusammenhänge gestellt.
Wen Xiao Zheng ist ein chinesischer Bratschist. Zheng, ein Schüler in der Klasse von Hariolf Schlichtig an der Hochschule für Musik und Theater München, wurde im Januar 2008 mit dem ersten Preis im Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb ausgezeichnet. Die 2008 ausgeschriebenen Fächer waren Klavierquartett und Bratsche, in denen sich Zheng unter 13 gemeldeten Teilnehmern auszeichnete.

Samstag, 24.4.2021:

Neue Philharmonie Westfalen (NPW): „Komponistinnen“

Konzertbeginn: 20:00 Uhr

Eine Einführung in das Konzert beginnt um 19:15 Uhr.

Leitung: Anu Tali
Solisten: Olga Scheps, Klavier, Geir Draugsvoll, Bajan

Anu Tali, Dirigentin, vom Herald Tribune als „charismatisch, brillant, energisch“ beschrieben, gilt als eine der faszinierendsten Dirigentinnen weltweit. Sie gehört zu einer neuen Generation von Künstlern, die beständig auf der Suche sind nach neuen und geistreichen Interpretationsansätzen. Zu den Höhepunkten ihrer Saison 2019/20 zählen Auftritte mit dem BBC National Orchestra of Wales, den Brüsseler Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, Sinfonieorchester des Tschechischen Rundfunks, Royal Philharmonic Orchestra, Turku Philharmonic und dem Ulster Orchestra. Ihre musikalische Laufbahn begann Anu Tali als Pianistin. Sie absolvierte das Konservatorium in Tallinn, bevor sie sich an der Estnischen Musikakademie bei Kuno Areng, Toomas Kapten und Roman Matsow zur Dirigentin ausbilden ließ. Von 1998 bis 2000 setzte sie ihre Studien am Sankt Petersburger Konservatorium bei Ilya Musin und später bei Leonid Kortchmar und Jorma Panula fort.
Olga Scheps begann mit fünf Jahren erste Melodien und Stücke zu spielen und lernte Klavierspielen wie sie sprechen, laufen und lesen lernte. 1992 zog die Familie Scheps aus Moskau, der Stadt in der Olga Scheps geboren wurde, nach Deutschland. Mit 16 Jahren begann sie als Jungstudentin an der Musikhochschule Köln ihr Studium, das sie 2013 mit Auszeichnung bei Prof. Pavel Gililov abschloss. Prof. Pavel Gililov und ihre Eltern – beide ebenfalls Pianisten und Klavierpädagogen – sind bis heute wichtige Ratgeber. Weitere wichtige musikalische Impulse erhielt Olga Scheps bei Arie Vardi, Dmitri Bashkirov, Andrei Gavrilov und Alfred Brendel.
Geir Draugsvoll ist norwegischer Staatsbürger und lebt zur Zeit in Kopenhagen, wo er an der Royal Danish Academy of Music unterrichtet. Er ist einer der international angesehensten Spezialisten des Bajan, wenn nicht sogar der wichtigste Wegbereiter dieses erst seit neuerem von der klassi- schen Musik entdeckten Instruments. Er hat viele Werke, die ihm zum grossen Teil gewidmet sind, in Zusammenarbeit mit den Komponisten uraufgeführt, wie etwa „Fachwerk“ von Sofia Gubaidulina.
Er ist in der ganzen Welt aufgetreten, sowohl auf Festivals als auch in den berühmtesten Konzertsälen wie Concertgebouw in Amsterdam, Alte Oper in Frankfurt, Barbican Hall in London, Mariinsky in Sankt Petersburg, Gasteig in München, im Grossen Saal des Moskauer Konservatoriums, als Solist unter Dirigenten wie Valery Gergiev, Vasily Petrenko, David Geringas, Alexander Mayer, Yuri Bashmet und vielen mehr.